Handlung:
Nach seiner Vision, die er auf der Erde hatte, ging Thor lange in der ganzen Galaxie auf die Suche nach den Infinity-Steinen. Seine vergebliche Suche endet in Gefangenschaft des Dämonen Surtur, der von Ragnarök spricht, ein Ereignis, das das Ende für Asgard bedeuten wird und das ebenfalls Teil von Thors Vision gewesen ist. Doch Thor ließ sich absichtlich von Surtur gefangen nehmen, um mehr über Ragnarök herauszufinden. Surtur erzählt Thor, dass eine Krone die Quellen seiner Macht ist und dass Odin aus Asgard verschwunden ist. Mithilfe seines Hammers Mjölnir befreit sich Thor, entwendet Surtur die Krone und kehrt über die Regenbogenbrücke Bifröst zurück nach Asgard.
In Asgard angekommen stellt er fest, dass sein Bruder Loki das Trugbild Odins angenommen hat und diesen auf die Erde verbannt hat. Die Asgardianer haben den Schwindel nicht bemerkt und Loki für Odin gehalten. Also nimmt Thor Loki mit zur Erde und sucht Doktor Stephen Strange auf, der ihm den Standort von Odin verrät. Leider ist Odin kaum noch bei Kräften und gesteht seinen beiden Söhnen, dass er noch eine erstgeborene Tochter namens Hela, die Göttin des Todes, hat, die nach seinem Tod rechtmäßige Herrscherin über Asgard ist. Odin hat Hela vor langer Zeit verbannt, doch durch seinen Tod wird der Bann aufgehoben und sie kann zurückkehren. Mit ihrem Eintreffen wird auch Ragnarök beginnen.
Nachdem Thor und Loki Abschied von Odin genommen haben, öffnet sich sofort ein Portal. Hela erscheint und greift sofort die beiden Brüder an. Thor versucht Hela mit Mjölnir anzugreifen, doch die mächtige Göttin des Todes zerstört den Hammer mit einer einzigen Handbewegung. Sie reist über den Bifröst nach Asgard und schickt Thor und Loki in die Weiten des Weltalls. Hela öffnet in Asgard eine dunkle Kammer und übernimmt die Herrschaft, während Heimdall mit dem Bifröst-Schwert und ein paar Asgardianern flüchtet. Die Göttin erweckt ihren mächtigen Wolf und eine untote Armee zum Leben und labt sich in ihrer Macht, die durch ihre Existenz in Asgard immer größer wird.
Thor legt derweil eine Bruchlandung auf dem Planeten Sakaar hin und wird von einer Gaunerin gefangen genommen, die ihn dem Grandmaster übergibt, ein Sklavenhändler, der obendrein noch Gladiatorenkämpfe veranstaltet. Loki befindet sich unter den Gästen des Grandmasters, er landete Wochen früher auf Sakaar und freundete sich mit dem Grandmaster an. Als Thor, nachdem er einen neuen Haarschnitt verpasst bekommt, in der Arena als Gladiator gegen den Champion antreten muss, stellt sich dieser Champion als der Hulk heraus, welcher Thor aber nicht wiedererkennt und ihn angreift.
Nach dem Gladiatorenkampf sucht Thor das Apartment des Hulks auf und stellt fest, dass er nach den Ereignissen von „Age of Ultron“ in einem Quinjet von der Erde nach Sakaar geflogen ist und sich seither nicht mehr in Bruce Banner zurück verwandelt hat. Die Gaunerin ist ebenfalls eine Vertraute des Hulk und entpuppt sich als eine Asgardianerin, die früher zur Gruppe der Wallküren gehörte. Als sie erfährt, dass Hela, eine Feindin der Wallküren, nun über Asgard herrscht, willigt sie ein, gemeinsam mit Thor und dem Hulk nach Asgard zurück zu kehren. Thor schafft es, dass Hulk sich wieder in Bruce Banner zurück verwandelt, die Wallküre entführt Loki und die ungleiche Truppe kann einen Aufstand anzetteln, infolgedessen eine Flucht von Sakaar durch ein Portal gelingt, das sie gemeinsam mit ein paar flüchtigen Gladiatoren in einem Raumschiff zurück nach Asgard bringt.
In einer letzten Schlacht, in der Thor neue Kräfte entfesselt und Blitze nun auch ohne seinen Hammer schleudern kann, wird schnell klar, dass Hela nur besiegt werden kann, wenn ihre Macht nicht mehr durch die Existenz Asgards gestützt wird. So geht Loki in Odins Schatzkammer, legt Surturs Krone ins Feuer und sorgt so für den Untergang von Asgard.
Da Helas Macht schwindet, kann Thor sie besiegen, verliert dabei jedoch ein Auge. Die flüchtigen Asgardianer um Heimdall und das Bifröst-Schwert gehen an Bord des Raumschiffs und suchen mit ihrem neuen König Thor eine neue Heimat.

Bezug zur Kontinuität:
Thors Hammer Mjölnir wurde zerstört. Trotzdem entdeckt Thor, dass er weiterhin der Gott des Donners ist und hat nun auch ohne den Hammer die Fähigkeit, Blitze zu erzeugen und zu kontrollieren. Thor hat nun kurze Haare und eine Augenklappe und sich nun optisch radikal verändert. Asgard ist zerstört, die letzten Überlebenden suchen eine neue Heimat.
Loki blieb in Odins Kammer kurz vor dem Tesserakt stehen. Es ist daher anzunehmen, dass er den Infinity-Stein mit auf das Raumschiff genommen hat.
In einer Post-Credit-Szene wird das Schiff von einem großen Schlachtschiff aufgehalten, das dem Schiff von Ronin aus „Guardians of the Galaxy“ sehr ähnelt. Daher sollte relativ klar sein, dass Thanos nun bereits Thor und Loki gefunden hat.
Nach „Age of Ultron“ flog der Hulk auf den Planeten Sakaar und verwandelte sich dort nicht in Bruce Banner zurück. Er verblieb längere Zeit dort und bekam nichts von den anderen Ereignissen im MCU mit. Nun ist der Hulk auf dem Raumschiff von Thor und Loki.
Thor war ebenfalls auf Reisen und weiß nichts vom „Civil War“. Ihm ist aber die Gefahr der Infinity-Steine bewusst und er kennt zumindest die Position des Äthers, der sich gerade beim Collector auf Knowhere befindet.

Wichtige Charaktere:
Thor, Loki, Bruce Banner/Hulk, Odin, Heimdall, Scrapper 142/Walküre, Hela, Surtur

Fun Facts:
Stan Lee höchstpersönlich schneidet Thor seine langen Haare ab und gibt somit seinen Segen über die neue Frisur.
Thor wird vom Hulk genauso umhergeschleudert wie Loki in „Marvel’s The Avengers“, Loki kommentiert dies natürlich.
Da es wohl keinen weiteren Hulk-Film mehr geben wird, entschieden sich die Produzenten, die Story „Planet Hulk“ in diesen Film miteinzubauen. In den Comics spielt „Planet Hulk“ während des „Civil War“ und hat größere Auswirkungen. Hier wurde der Hulk unfreiwillig von einer Gruppe Helden von der Erde geschickt und landete auf Sakaar. Er kämpfte dort ebenfalls als Gladiator, zettelte aber einen Aufstand an und wurde Herrscher von Sakaar. Als der Quinjet durch einen von den Superhelden platzierten Sprengkörper explodiert, schwört der Hulk Rache, fliegt in einem Raumschiff gemeinsam mit den anderen Gladiatoren zurück zur Erde und besiegt die Superhelden in der weiteren Story „World War Hulk“. Im Film ist wenig dieser Story zu sehen, der Hulk trägt aber immerhin sein Gladiatoren-Outfit aus „Planet Hulk“. Zudem verließ der Hulk im Film auf eigenen Wunsch die Erde.

Zitat:
„JA! So fühlt sich das an!“ -Loki

Fazit:
„Thor: Ragnarok“ ist schwer zu bewerten. Viele Elemente, die aus den beiden Vorgängern bekannt waren, wurden hier über Bord geworfen, es flossen Humor und hippe Musik ein und zudem bekommt Thor selbst auch optisch einige Veränderungen verpasst. Das kann man mögen, muss man aber nicht. Während bei den beiden „Guardians of the Galaxy“-Filme der Humor richtig platziert war und er von vornerein Teil der Reihe war, ist es hier bei Thor nicht nur ungewohnt, die Charaktere verhalten sich dadurch auch anders als zuvor. Zudem wird der Film als Übergang zum Infinity War genutzt, indem Asgard zerstört wird, der Hulk eingesammelt wird, Thors Hammer in Luft aufgelöst wird und nun alle in einem Raumschiff mit Kurs auf die Erde sitzen. Praktischerweise hat wohl Loki auch noch den Tesserakt eingepackt.
Ein leichter Film für zwischendurch, der zwar für sich alleine durchaus unterhaltsam ist, aber nicht mehr an das schöne Worldbuilding und die schön ausgearbeiteten Charaktere der beiden Vorgängerfilme herankommt. Vielleicht wird Thanos an diesem Zustand ja etwas ändern.





Handlung:
Zwei Monate nach den Ereignissen von „Captain America: Civil War“ ist Peter Parker alias Spider-Man enttäuscht: Zwar hat Tony Stark alias Iron Man ihm die Handynummer von Happy Hogan gegeben und Peter versichert, dass er sich bei ihm meldet, wenn eine Mission ansteht, doch niemand ruft Peter Parker an. So macht sich die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft im neuen, von Tony Stark entwickelten Anzug, auf und sucht sich seine eigenen Abenteuer. Leider möchte kaum jemand aus Queens Hilfe von Spider-Man, doch der junge Schüler gibt nicht auf. Seiner Tante May, bei der er wohnt, und seinen Mitschülern täuscht er weiterhin vor, dass er ein Praktikum bei Tony Stark macht und dadurch für viele Dinge wenig Zeit hat und dauernd erreichbar sein muss.
Eines Tages vereitelt Spider-Man einen Banküberfall, bei dem die Täter mit fremdartigen Energiewaffen ausgestattet sind, sorgt aber durch die Explosion einer dieser Waffe für die Zerstörung zweier Geschäfte. Spider-Man verfolgt die Gruppierung weiterhin und kann bei einer Waffenübergabe zwei der Täter in einen weiteren Kampf verwickeln und sogar ein Teil einer Energiewaffe an sich bringen, als er von einem Mann mit riesigen metallenen Flügeln überwältigt und in den Tiefen der Gewässer um New York fast ertrinkt. In letzter Sekunde wird er von Iron Man gerettet und an Land geschleppt. Tony Stark ist nicht persönlich in seiner Rüstung und teilt Peter über Funk mit, dass er sich nicht mit großen Verbrecherbossen anlegen soll, da solche Gegner eher etwas für die Avengers sind.
Peter Parkers Mitschüler, allen voran die hübsche Liz Allan-Toomes und die rebellische Michelle, sind ebenfalls missmutig, denn der Junge verweigert zunächst die Teilnahme an einem Wettbewerb in Washington aufgrund des vermeintlichen Praktikums bei Stark Industries. Sein Freund Ned bemerkt, dass Peter oft des nachts unterwegs ist und enttarnt ihn als Spider-Man. Fortan arbeiten Peter und Ned zusammen und können die Basis des mechanischen Geiers und seinen Handlangern in der Nähe von Washington ausmachen. So beschließt Peter, doch mit zu dem Wettbewerb zu gehen und dort als Spider-Man die Basis ausfindig zu machen, um Iron Man zu beweisen, dass er bereit ist.
Es kommt wie es kommen muss: Spider-Man wird erneut von Vulture, dem fliegenden Mann, besiegt und Peter verpasst den Wettbewerb. Ned versteckt indessen das Energieteil in seinem Rucksack, nichtsahnend, dass es eine Bombe ist, die schlussendlich in einer Explosion die komplette Schülergruppe in Lebensgefahr bringt. Spider-Man hat seinen großen Auftritt und kann alle Schüler einschließlich Peters Schwarm Liz retten. Anschließend nutzt Peter seinen neuen Mut und lädt Liz ein, ihn auf den Homecoming-Ball der Schule zu begleiten.
Doch das ist immer noch nicht genug für Spider-Man, er verfolgt ein weiteres Signal des Vultures auf eine Fähre nach Staten Island und mischt sich dort in die Machenschaften der Gangstergruppe ein. Obwohl Peter nun das Gesicht des Vultures sieht, einen älteren Herrn, der eine Abrissfirma betreibt, kann er nicht verhindern, dass Vulture mit einer Energiewaffe die komplette Fähre in zwei Teile zerschneidet und somit das Leben aller Passagiere gefährdet. Spider-Man versucht alles, um die Fähre mit seinen Spinnennetzen zusammenzuhalten, doch er scheitert. Erneut kommt Iron Man herbeigeflogen und rettet den Tag. Diesmal ist Tony Stark persönlich im Anzug und stinksauer, da Peter wiederholt gegen zu starke Gegenspieler angetreten ist und zudem viele Menschen gefährdet hat. Er nimmt den Spider-Man-Anzug wieder an sich und fliegt davon.
Als Peter Parker abends am Haus von Liz Allan-Toomes ankommt, und deren Vater Adrian Toomes sich als Fahrer anbietet, wird Peter bewusst, dass es sich bei Liz Vater um den Verbrecherboss Vulture handelt. Während der Autofahrt stellt Adrian Toomes durch die Erzählungen von Liz fest, dass es sich bei Peter Parker um Spider-Man handeln muss. Er bedroht den Jungen und gibt ihm eine letzte Chance, sich nicht mehr in seine Geschäfte einzumischen. Doch Peter ist weiterhin uneinsichtig, sucht sein altes, selbstgemachtes Spider-Man-Kostüm unter seinem Schulspint und versucht ein letztes Mal, mithilfe von Ned, aufzuspüren. Durch ein Telefonat mit Happy Hogan weiß Peter, dass der Avengers Tower gerade ausgeräumt wird und viele Ausrüstungen der Superhelden in einem Transportflugzeug transportiert werden. Toomes möchte dieses Flugzeug kapern und die Ausrüstungen stehlen. Spider-Man begibt sich ebenfalls an Bord und so kommt es zur Auseinandersetzung der beiden Gegenspieler, in denen Spider-Man sich letzten Endes gegen Vulture durchsetzen kann und ihm sogar das Leben rettet. Zurück in der Schule verabschiedet sich Liz Allan-Toomes, die aufgrund der Verhaftung ihres Vaters nun wegzieht. Michelle bietet Peter ihre Freundschaft an, wenn er sie von nun an M.J. nennt.
Happy Hogan und Tony Stark danken Peter für seinen Einsatz, gestehen ein, ihn unterschätzt zu haben und bieten ihm einen Platz im neuen Hauptquartier der Avengers und einen neuen Spider-Man-Anzug an. Peter Parker lehnt dies alles ab, da er lieber weiterhin Queens beschützen möchte.
Als Peter zurück in Tante Mays Wohnung kommt, findet er sein erstes Kostüm von Tony Stark vor und eine überraschte May, die feststellt, dass ihr Neffe Spider-Man ist.

Bezug zur Kontinuität:
Die Ereignisse des ersten „Avengers“-Films sorgten dafür, dass mehrere Alien-Artefakte in ganz New York verteilt wurden und unter anderem von Adrian Toomes eingesammelt und untersucht wurden. Stark Industries übernahm nachträglich das Aufräumen nach der Schlacht von New York, sammelte die Artefakte ein und ist somit auch mehr oder weniger Nutznießer der Aufbauarbeiten in New York.
Ned Leeds und May Parker kennen die Identität von Spider-Man. Adrain Toomes kennt sie ebenfalls, verschweigt es aber im Gefängnis den Insassen, da Peter Parker ihm das Leben gerettet hat.
Die Avengers haben nun ein neues Hauptquartier, mehrere Quinjets starten von dort. Tony Stark hat den ursprünglichen Avengers-Tower verkauft. Spider-Man soll als neues Mitglied der Avengers vorgestellt werden und bekommt von Stark einen weiteren Anzug angeboten. Peter Parker lehnt aber beides ab. In Infinity-War werden wir Spider-Man wahrscheinlich trotzdem im neuen Anzug sehen.
Steve Rogers wird zwar in Lehrvideos weiterhin als Captain America präsentiert, doch ein Lehrer sagt den Schüler, dass er mittlerweile vermutlich als Kriegsverbrecher gilt. Die Auswirkungen von Civil War sind somit also noch vorhanden.

Wichtige Charaktere:
Peter Parker/Spider-Man, May Parker, Ned Leeds, Adrian Toomes, Liz Allan-Toomes, Michelle/M. J., Happy Hogan, Tony Stark/Iron Man, Pepper Potts

Fun Facts:
Stan Lee schaut aus einem Fenster, während Spider-Man einen vermeintlichen Autodieb festnehmen will und beschimpft ihn.
Happy Hogan trägt seit 2008 Tony Starks Verlobungsring bei sich, Tony hat Pepper aber immer noch keinen Antrag gemacht.
Steve Rogers ist in mehreren Clips als Captain America zu sehen und wird zur Karikatur seiner selbst, indem er zum Beispiel Schüler darüber informiert, dass Nachsitzen eine schlechte Sache ist und dass sie sich im Sportunterricht mehr anstrengen sollen. In der After-Credit-Scene spricht er sogar den Zuschauer direkt an und sagt, dass Geduld zwar eine Tugend ist, sie aber oft auch ärgerlich ist und macht dadurch klar, dass das komplette Anschauen der Credits hier Zeitverschwendung war. Im Anschluss fragt er direkt, wie viele der Clips er eigentlich noch drehen soll.
In den Comics des „Amazing Spider-Man“, die auch zu Zeiten des „Civil War“ spielen, macht Peter Parker vor Beginn des Civil War ebenfalls ein Praktikum bei Tony Stark und bekommt von diesem ebenfalls einen neuen Anzug, den Tony nicht nur gebaut und mit Gadgets ausgestattet hat, sondern auch kontrollieren kann. Während der Ereignisse von Civil War in den Comics bekommen sich aber Spider-Man und Iron Man stark in die Wolle, was nicht nur in einem längeren Kampf zwischen den beiden Helden im technisierten Anzug endet, sondern auch darin, dass Peter wieder in seinem ursprünglichen Anzug seine Netze spinnt. Hier im Film entschied man sich für eine andere, aber trotzdem an die Comics angelehnte Story.

Zitat:
„Ein toller Homecoming-Ball! Ich hänge draußen, an einem unsichtbaren Jet und kämpfe gegen den Dad meiner Freundin!“ -Peter Parker

Fazit:
„Spider-Man: Homecoming“ hat es sehr schwer, da der Film wohl permanent mit sämtlichen anderen Spider-Man-Filmen verglichen werden wird. Zunächst einmal ist der Film Teil des MCU und spielt somit in einer Welt, in der die Bewohner New Yorks bereits einige Superhelden wie Iron Man oder Thor kennen und einen Alien-Angriff durchlebt haben. Dadurch reagieren sie auch glaubhaft ernüchternd auf den eher unscheinbaren Spider-Man. Auch der Gegenspieler Vulture ist ein ziemlich geerdeter Bösewicht, der seine Motive deutlich aus materieller Sicht begründet. Eine epische Geschichte mit einem noch epischeren Gegenspieler kann hier nicht erwartet werden. In Sam Raimis Trilogie war Spider-Man beispielsweise in der Filmwelt der einzige Superheld und konnte dadurch ganz anders dargestellt werden.
Spider-Man ist in diesem Film und somit im MCU zunächst klar unter den vier Hauptcharakteren Iron Man, Hulk, Thor und Captain America positioniert, kann aber seine Stärken durch andere Dinge ausspielen. Somit wird hier dem Zuschauer eine bodenständige Geschichte erzählt, die aber dadurch sehr gut nachvollziehbar und näher an der Mitte der Gesellschaft orientiert ist. Ein Vergleich mit Ant-Man ist hier sehr passend, den ebenfalls weitaus irdischere Probleme plagen als die Avengers.
In vielen kleinen Details wird hier zudem deutlich, wie viel Spaß es den Autoren gemacht hat, endlich den beliebten Peter Parker in das MCU einzubauen. Peter führt während seinen Spinnereien viele Selbstgespräche, beharkt seine Gegner mit Sprüchen, übernimmt sich in viele Situationen aber kann schlussendlich durch seinen Willen doch noch den Sieg nach Hause holen.
Dieser Film stellt die Werte dar, für die der Held Spider-Man schon immer stand, und macht dadurch einen guten Job. Es ist herrlich, nun der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft gemeinsam mit den großen Jung beim Spielen zuzuschauen und die nächsten Filme werden zeigen, inwieweit er auch außerirdische Konflikte meistert.

nächster Film-Rewatch (Thor: Ragnarok)



Handlung:
Während der kleine Groot, ein Spross des sprechenden Baumwesens Groot, gerade mit dem Song „Mr. Blue Sky“ die Weiten des Weltalls beschallt, verteidigen die übrigen Guardians of the Galaxy die hochexplosiven, energiereichen Batterien der Sovereigns vor einem großen Weltraumbestie. Nach ihrem Sieg erhält die Truppe um Star Lord Peter Quill die flüchtige Nebula, Tochter von Thanos und Schwester von Gamora als Belohnung und steigt zurück in ihr Raumschiff. Was die Guardians nicht wissen: der sprechende Waschbär Rocket hat einige der Batterien entwendet und möchte sie weiterverkaufen. Grund genug für die Sovereign, das Schiff der Guardians zu verfolgen und ein Kopfgeld auf sie auszusetzen. Als urplötzlich die Laserstrahlen der Sovereign-Jäger die Guardians erreichen, entbrennt ein Streit zwischen Peter Quill und Rocket, Drax der Zerstörer muss in einem Außeneinsatz das Schiff verteidigen und die Gruppe landet mit Mühe auf einem Waldplaneten, wo sie in letzter Sekunden von einem seltsam wirkenden Raumschiff gerettet werden. Der Pilot namens Ego entpuppt sich als Vater von Peter Quill. Er war lange auf der Suche nach ihm, hört jedoch davon, dass ein Mensch einen Infinity-Stein mit bloßen Händen halten konnte und möchte seinen Sohn mit zu seinem Heimatplaneten nehmen. Da innerhalb der Gruppe sowieso Streit herrscht, beschließen Rocket und Groot, die Gefangene Nebula zu bewachen und das Schiff der Guardians wieder zu reparieren, während Drax und Gamora sich entscheiden, Peter und seinen Vater zu begleiten. Sie lernen ebenfalls die Außerirdische Mantis kennen, die mit ihren psionischen Fähigkeiten die Gefühle anderer Lebewesen fühlen kann und außerdem Ego dabei hilft, nachts zu schlafen, da er in großer Sorge um seine Erbschaft ist.
Ego heißt seine Gäste auf seinem namensgebenden Planeten Ego willkommen und offenbart ihnen, dass er selbst der Planet ist, seine menschliche Hülle nur ein Teil des Planeten darstellt und ihm das Reisen erlaubt. Da er sich nach Jahrtausenden einsam gefühlt hat, schuf Ego seinen Menschenkörper, reiste im Weltall umher und lernte Peters Mutter kennen. Außerdem pflanzte er auf der Erde einen kleinen leuchtenden Sprössling. Peter hat, solange er sich auf dem Planeten befindet, besondere Fähigkeiten und kann durch seine Gedanken Dinge aus der Energie des Planeten formen und sie kontrollieren. Während Drax ein paar romantische Momente mit Mantis erlebt, ahnt Gamora, dass etwas auf dem Planeten Ego ganz und gar nicht in Ordnung ist und streift alleine durch die Wildnis des wunderschönen aber leblosen Planeten.
Indessen bekommen Groot, Rocket und Nebula auf dem Waldplaneten Gesellschaft der Ravager-Gruppe unter Führung von Yondu Udonta. Zwar kann Rocket mithilfe einiger Gadgets sich gegen die Überzahl an Feinden zur Wehr setzen, doch der fliegende Pfeil, den Yondu mit einer, auf seinem Kopf montierten, mechanischen Kimme und seinen Gedanken steuert, kann Rocket besiegen. Als Yondu den Ravagern klar macht, dass er nur die von Rocket gestohlenen Batterien zurück zu den Sovereign bringen will und Rocket und Groot nicht ausliefern will, zettelt seine Crew eine Meuterei an und es kommt zur Auseinandersetzung unter den Ravagern. Nebula, die sich mittlerweile befreit hat, nutzt das Durcheinander, zerstört Yondus mechanische Kimme und sorgt für die Gefangennahme von Yondu, Rocket und Groot. Sie überredet die Ravager, ihr einen Jäger zur Verfügung zu stellen und fliegt zum Planeten Ego.
An Bord des Ravager-Schiffes gelingt es dem kleinen Groot nach mehreren Fehlversuchen, eine neue Kimme für Yondu zu besorgen. Rocket, Yondu und Groot schließen sich zusammen gegen die Ravager Crew, zerstören fast das komplette Schiff und fliehen in ein abgedocktes Teilschiff. Als Yondu von Rocket erfährt, dass Peter Quill nun bei Ego ist, macht er sich zu dessen Planeten auf.
Des Weiteren kommt eine schockierende Wahrheit ans Licht: Ego beauftragte die Ravager-Crew von Yondu in der Vergangenheit, Kinder von mehreren Planeten zu entführen, die Ego mit außerirdischen Frauen in die Welt gesetzt hat. Da keiner der Kinder Egos Ansprüchen genügte, brachte er sie alle um. Nachdem Yondu davon Wind bekam, weigerte er sich, Peter Quill an Ego auszuliefern und nahm ihn stattdessen in die Ravager-Crew auf. Da die anderen Ravager-Gruppen Yondu als Kinderhändler ächteten, schlossen diese ihn und seine Crew aus der Gemeinschaft aus. Sollte Yondu sterben, gibt es kein Ravager-Begräbnis für ihn.
Nebula trifft in den Savannen des Planeten Egos auf ihre Schwester Gamora und die beiden Frauen liefern sich ein hartes Duell, fallen in eine tiefe Höhle und begraben letzten Endes ihren langjährigen Streit. In der Höhle entdecken sie jedoch auch einen weiteren erschreckenden Teil der Wahrheit: ein riesiger Berg von Skeletten offenbart die Leichen der Kinder Egos, die er dort vergraben hat.
Peter Quill wird mittlerweile von Ego weiterhin unterrichtet, seine neuen Kräfte zu nutzen und die Wahrheit wird weiter ausgebaut: Ego hat nicht nur auf vielen Planeten Kinder auf die Welt gebracht, sondern auch Sprösslinge gepflanzt. Er möchte nicht mehr nur ein Planet sein, sondern überall sein. Um die Sprösslinge zum Leben zu erwecken und somit die ganze Galaxie zu zerstören, braucht er aber Peters Kräfte. Als er seinem Sohn letztendlich auch gesteht, dass er für die Krankheit von Peters Mutter verantwortlich ist, da er sie beseitigen wollte, weigert sich der Star Lord, seinem Vater zu helfen. Ein Kampf zwischen den beiden mächtigen Männern entbrennt.
Im Hintergrund der Ereignisse treffen Yondu, Groot und Rocket mit ihrem Raumschiff auf dem Planeten ein, Mantis und Drax stoßen zur Gruppe hinzu, Nebula und Gamora kehren aus der Höhle zurück. Mantis erklärt den Guardians, dass Ego ein Herz im Zentrum des Planeten hat, das zerstört werden kann. Rocket möchte das Herz mit den Batterien der Sovereign sprengen, welche sich allerdings von diesen orten lassen. Und so mischt auch noch eine Staffel Jäger der Sovereign im Kampf um Ego mit, in dem Star Lord mit seinen neuen Kräften einen riesen Pac-Man erschafft, Yondu als Marry Poppins an seinem Pfeil zu Boden schwebt und alle Guardians überall nach Klebeband suchen. Die Bombe, mit der das Herz Egos zerstört werden kann, muss durch so kleine Schächte transportiert werden, die nur der kleine Groot erreichen kann. Mit vereinten Kräften können sich die Guardians gegen die Übermacht an Sovereigns und die Macht des kompletten Planeten Egos zur Wehr setzen. Als die Bombe kurz vor der Explosion ist und Ego von Peter Quill daran gehindert wird, diese zu deaktivieren, müssen die Helden Peter schweren Herzens zurücklassen. Nur Yondu Udonta kehrt zurück, fliegt durch die riesige Explosion, die Ego zerstört und rettet seinen Ziehsohn Peter, indem er diesem den letzten Raumanzug überstreift und selbst ohne Sauerstoffversorgung Peter in den Weltraum zieht. In seinen letzten Momenten gesteht Yondu, dass dies das erste gute ist, dass er in seinem Leben getan hat und blickt Peter ein letztes Mal in die Augen.
Traurig und mit dem Song „Father and Son“ auf den Ohren, beerdigen die Guardians Yondu im Weltall und decken ihn in den Ravager-Farben ein. Plötzlich sehen sie eine ganze Armada an Ravager-Raumschiffen im All, die ein Feuerwerk in allen Farben zünden. Rocket hat ein Signal auf allen Frequenzen gesendet und Yondus gute Tat verbreitet und so bekommt Yondu doch noch seine verdiente Ravager-Beerdigung. Mit Tränen in den Augen gesteht Peter, dass er seinen Vater all die Jahre gesucht hat, jedoch nie gemerkt hat, dass er diesen eigentlich in Yondu immer hatte.
Durch diesen Verlust gezeichnet, versöhnen sich die Guardians wieder, einzig Nebula macht sich alleine auf, Thanos zu suchen, der ihren Körper genetisch verändert hat und nun ihre Rache spüren soll.

Bezug zur Kontinuität:
Auf der Erde entwickelte sich der Sprössling zu einer großen Erdlawine, die jedoch durch die Guardians aufgehalten wurde. Die Folgen der Lawine wurden nicht gezeigt, jedoch sollte dies weitere Folgen für die Bedeutung außerirdischer Bedrohungen auf die Gesellschaft haben.
Yondu Udonta ist nun tot, die Guardians sind nun aber auserkorener Feind der Sovereigns deren Herrscherin bereits „Adam“ entwickelt, ein eventueller zukünftiger Gegner der Gruppe.
Nebula ist auf der Suche nach Thanos, die Guardians könnten ihr Folgen und letztendlich die Erde erreichen, da dieser wiederrum auf der Suche nach den Infinity-Steinen ist.
Die Watcher werden hier erstmals gezeigt, es sind Wesen, die die Geschehnisse stets beobachten aber in der Regel nicht eingreifen. Stan Lee sitzt in einer Szene bei ihnen und erzählt davon, dass bei FedEx gearbeitet hat. Da Stan Lee bei „Captain America: Civil War“ als FedEx-Fahrer zu sehen war, und den Watchern noch von seinen weiteren Erlebnissen erzählen will, liegt hier nahe, dass Stan Lee von Anfang an ein Informant der Watcher war und somit für diese alle Helden des MCU ausspioniert. Somit wird seine Rolle in den Filmen logisch erklärt und sogar in die Handlung eingebaut.

Wichtige Charaktere:
Peter Quill/Star-Lord, Gamora, Rocket Racoon, Groot, Drax, Yondu Udonta, Nebula, Ego, Mantis

Fun Facts:
Stan Lee sitzt in einem Raumanzug bei den Watchern und erzählt von alle seinen Erlebnissen im Laufe der Rahmenhandlung.
In den Comics war Yondu einer der ursprünglichen Guardians. In einer letzten Szene sind mehrere Ravager-Anführer zu sehen. Diese sind alle ursprüngliche Guardians-Charaktere aus den Comics und somit für Fans der ersten Stunde ein besonderes Geschenk.
Peter Quill zeigte als Kind seinen Mitschülern immer ein Foto von David Hasselhoff und behauptete, dass er sein Vater ist. Ego verwandelt sich in einer Szene kurz in ein Abbild von Hasselhoff. Im Abspann wirkt Hasselhoff bei dem Song „Guardians Inferno“ mit. Diesen Song gibt es noch einmal komplett als offizielles Musikvideo, bei dem nicht nur Hasselhoff, sondern viele der Schauspieler und Regisseur James Gunn zu sehen sind.

Zitat:
„Manchmal merkt man nicht, dass das, wonach man sein Leben lang gesucht hat, direkt vor einem lag.“ -Peter Quill

Fazit:
„Guardians of the Galaxy Vol. 2“ ist eine gekonnte Weiterentwicklung seines Vorgängers. Er zeigt aber nicht mehr vom Gleichen, sondern erzählt eher eine sehr persönliche Geschichte mehrerer Charaktere. Im Fokus stehen ganz klar Peter Quill und sein Vater Ego sowie sein Ziehvater Yondu, aber auch die Schwestern Gamora und Nebula. Nebenher darf Drax den Verlust seiner Familie endgültig verarbeiten und neue Hoffnung in Mantis finden, während Rocket weiterhin eine Art Vater für den kleinen Groot ist. Auch Groot wächst über sich hinaus, indem er die Entscheidung, allein die Bombe zu überliefern, selbst trifft und sich von Rocket entfernt. Alle Charaktere haben hier ihre Momente und entwickeln sich kontinuierlich weiter.
Mit Ego existiert hier auch ein starker Antagonist, der auch schon im ersten Moment seiner Erscheinung beim Zuschauer das Gefühl erzeugt, dass etwas nicht stimmt. Einfühlsame Szenen zwischen Peter und Ego werden zunächst eingesetzt um später in einem wutentbrannten Kampf zu enden. Der heimliche Star des Films ist allerdings Yondu, der letztendlich Peter klar macht, dass er seinen magischen Pfeil nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen steuert. Peter setzt den Ratschlag um und kann seine Kräfte fortan so gut kontrollieren, dass er Ego bezwingt.
Ein weiterer Star des Films ist natürlich die Musik, die auch hier wieder tragendes Element ist. Die Anfangssequenz ist durch die mutige und gleichzeitig geniale Entscheidung des Regisseurs James Gunn, den Kampf zwischen den Guardians und der Weltraumbestie in den unscharfen Hintergrund zu verlagern, während im scharfen Vordergrund nur der kleine Groot zu sehen ist, der zu „Mr. Blue Sky“ tanzt, während die Credits laufen, im wahrsten Sinne des Wortes ganz großes Kino. Diese Szene alleine hebt die Musik von vornerein schon über die Handlung.
Der Song „Brandy, you’re a fine girl“ wird als tragendes Element verwendet, um die Beziehung zwischen Peters Mutter und Ego zu erklären und gleichzeitig ihre Liebe zur Musik zu zeigen.
Die stärkste Bedeutung hat aber wohl, auch nach Aussage von James Gunn, der Song „The Chain“, der im Film gleich zweimal zu hören ist: Beim ersten Mal trennen sich die Guardians, zu der Songzeile „…and if you don’t love me now, you will never love me again, I can still hear you sayin‘: you would never break the chain…“. In einer Szene gegen Ende, in der Peter endlich die Kraft findet, Ego zu besiegen und alle Guardians sich wieder als Gruppe zusammenschließen, ertönt der Song erneut mit der Zeile „…chain keep us together…“. Eine Ode an die Musik und ein gutes Beispiel, wie gekonnt man einen Song in einen Film einbauen kann.
Wie auch schon im ersten Teil schafft der Film es, tragische Charaktere und dessen Hintergrundgeschichte in sehr humorvolle Szenen einzubauen. Der Film trägt das Herz am rechten Fleck, und das merkt man ihm in jeder Szene an.
Doch auch ein weiterer Held, der schon ganz nervös in Queens hin und her schwingt, hört Musik und möchte bald aus seinem Schatten treten.

nächster Film-Rewatch (Spider-Man: Homecoming)