Früher, als ich noch jung war
Ich gebe zu, ich bin nahezu ein Star-Wars-Fan der ersten Stunde. In den 80ern geboren und in den 90ern alt genug, schaute ich die originale Trilogie auf Videokassette am heimischen Fernseher und war total begeistert. Nur wenige Jahre später hatte ich das Glück, alle Filme in der Special Edition noch einmal im Kino erleben zu dürfen. Auch wenn es heute viele Nerd-Diskussionen à la "Han shot first." gibt, so werde ich trotzdem nie vergessen, diese Klassiker auf der großen Leinwand gesehen zu haben. Groß war dann die Freude auf die Prequel-Trilogie mit den Episoden 1, 2 und 3, die ich mir zunächst noch als Jugendlicher und abschließend als Student angeschaut habe. Ich war damals zwar schon alt genug, dass ich vor allem mit Episode 2 unzufrieden war, aber die Filme waren für mich trotzdem passend und zerstörten mir nicht die Original-Trilogie. Vor ein paar Jahren kam Episode 7 in die Kinos, und vor ein paar Tagen habe ich nun Episode 9 gesehen. Und ich muss sagen, mir fällt hier ein Zitat einer aktuell sehr bekannten Aktivistin ein: "Ihr habt mir meine Kindheit gestohlen."

Wie komme ich darauf? Hierzu muss ich etwas ausführlicher werden und euch natürlich warnen. Dieser Artikel enthält Spoiler und zwar zu allen neun Star Wars Filmen. Wer also Episode 9 noch nicht gesehen hat... ach, ihr wisst schon was ich meine.

Wirtschaft, Politik und Intrigen in Episode 1, 2 und 3
Nun werden wir mal ausführlich und fangen mit der Prequel-Trilogie an. Die zentrale Figur war hier der spätere Imperator Palpatine. Ich möchte nun auch gar nicht weiter auf die Helden oder Nebenschauplätze oder gar die Macht eingehen, sondern lediglich die Logik von Palpatines Plan und die in den Filmen dargestellte Ausführung dieser beschreiben:
In Episode 1 spielt Palpatine ein doppeltes Spiel mit einer Handelsförderation, sorgt dafür, dass diese sehr mächtig wird und überall durch Droiden-Armeen Planeten besetzen. Diese Förderation wurde jahrelang von Palpatine unter dem Decknamen Darth Sidious unterstützt. Zwei Jedis decken zufällig auf einer Mission eine unzulässige Handelsblockade auf Naboo auf und besiegen mithilfe der Naboo-Bevölkerung in einem harten Kampf dann eine einzige Droiden-Armee. Erst darauf hin versteht die Republik, dass sie eingreifen muss, um der Förderation Einhalt zu gebieten. Senator Palpatine offenbart den Politikern, dass er im Hintergrund seit Jahren Klone züchtet. Diese werden als Notfallplan vom Senat gebilligt und gegen die Droiden dann in Episode 2 eingesetzt. Der Senat übergibt außerdem den Jedi-Rittern die jeweilige Leitung der Streitkräfte.
Als dann die Klonkriege, die Palpatine bewusst auf beiden Seiten verursacht hat, in Episode 3 ihren Höhepunkt erreichen und Anakin Skywalker dann bekehrt wird, offenbart sich Palpatine der Bevölkerung und dem Senat als neuer Imperator, weist den Jedis die Schuld zu und aktiviert die Order 66. Die Klone richten sich gegen die Jedi und rotten diese beinahe komplett aus. Palpatine wird legitimer Herrscher, das Volk feiert ihn am Ende von Episode 3. Die Klone werden die danach bekannten Sturmtruppen, die Rekrutierung weiterer Soldaten folgt, das Imperium erblüht, Darth Vader wird erschaffen.
Egal was man von der Prequel-Trilogie als Filme hält, diese Logik ist bezüglich auf die Ressourcen, die Wirtschaft und eben auch die Politik schlüssig erklärt und nachvollziehbar. Alles ergibt Sinn und jeder, der die Filme gesehen hat, weiß, wie der Status Quo vor Beginn von Episode 4 zustande kommt.

Der Aufstieg der Rebellion und der Sturz des Imperiums in Episode 4, 5 und 6 
Nun sind wir in der Original Trilogie: Hier ist das Imperium komplett an der Macht, da es alle Strukturen der alten Republik übernommen hat, nur dass jetzt eben Palpatine als Imperator herrscht und die Jedi weg sind. Die Rebellen haben eine geheime Basis und müssen immer wieder den Planeten wechseln, um nicht aufzufliegen. Palpatine baut jahrelang einen Todesstern, dieser wird dann gegen Alderaan eingesetzt und erst nach dieser brutalen Tat sehen weite Teile der Bevölkerung ein, dass jemand gegen Palpatines Imperium vorgehen muss, die Rebellion bekommt mehr Anhänger.
Der Aufstieg von Luke Skywalker geschieht hier auch eher als Nebenschauplatz, von seiner Jedi-Ausbildung bekommt keiner etwas mit, er ist weiterhin Pilot, zerstört mit Glück den Todesstern, hat auf Hoth die Idee, einen Walker mit dem Seil zu umwickeln und zerstört dann auch nochmal mit Glück einen Walker mit einer Granate. Luke war nie der große Held in den ersten beide Filmen. Im dritten Teil stellt er sich dann Vader alleine, auch das war nicht legitimiert von den Rebellen, eigentlich sollte er mit den anderen in einem Bodeneinsatz den Schild des zweiten Todessterns zerstören.
Auch hier vergehen Jahre zwischen den Filmen, in denen viel passiert: der zweite Todesstern wird lange gebaut, ist zu Anfang des Films auch noch nicht fertig, die Rebellen erfinden immer bessere Schiffe, in Episode 4 gibt es nur X-Wings und Y-Wings, später kommen erst B-Wings und A-Wings dazu. Auf beiden Seiten findet zwischen den Filmen immer ein Wettrüsten statt. Als dann der zweite Todesstern zerstört ist, die Schlacht fand übrigens ohne das Eingreifen von Luke statt, müssen die Rebellen sich nach der Handlung trotzdem noch um die Splittergruppen der Flotte kümmern. Auf allen Planeten wird die Botschaft weiter gegeben, dass der Imperator tot ist, die Hauptflotte wurde besiegt und nun gehen die Leute auf die Barrikaden und stürzen das Imperium, das Zeitalter der neuen Republik beginnt.

Zwischenspiel Expanded Universe (heute auch als Legends bekannt)
Ich war damals wie schon erwähnt ein Kind und habe unzählige Bücher und Comics gelesen, in denen die Geschichte von Luke, Han und Leia weitererzählt wird. Jahre später las ich die News, dass es nun drei weitere Star Wars Filme gibt und ich war total von den Socken. Mein Lieblings-Universum bekommt nun doch noch drei weitere Filme. Begeistert von den ganzen Geschichten aus den Büchern über die neue Republik, die Jedi-Schule von Luke Skywalker und den interessanten Charater Mara Jade, war ich sehr gespannt auf die neuen Filme. Doch dann folgte der Schock: Alle Bücher wurden nicht mehr als Teil des offiziellen Kanons gewertet, die Filme möchten eine eigene Story erzählen. Ich ließ mich trotzdem darauf ein. Dies stellte sich als Fehler heraus. Kommen wir aber zur neuen Trilogie.

Unverständnis, Plott-Löcher und wenig Logik (ab hier Spoiler zu Episode 7, 8 und 9)
Im Gegensatz zum Expanded Universe hat man sich für einen anderen Status Quo entschieden. Es sind soweit ich weiß 30 Jahre vergangen, zu Beginn von Episode 7 wird nicht wirklich erklärt, was dazwischen geschehen ist, ich versuche es aber trotzdem einigermaßen sinnvoll oder sinnlos zusammen zu fassen:
Es gibt eine Republik und die erste Ordnung, das ist eine Splittergruppe des alten Imperiums. Die Republik ist aber auf einem pazifistischen Trip und möchte die erste Ordnung nicht militärisch bekämpfen. Warum nicht? Das wird mir als Zuschauer nicht erklärt.
Die erste Ordnung schafft es, auf einem Planeten eine Station zu bauen, die mit einem Laserstrahl mehrere Planeten zerstören kann. Gut, das wäre logistisch möglich, da sich die Republik keine Sorgen darum gemacht hat.
Luke Skywalker hat eine Jedi-Schule eingerichtet. Ben, der Sohn von Han und Leia geht dort auch hin, Luke hat eine Vision, dass dieser böse wird und möchte ihn töten. Er schafft es nicht, Ben flüchtet und Luke zieht sich zurück, die Jedi-Schule wird geschlossen. Wo sind nun alle Jedi-Schüler? Es gibt laut Episode 7 auch die "Knights of Ren", also auch böse Jedi, mit denen Ben, der sich nun Kylo Ren nennt, umherzieht. Wo sind diese in den Filmen?
Die Republik macht sich, obwohl die Jedi-Schule von ihnen legitimiert war, keine Sorgen, dass nun zig Jedi mit Machtfähigkeiten durch die Galaxie reisen, einer ist nun im Dienste der ersten Ordnung unterwegs. Klar, ist ja auch nichts gefährliches. Leia bildet einen Widerstand und versucht immerhin, die erste Ordnung zu bekämpfen, die Republik unterstützt sie dabei nicht. Wieso nicht? Auch das wird mir nicht erklärt.
Die erste Ordnung zerstört mit einem Schuss aus der Laserwaffe laut Film alle Planeten oder zumindest die Kernwelten der Republik. Es wird gesagt, die Republik gäbe es nun nicht mehr. Wieso? Es gibt doch noch viele andere Planeten. Trotzdem schließt sich nach dieser Aktion keiner dem Widerstand an oder unterstützt diesen zumindest finanziell.
Die junge Schrottsammlerin Rey wird gefunden, hat anscheinend ziemlich starke Machtfähigkeiten und kann nun ohne Training mit einem Lichtschwert kämpfen. Sie besiegt fast Kylo Ren, der eine jahrelange Ausbildung bei Luke hatte und seit Jahren alleine durch die Welten zieht und Leute mit seinen Machtfähigkeiten bekämpft. Luke hingegen hat bei Yoda trainiert und trotzdem kaum eine Chance gegen Vader gehabt beim ersten Duell, beim zweiten gewinnt er nur, weil Vader Reue zeigt und sich gegen den Imperator wendet. Rey sucht Luke und findet ihn, in der Zeit versucht der Widerstand vor der ersten Ordnung zu fliehen.
Die komplette Episode 8 (man könnte den Film auch "Sinnlos im Weltall" nennen,) dreht sich nur um diese Flucht, zu Beginn wird gesagt, dass nach dem Angriff auf einen einzigen Sternzerstörer nun außer Poes Jäger nahezu alle Jäger zerstört wurden, was wir in Episode 8 sehen ist laut Film das einzige, was übrig geblieben ist vom Widerstand. Am Ende des Films retten sich alle Überlebenden in den Falken und fliegen davon.
Zu Beginn von Episode 9, der ein paar Jahre später spielt, hat sich der Widerstand etwas aufgerüstet, es gibt aber auch sichtbar nur 20-30 Jäger und ein paar Kreuzer. Auf den Ruf am Ende von Episode 8 hat keiner reagiert. Sie finden nun heraus, dass der Imperator wieder lebt, Lando fliegt einmal mit dem Falken durch die Kernwelten hindurch, (übrigens auch jene, die in Episode 7 vernichtet wurden,) und sofort bringt er hunderte von Schiffen mit in den Kampf gegen die erste Ordnung.
Bei der ersten Ordnung gibt es im Gegenzug keine sichtbaren Aufrüstungen. Kylo Ren hat Snoke getötet und ist nun Supreme Leader, obwohl er mehr oder weniger noch ein Kind ist, jeder hört auf ihn, obwohl er nicht wirklich wie ein strategischer Befehlshaber wirkt. Er findet durch den geistigen Kontakt zum Imperator die große verborgene Flotte und setzt sie nicht wirklich ein, da er diese Sitz-Kristalle braucht für...was? Vielleicht habe ich doch während des Films geschlafen?
Rey hingegen braucht die Kristalle, um den Imperator zu finden, hierzu findet sie einen Sith-Dolch, der in aufgeklappter Form exakt einem Teil der abgestürzten Form des zweiten Todessterns ähnelt, und das, obwohl der Kristall im Thronsaal des Imperators war, ein Platz, den man durchaus auch auf eine andere Art hätte finden könne. (Das muss den Autoren erst einmal jemand nachmachen.)
Der Imperator will Kylo Ren zunächst die Macht übertragen, Ren dagegen will ihn lieber gemeinsam mit Rey stürzen, die anderen militärischen Befehlshaber mischen sich da nicht ein, es geht ja nur um hunderte Sternzerstörer, die anscheinend von Sith-Klonen geflogen werden und per Remote gesteuert werden können von einem Schiff aus. Nur ein einziger Offizier verrät Kylo Ren, gibt aber lediglich einen Standort weiter und befreit die Helden auf dem Schiff. (Er hätte auch gegen Ren intrigieren können, aber anscheinend hätte das nicht zur Handlung gepasst.)
Am Ende stirbt der Imperator dann doch, die Sith-Flotte stürzt ab da die Remote-Sache nicht mehr funktioniert und Ren ist tot. Die erste Ordnung ist aber immer noch da, der Widerstand auch. Wer ist eigentlich hier die Regierung der Planeten? Haben die Bewohner der Galaxie nun überhaupt etwas mitbekommen von dieser Schlacht? Augenscheinlich schon, denn überall wird gefeiert, wie schon nach Episode 6.

Traurige Abgänge und Fazit
Und genau hier liegt mein Problem: Eigentlich hat sich seit Episode 6 nichts weiterentwickelt. Es ist nichts passiert, außer dass alle unsere Helden der Kindheit, bis auf Lando und Chewie einen lächerlichen Abgang hatten, den von Leia fand ich nachträglich noch am besten inszeniert. Hier war es Pech, dass die Schauspielerin nicht mehr zur Verfügung stand, sonst hätte man es bestimmt schöner gelöst.
Aber unterm Strich kann ich diese neuen Filme nicht verstehen, da sie mir einfach an allen Ecken nicht logisch erscheinen. Es ist auch überall zu sehen, dass hier kein kompletter Plan für eine Trilogie vorlag, sondern von Film zu Film geplant wurde. Episode 7 wird teilweise von Episode 8 negiert oder sogar ins Lächerliche gezogen. Genau das macht dann Episode 9 nochmal mit Episode 8. In manchen Szenen dachte ich tatsächlich, dass ich mir hier eine Parodie anschaue. Aber vielleicht bin ich auch nicht mehr die Zielgruppe.
Man kann aber Star Wars auch als Welt verstehen ohne die Sequel-Filme, denn sie erzählen keine neue Geschichte und lösen auch nichts aus den alten Filmen auf. Gar nichts. Daher brauche ich diese drei Filme nicht. Leider ist mir aber nun auch die Lust an Star Wars komplett vergangen. Das ist bestimmt nicht von Dauer, aber es ist einfach traurig. Die Filme haben mir nun ein Stück meiner Kindheit genommen.
Übrigens haben nicht alle bis Episode 9 durchgehalten. Ich zitiere abschließend noch einen Kollegen, der nach Episode 8 im Kino zu mir sagte: "Bevor ich diesen Film gesehen habe, habe ich mir jeden Star Wars Film mehrfach begeistert angeschaut. Nun, nach diesem Film, werde ich mir keinen einzigen mehr anschauen."
Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung, The Mandalorian soll ja gut sein. In diesem Sinne: Möge die Macht mit euch sein.

Handlung:
Eine Woche nach den Ereignissen von Captain America: Civil War trauert Prinz T’Challa immer noch um seinen Vater T‘Chaka. Er ist gemeinsam mit General Okoye in Nigeria unterwegs, um seine ehemalige Geliebte Nakia von einer Undercover-Mission zurückzuholen. Anschließend fliegen die drei nach Wakanda, ein technisch hochentwickelter Staat im Herzen Afrikas, der mithilfe eines Tarnschildes vor fremden Augen verborgen bleibt. T’Challa wird von seiner Mutter Ramonda empfangen. Er ist der aktuelle Black Panther, Beschützer von Wakanda und hat durch ein Blütenserum übermenschliche Kräfte. Zudem schützt ihn ein Anzug aus Vibranium, ein sehr seltenes Metall, das in Wakanda abgebaut werden kann. In einer Krönungszeremonie stellt sich T’Challa einem weiteren potenziellen Thronfolger, M’Baku, Anführer des Stammes der Jabari, die einzigen Wakandaner, die weiterhin keine Technik nutzen. T’Challa besiegt M’Baku, verschont dessen Leben und wird neuer König von Wakanda. Seine Schwester Shuri stattet T’Challa mit den neuesten Technologien aus.
Eines Tages erscheint der südafrikanische Waffenschmuggler Ulysses Klaue, der seit Jahren Vibranium auf dem Schwarzmarkt verkauft, auf dem Radar der Wakandaner. T’Challa, Nakia und Okoye begeben sich daraufhin nach Südkorea, um Klaue zu stellen. Dort mischen sie sich in eine Mission des CIA unter der Leitung von Agent Everett Ross ein, zerstören in einem Kampf ein Casino und können nach einer langen Autoverfolgungsjagd Klaue und das Vibranium sicherstellen.
Bei der Befragung durch Agent Ross, der Wakanda für ein Entwicklungsland hält, offenbart Ulysses Klaue, dass Wakanda auch als die goldene Stadt El Dorado bezeichnet wird, da sie vor Jahrhunderten bereits durch den Einschlag eines kosmischen Kometen auf einer Vibranium-Mine ihr Reich aufgebaut haben. Vibranium ist nicht nur ein Metall, sondern dient auch als Energieträger, kann für medizinische Zwecke genutzt oder auch in Kleidung genäht werden. Bevor Agent Ross mehr über die Sachlage erfahren kann, befreit der Elite-Soldat Erik „Killmonger“ Stevens mit Waffengewalt Ulysses Klaue. Ross kann Nakia vor einem tödlichen Treffer retten, wird aber schwer an der Wirbelsäule verletzt. Die drei Wakandaner beschließen, Ross in Shuris Labor zu bringen und ihn dort mit den Vibranium-Technologien zu heilen.
Im Labor wartet W‘Kabi, der Ehemann von Okoye, auf T’Challa und macht ihm schwere Vorwürfe. Der Black Panther hat Klaue nicht fassen können, stattdessen ermöglicht er einem Amerikaner Zugang zu Wakanda. W’Kabi wünscht sich ein härteres Vorgehen gegen Wakandas Feinde. T’Challa ist außer sich und erinnert sich an einen Ring, den Killmonger bei der Befreiung trug. Dieser gehörte einst N’Jobu, dem Bruder seines Vaters. T’Challa befragt seinen Gefährten Zuri und erfährt somit, dass sein Vater in den 90er-Jahren in den USA seinen eigenen Bruder getötet hat, da dieser Vibranium an Ulysses Klaue verkauft hat. Er vertuschte allerdings die Tat und ließ den kleinen Sohn von N’Jobu in den USA zurück.
Da taucht an der Landesgrenze Erik „Killmonger“ mit der Leiche von Ulysses Klaue auf und wird von W’Kabi empfangen. Im Gegensatz zu T’Challa hat er den Feind besiegt und als Trophäe nach Wakanda gebracht. Zusätzlich offenbart Killmonger nun seine wahre Herkunft: Er ist N’Jadaka, Sohn von N’Jobu und somit ein legitimer Thronfolger. Dadurch hat er das Anrecht, T’Challa zu einem Kampf um die Thronfolge herauszufordern. Im Kampf gibt T’Challa alles, verliert jedoch das Duell gegen Killmonger, der sich beim Soldatentraining jahrelang auf diesen Kampf vorbereitet hat. Killmonger tötet Zuri, schleudert T’Challa einen Wasserfall hinunter und wird zum König gekrönt. Die Familie von T’Challa flieht gemeinsam mit Agent Ross sofort aus Wakanda und sucht Zuflucht bei den Jabari. Dort finden sie den komatösen Körper von T’Challa vor, der von den Jabari im Schnee gefunden wurde. Mithilfe des Blütenserums kann der Black Panther wiederbelebt werden und stellt sich erneut Killmonger.
Mittlerweile hat König Erik Killmonger seinen wahren Plan offenbart: Er möchte das Vibranium in die ganze Welt verschiffen und somit die komplette schwarze Bevölkerung bewaffnen, damit diese sich seiner Ansicht nach gegen das Unrecht auf der Welt durchsetzen können. Killmonger hat die Unterstützung der Soldatentruppe von W’Kabi, die weiblichen Generäle um Okoye setzen sich jedoch gegen die Pläne ihres Königs zur Wehr. Es kommt zum entscheidenden Kampf. Killmonger und T’Challa duellieren sich in ihren Black-Panther-Anzügen innerhalb der hochtechnisierten Vibranium-Mine, während die Soldatentruppe gegen die zahlenmäßig unterlegenen Generäle kämpft. Shuri kann Agent Ross Zugriff zu einem Flugzeug verschaffen, mit dem er sämtliche Transporter, die das Vibranium aus Wakanda heraus transportieren sollen, aufhalten kann. Als die Jabari den Generälen zu Hilfe kommen und T’Challa mithilfe der Strahlen innerhalb der Mine Killmonger bezwingen kann, endet die Schlacht. Killmonger liegt im Sterben und wünscht sich, ein einziges Mal noch den Sonnenaufgang von Wakanda zu sehen. T’Challa stützt ihn und begleitet ihn. Er bietet Killmonger Heilung an, doch dieser möchte lieber als freier Mann sterben.
Einige Zeit später landen T’Challa und Shuri in den USA und kaufen das Gebäude, in dem Killmonger aufgewachsen ist. Sie möchten dort ein Hilfszentrum etablieren, um Menschen in Not zu unterstützen. Außerdem bietet T’Challa der UN in einer Sitzung an, dass Wakanda sich nun auch wirtschaftlich in die Geschehnisse der Welt einmischt. Auf die Frage hin, was ein Entwicklungsland zur Weltwirtschaft beitragen kann, entgegnet der Black Panther ein müdes Lächeln.

Bezug zur Kontinuität:
Wakanda hat sich nicht nur einem Teil der Avengers sondern auch der Welt offenbart. Für die Zuschauer ist es nun ein fester Bestandteil des Film-Universums und wir werden schon bald eine neue Schlacht um Wakanda sehen. Agent Ross war bereits in Civil War gemeinsam mit T’Challa im Gespräch. Bucky Barnes hat seine Genesung nun hinter sich und ist wieder voll einsatzfähig. Shuri hat ihm bereits einen neuen Metallarm gebaut. Das Schild von Captain America ist aus Vibranium, der Körper von Ultron ebenfalls. Wir erfahren nun erstmal die Herkunft des seltenen Metalls und sehen, dass es dies in Hülle und Fülle in Wakanda gibt.

Wichtige Charaktere:
T’Challa/Black Panther, N’Jadaka/Erik „Killmonger“ Stevens, General Okoye, Shuri, Nakia, Agent Ross, Ulysses Klaue, Ramonda, Zuri, M’Baku, W‘Kabi

Fun Facts:
T’Challa gewinnt im Casino, lässt aber aus Zeitgründen seinen Gewinn liegen. Stan Lee nimmt die kompletten Chips an sich zur Aufbewahrung.
Regisseur Ryan Coogler hat bereits im Film „Creed“ mit dem Schauspieler Michael B. Jordan zusammengearbeitet. Der Comic Black Panther hatte eine große Bedeutung für die Bürgerrechtsbewegung. Das Duell zwischen T’Challa und Killmonger wurde von den Medien auch mit den beiden Charakteren Martin Luther King und Malcolm X verglichen.

Zitat:
„In Zeiten der Krise bauen die Weisen Brücken, während die Narren Mauern errichten.“ -T’Challa

Fazit:
Black Panther wirkt in der ersten Hälfte wie ein typischer Action-Film, entfaltet seine wahre Stärke aber spätestens in der zweiten Hälfte, sobald Erik Killmonger Wakanda betritt. Der hochentwickelte Staat dient hier als wunderbare Parabel. Er ist mitten in Afrika und doch verborgen, Wakanda mischt sich nicht in das Weltgeschehen ein, sondern bleibt isoliert und öffnet seine Tore auch nicht für Flüchtlinge. Die zentralen Fragen in der zweiten Hälfte des Films beschäftigten sich mit der Macht, die von den hochentwickelten Technologien ausgeht und ob diese dazu genutzt werden sollen, um Menschen zu helfen, oder auch um einzelne Bevölkerungsgruppen zu bewaffnen. In beiden Fällen kann die Welt verändert werden, T’Challa steht für die humanistische Methode, Killmonger für die radikale Methode. Mich hat es beim Zuschauen zunächst gestört, dass Ulysses Klaue nicht mehr Screentime hatte, da er als Bösewicht ebenfalls gut funktioniert. Außerdem bekommt Killmonger im ersten Teil des Films hingegen kaum Screentime. Der Konflikt der beiden Black Panther, die beide Thronfolger sein können, ist aber in der Nachbetrachtung deutlich bedeutsamer, als ein Konflikt mit einem eher austauschbaren Waffenschmuggler hätte sein können. Das Tempo ist wiederum in der zweiten Hälfte recht hoch und lässt die Ereignisse sich beinahe überschlagen. Somit kann ich zwar mittlerweile nachvollziehen, warum dieser Film so eine große Bedeutung hat, er schneidet viele Themen jedoch nur an und könnte sich noch mehr Tiefe zutrauen.
Im MCU wird Wakanda bald als Schauplatz einer weiteren Schlacht genutzt, in der leider die Tiefen der hier behandelten Themen kaum noch eine Rolle spielen. Unterm Strich kann dieser Film aber auch wundervoll als Einzelfilm funktionieren, was für einige andere MCU-Filme nicht gilt.




Nachdem ich nun eine lange Pause gemacht habe und Sothi und ich uns auch in zwei Podcasts über Phase 1 und Phase 2 unterhalten haben, möchte ich nun die restlichen Filme von Phase 3 des Marvel Cinematic Universe (MCU) noch hier behandeln, um das Projekt auch abzuschließen.

Es folgen in den nächsten Tagen (oder Wochen) daher noch Reviews zu diesen Filmen:

Black Panther (2018)
Avengers: Infinity War (2018)
Ant-Man and the Wasp (2018)
Captain Marvel (2019)
Avengers: Endgame (2019)
Spider-Man: Far from Home (2019)

Danach ist Phase 3 beendet. Phase 4 beginnt im Kino dann mit Black Widow. Ob ich Reviews zu den neuen Filmen schreiben werde, habe ich noch nicht entschieden.

Weihnachtsspezial 2019

Sothi | 23. Dezember 2019 | 00:01 | 0 Kommentare
Weihnachtsspezial 2019
Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern eben auch das Weihnachtsspezial auf die Erde nieder und beglückt euch mit satten Geschenken in Form von leidenschaftlich geschriebenen Artikeln aus der Feder befreundeter Twitter-, Podcast- und Blogautoren. Wobei sich das durchaus überschneidet: Wer hier regelmäßig mit liest, ist mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch Teil dieses Spezials.

Auch dieses Jahr lassen wir es ein wenig gemächlicher angehen und so haben wir uns diesmal dafür entschieden, den Podcast und den Nachschlag wegzulassen. Außerdem ist die Anzahl der Autoren in diesem Jahr deutlich kleiner. Grund: Ein größeren Aufwand hätte ich dieses Jahr nicht geschafft und besser weniger Autoren, als gar kein Weihnachtsspezial. Und diese Tradition aufgeben wollten wir einfach nicht.

Jedenfalls: Vielen lieben Dank an alle, die mitgemacht haben!

Um was geht es?

Die Autoren haben sich bereit erklärt, hier im Blog Resümee über den Computer- und Videospiele-Markt des in Kürze endenden Jahres zu ziehen und uns ihre persönlichen Top 5 Games für das Jahr 2019 zu verraten – natürlich nicht einfach nur als reine Aufzählung, sondern mit ausführlicher Erklärung zum Warum und Weshalb. Komplettiert wird jeder Beitrag mit jenem Titel, den jeder Verfasser als seine persönlich größte Enttäuschung 2019 ansieht.

Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass es wirklich darum geht, welche Spiele der jeweilige Autor im Jahr 2019 gespielt hat; das Release-Jahr des Games spielt hierbei keine Rolle
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So und jetzt genug geschwafelt. Lasst die Spiele beginnen! Mit dabei sind: Flo, Patrick ("MajorPanno"), Ralf ("DarkVamp"), Kai ("Kawie") und meine Wenigkeit.


Ein Klick auf [Weiterlesen] bringt euch zum kompletten Artikel.


Weihnachtsspezial 2019

Mit Jubiläen habe ich es im Allgemeinen nicht so. Und doch, es gibt da das eine Datum, dieses eine Event, das ich Jahr für Jahr unheimlich gerne zelebriere. Ihr werdet es erraten haben, ich rede von unserem Weihnachtsspezial, das es fast so lange wie Sothis Spielwiese gibt.

Und pünktlich wie jedes Jahr bringen wir euch das Spezial direkt zum Fest der Liebe aufs Tablett -- klar, sonst wäre der Name Weihnachtsspezial auch irreführend. Und wir befinden uns im 11. Veröffentlichungsjahr -- eine für diese schnelllebige Branche gar nicht mal so schlechte Zahl und für mich immer wieder ein freudiges Ereignis: Denn auch wenn auf diesem Blog lang nicht mehr soviel läuft, wie vor einigen Jahren, so bleibt die Institution des Spezials doch unangetastet -- und das ist auch gut so!

Auch dieses Jahr lassen wir es ein wenig gemächlicher angehen und so haben wir uns diesmal dafür entschieden, den Podcast und den Nachschlag wegzulassen. Außerdem ist die Anzahl der Autoren in diesem Jahr deutlich kleiner. Grund: Ein größeren Aufwand hätte ich dieses Jahr nicht geschafft und besser weniger Autoren, als gar kein Weihnachtsspezial. Und diese Tradition aufgeben wollten wir einfach nicht.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein besinnliches Fest und viel Spaß mit dem anstehenden Weihnachtscontent hier auf Sothis Spielwiese.

Das große Weihnachtsspezial 2019: Was ist das?

Um was es genau geht: Alle Autoren verraten euch ihre persönlichen Top 5 Games für das Jahr 2019 – natürlich nicht einfach nur als reine Aufzählung, sondern mit ausführlicher Erklärung zum Warum und Weshalb. Komplettiert wird der Beitrag mit dem Titel, den jeder Autor als seine ganz persönliche Spiele-Enttäuschung 2019 ansieht.

Der Clou dabei: Hier geht es nicht darum, welche Spiele 2019 erschienen sind, denn solcherlei Aufstellungen gibt es bereits genug im Netz. Nein: Die Autoren verraten euch, was Ihnen 2019 am meisten Spaß gemacht hat – das kann ein uraltes Retrogame sein oder ein brandaktueller Blockbuster. Release-Datum egal!

Welche Autoren mit am Start sind, wird erst am Tag der Veröffentlichung verraten. Das ist so ähnlich wie beim Adventskalender mit den Türchen – wer weiß, wer sich darunter verbirgt?

Geplant ist der Start des Spezials am 23.12.

Und so heißt es auch 2019 wieder: Weihnachtsbaum, Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsgans – alles schön und gut, doch wenn die Lichter ausgehen und langsam Ruhe eingekehrt, schnappen wir uns unser Tablet, das Smartphone oder den Laptop, rufen Sothis Spielwiese auf und erfreuen uns am besten Spezial des Jahres.

In diesem Sinne,
Euer Sothi


Seit dem das Xiaomi MI 9 ein Update auf MIUI 11.0.2 und Android 10 erhalten hat, schaltet sich der Google Assistant (zumindest bei mir) penetrant in den Vordergrund und lässt sich nur mühsam wieder zurückdrängen.

Selbst wenn man den Assistant auf dem Smartphone deaktiviert, wird man permanent durch die Frage gestört, ob man denn den Google Assistant nicht wieder einschalten wolle.

Wie man diese App endgültig zum Schweigen bringt und das Smartphone damit wieder benutzbar macht, zeigt dieses Video.

Viel Spaß!

Buddy haut den Lukas!

Als Kind der 80er Jahre habe ich Bud Spencer und Terence Hill-Filme quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Ob nun Banana Joe, Sie nannten ihn Mücke, Zwei wie Pech und Schwefel, Linke und Rechte Hand des Teufels, Der Supercop – und wie sie alle heißen – ich liebe die Filme, ich liebe die Figuren und ich liebe die Musik.

An Bud Spencer & Terence Hill – Slaps and Beans hat mich zuerst verwundert, dass es sich hierbei tatsächlich um die erste Spieleversoftung der beiden Kultfiguren überhaupt zu handeln scheint – wer hätte das gedacht? Entwickelt wurde das Spiel von Trinity Team, die passenderweise Italiener sind, produziert und ins Leben gerufen allerdings von Buddy Productions, einer deutschen Firma, die zum Teil auch von Bud Spencers Nachkommen besetzt ist. Das Ganze ist also ein offizielles Produkt, von Spencer höchstpersönlich (und noch vor seinem Tod) abgesegnet. Finanziert wurde das Spiel via Kickstarter mit deutlich über 200 000 Euro. Das ermöglichte dann unter anderem auch die Lizenzierung von Teilen der Original-Musik.

Nun zum Spiel: Das Gameplay entspricht einem ganz normalen Sidescroller Beat em up / Brawler, wie man es gerne in den 80ern Jahren mit Golden Axe, Double Dragon, Final Fight und vielen anderen Vertretern seiner Zunft gespielt hat. Ebenso wie das Spiel eine Hommage an die beiden Hauptprotagonisten ist, so es auch eine an das Retro-Gaming jener Zeit, denn Slap and Beans ist in nahezu jedem Punkt in den 80ern hängen geblieben: Das betrifft das Gameplay, das tatsächlich aus nicht viel mehr als das Verdreschen von Dutzenden von Gegnern besteht, als auch die Minispielchen, die meist mittelprächtig umgesetzt sind. Und es betrifft die Optik, die in feinsten 16-Bit-Pixeln in Szene gesetzt wurden.

In mehreren Szenarien, die sich thematisch an den Filmen orientieren (Wilder Westen, Miami, Buggy-Rennen, Tropische Insel) prügeln wir uns also von links nach rechts durch unzählige Gegner-Horden und bezwingen den einen oder anderen Endboss. Gespielt werden kann dabei entweder Spencer oder Hill – wobei die jeweils andere Figur dann von der KI übernommen wird. Besser allerdings ist es, man hat einen zweiten Mitspieler zur Hand, dann macht das Verteilen der Schellen deutlich mehr Spaß. Aufgelockert wird das Spielgeschehen von einigen Story-Fetzen, dummen Sprüchen und Minigames. Letztere sind mehr oder weniger originell umgesetzt, spielerisch aber meist auf niedrigem Niveau.

Unterm Strich möchte ich das Spiel lieben. Ich mag die 16 Bit-Optik, die bis auf die etwas hakeligen Animationen echt hübsch ist. Ich mag die Musik, die bei mir Gänsehaut erzeugt. Und natürlich mag ich es, wenn Buddy den Lukas haut und mittels Dampframme und Schelle (inklusive der dazu passenden Geräuschkulisse) seine Gegner verdrischt. Doch es gibt halt auch eine Schattenseite der Medaille: Zum Beispiel das, was die Filme nämlich neben den beiden Figuren, der Musik und der Schlägerei ausgemacht hat -- die kultigen Sprüche. Die blinzeln zwar manchmal durch, aber der Großteil des Textes und der Dialoge ist so öde (und in Bezug auf Terence Hill auch übertrieben schwanzgesteuert), dass ich gerne und oft die Turbotaste drücke, um den Großteil der Gespräche schneller zu beenden.

Und da wäre natürlich das repetitive Gameplay: Das Spiel macht 30 Minuten Spaß. Vielleicht auch eine Stunde. Und dazwischen Minigames zweifelhafter Qualität. Und dann fragt man sich schon: Geht’s jetzt immer so weiter? Und damit komme ich zu meinem Eingangs erwähnten Retro-Style zurück: Diese Art Spiel hat schon vor über 30 Jahren schnell gelangweilt, nur waren die anderen Spiele eben genauso gestrickt und man kannte es nicht besser.

Fazit

So bleibt als Fazit, dass das Spiel von der Nostalgie zu seinen Protagonisten, der Musik, der SFX, der hübschen Optik lebt. Deshalb gibt’s von mir als Fanboy einen Daumen nach oben. Wer aber mit Vier Fäuste für ein Halleluja nichts anfangen kann, ist hier gänzlich falsch aufgehoben.