Umzüge sind eine feine Sache -- so lange man nicht selbst davon betroffen ist. Ich für meinen Teil bin nach 3 Umzügen in 2 Jahren mehr als bedient und der einwöchige Osterurlaub, der eigentlich zur Wiederherstellung der Arbeitskraft dienen sollte, sorgte eher dafür, dass ich einen Urlaub nach dem Urlaub benötige ;)

Man glaubt gar nicht, was sich alles in einer Wohnung alles ansammeln kann, besonders wenn man zu zweit darin residiert. Da sind 30 Umzugskartons gar nichts (ok, die Hälfte ging ja bereits für meine Computerspiel- und Büchersammlung drauf *g*.), selbst nachdem ein nicht geringer Teil der lokalen Sperrmüll überantwortet wurde -- Ausmisten ist eben das A und O bei einem Umzug.

Ebenso wichtig ist allerdings, dass pünktlich zum Tag des Umzugs genügend Helfer anwesend sind, die entweder a) beherzt zupacken können oder b) sich mit dem An- und Abschrauben von Möbeln bestens auskennen oder c) zumindest Ahnung davon haben, wie man einen Möbelwagen so einräumt, dass der vorhandene Stauraum optimal genutzt wird und möglichst wenig Kratzer in die teure Möbelgarnitur kommen.

Schuften war schon immer eine meiner größten Leidenschaften und so ging meine Tendenz stark in Richtung Variante a) -- was einem Schleppmarathon von 7:30 bis 22 Uhr entsprach. "Stehend KO" und "Plattfüße" sind noch die harmlosesten Begriffe, die mir in diesem Zusammenhang einfallen ;)

Und da wir gerade bei Zusammenhängen sind: Dickes Danke an alle, die uns in den letzten Wochen geholfen haben. Das wären namentlich: Christian, Sonja, Axel, Dietmar, Christine, Frank, Oskar, Erwin, Angelika und Hanne.

Jetzt aber noch was ganz anderes. Ich muss an dieser Stelle einfach mal eine Beschwerde über die Telekom und meinem Internet-Provider loswerden: Obwohl rechzeitig angekündigt, kriegt es weder der eine, noch der andere Verein hin, unseren Anschluss rechtzeitig umzuzuziehen. Die Folge: Wochenlanges Dahinvegitieren ohne Telefon und/oder Internet -- ein echter Trauerzustand *g*.

Drum: Wer sich schon gefragt hat, warum sich die Postings in diesem Blog in letzter Zeit etwas rar machen, weiß nun die Antwort. Allerdings gelobe ich Besserung: Sobald das häusliche Chaos wieder in ordentliche Bahnen gebracht wurde, geht's hier mit Volldampf weiter (ein paar schöne Artikel habe ich bereits in petto :)

In diesem Sinne,

Euer Sothi
Unglaublich, aber wahr: Tonnenweise HD DVD-Filme für unter 10 Euro

HD DVD ist fast tot? Stimmt. Schlecht für uns? Mitnichten! Wer jetzt günstig an High Definition-Filme oder HD-Player kommen möchte, hat eigentlich gar keine andere Wahl, als sich ein HDDVD-Abspielgerät zu besorgen. Der Grund: Noch NIE waren die Player so günstig wie heute, noch nie konnte man derartige viele hochkarätige HD-Filme für unter 10 Euro haben.

Und mal ehrlich: Mir ist es doch egal, ob ich 300 auf BlueRay oder HD DVD schaue. Die hochauflösende Qualität ist die gleiche. Aber eben nicht der Preis: Während die Blue Ray-Version unangenehme 25 Euro kostet, bezahle ich für die HD DVD-Version gerade einmal 8,95 Euro.

Und das lohnt sich, denn dass der Unterschied zwischen normaler Pal-DVD-Ausgabe und High Definition auch bei älteren Filmen gravierend ist, habe ich ja bereits in meinem HD vs. Pal Vergleich dokumentiert.

HD DVD Player von Toshiba -- echte Schnäppchen

Gleiches gilt für die Player. So bezahlt man mittlerweile für den Toshiba HD EP 30 E KTE HD-DVD-Player nur noch 149 Euro -- super günstig; ein vergleichbares Blue Ray-Gerät liegt immer noch bei über 300 Euro. Und selbst wer hauptsächlich DVDs schaut, erhält mit einem HD DVD-Gerät einen echten Mehrwert durch Upscaling.

Upscaling bezeichnet eine Technologie, die es ermöglicht, normale DVDs auf 1080p (Full HD) hochzurechnen. In den Toshiba-Playern wurde hierfür komplexe Elektronik verbaut, die laut Test- und Userberichten zu richtig guten Ergebnissen führt. DVD-Filme schauen dadurch deutlich plastischer und weniger verwaschen aus.
Tragbare DVD-Player, Mini-Player & mehr findet man übrigens bei bonprix.
HD DVD-Film-Highlights auf einen Blick

Ich habe mir mal die Mühe gemacht und bei Amazon nach den besten HD DVD Filmen geschaut. Resultat: Da sind wirklich einige Klassiker dabei, die auch in der normalen DVD-Variante nicht billiger wären. Ein paar Beispiele gefällig?

Blade Runner - Final Cut [HD DVD]: 9,97 Euro
King Kong [HD DVD]: 7,95 Euro
Batman Begins [HD DVD]: 9,97 Euro
Van Helsing [HD DVD]: 9,95 Euro
Pitch Black [HD DVD]: 8,97 Euro
Die Bourne Verschwörung [HD DVD]: 7,95 Euro
Die Insel [HD DVD]: 9,97 Euro
Blood Diamond [HD DVD]: 9,97 Euro
Apollo 13 [HD DVD]: 8,97 Euro
300 [HD DVD]: 8,95 Euro
Serenity [HD DVD]: 8,97 Euro
Poseidon [HD DVD]: 9,97 Euro
Die Mumie [HD DVD]: 8,97 Euro

Und für Science Fiction-Fans ein besonderes Schmankerl':
Matrix - Complete Collection [HD DVD]: 75,45 Euro

Und und und. Amazon spuckt hunderte Suchergebnisse aus (wer hätte gedacht, dass es inzwischen soviele HD DVD Filme gibt), fast alles geniale Schnäppchen.

Wer selbst einmal nachschauen möchte, findet in dieser HD DVD Liste alle derzeitigen Angebote.

Fazit: Der Kauf eines HD DVD-Players lohnt sich vor allem für Leute, die sich schon immer mal verschiedene Klassiker im HD-Format besorgen wollten -- und davon gibt's in diesem Format mehr als reichlich.

So, und da ihr nun informiert seid, kann ich beruhigt auf HD-Filme-Jagd gehen :)

UPDATE: Seit ein paar Tagen kostet der Toshiba HD EP 30 E KTE HD-DVD-Player nur noch schlappe 98,97 Euro -- also nochmal 50 Euro weniger als zum Erstellungs-Zeitpunkt meines Berichtes. Jetzt müssten selbst die letzten Skeptiker doch eigentlich schwach werden, oder? ;)
Wie ich den Reaktionen zu meinem Rollenspiel-Monat Februar-Beitrag entnehmen konnte, scheint das Rollenspiel The Witcher für den einen oder anderen Computerspieler doch sehr interessant zu sein. Wer sich bislang mit dem an für sich schon günstigen Preis von 29,97 Euro nicht anfreunden konnte, bekommt nun von mir einen genialen Schnäppchen-Tipp:

The Witcher ist kürzlich bei einem Versandhändler für 14,99 Euro (!) aufgetaucht. Und dabei handelt es sich nicht nur um irgendein Spiel, sondern um DEN Rollenspiel-Klassiker 2007.

Allerdings sollte man sich beeilen, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass es dieses Angebot noch lange geben wird.

Schnäppchen und Deals
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Wenn es um digitale Spiegelreflex-Kameras geht, führt für viele ambitionierte Hobbyfotografen oder (semi-) professionelle Anwender oft kein Weg an den Modellen von Canon vorbei. Insbesondere die EOS-Reihe erfreut sich nicht erst seit kurzem einer sehr großen Käuferschicht.

Der aktuellste Canon-Verkaufsrenner ist die Canon EOS 400D, die mit 10,1 Megapixel, Sensorreinigung und den üblichen Vorteilen der EOS-Reihe bei sämtlichen Fachmagazinen punkten konnte und daher zu recht zu den meistverkauftesten DSLR-Cameras im Bereich unter 1000 Euro gehört.

Canon Cashback

Canon hat allerdings noch ein weiteres Ass im Ärmer: Canon Cash Back. Hierbei handelt es sich um eine besondere Aktion des Herstellers, die jedem Käufer bestimmter Canon Produkte bares Geld zurück gibt.

Konkret heißt das: Wer heute eine Canon EOS 400D bei einem Händler seiner Wahl kauft, bekommt satte 60 Euro von Canon zurück erstattet - ganz ohne Tricks oder Fallstricke. Doch Achtung: Nur wer die Kamera zwischen dem 01.03.2008 und 30.06.2008 erwirbt, profitiert von dieser Sonderleistung.

Canon bietet diesen Rabatt allerdings nicht nur für das oben genannte Modell an, sondern zahlt euch teils bis zu 200 Euro für andere EOS-Modelle und sogar für den Kauf einzelner Objektive.

Hier eine Liste zum Anklicken mit den gültigen Modellen:

- Canon EOS 400D SLR-Digitalkamera (10 Megapixel) (€60 Cashback)

- Canon EOS 5D SLR-Digitalkamera (12 Megapixel) (€200 Cashback)

- Canon EOS 40D SLR-Digitalkamera (10 Megapixel) (€150 Cashback)

Noch ein letztes Wort zur Cashback-Handhabung: Die kann quasi nicht einfacher funktionieren.

Ihr füllt ein Formular aus, legt dazu den Barcode aus der Kamera-Verpackung dazu und schickt das alles bei Canon ein. Wenige Wochen später habt ihr dann das Geld auf eurem Konto. In meinem Fall (ja, wir haben auch eine 400D mit Cashback gekauft) waren es ca. 6 Wochen. Probleme gab's absolut keine. Wirkliche eine klasse Aktion von Canon!
Rabatt-Aktion verlängert!

Wer sich bis jetzt noch erfolgreich um seine Steuererklärung 2008 gedrückt hat bekommt jetzt von Amazon ein weiteres Mal die Gelegenheit, das vielfach ausgezeichnete WISO Sparbuch 2008 bis zum 31.08.08 mit einem Rabatt-Gutschein von 5 Euro besonders günstig zu erwerben.

Benutzt einfach den folgenden Link und gebt beim Bestellvorgang den darunter aufgeführten Code ein - voilà, 5 Euro gespart.

Link: WISO Sparbuch 2008
Gutscheincode über 5 EUR: WISOEUR5
Rollenspielfreunde aufgepasst: Diesen Monat gilt es besonders viel Freizeit zu opfern, denn gleich drei hochkarätige Spiele sind derzeit ausgesprochen günstig zu haben:

Two Worlds: 24,97 Euro
Two Worlds ist eigentlich das Schnäppchen des Monats. Amazon hat den Preis erst gestern drastisch von knapp 50 Euro auf 24,97 Euro gesenkt. Wer sich dieses Ausnahmerollenspiel schon immer mal zulegen wollte, sollte jetzt zugreifen. Viel billiger wird das Spiel in der aufwändigen Originalverpackung wohl nicht mehr werden.

Jade Empire Special Edition: 9,99 Euro
Biowares (Baldurs' Gate, Knights of the Old Republic) neuester Streich für PC hört auf den Namen Jade Empire. Das asiatisch angehauchte Rollenspiel hat in allen Fachmagazinen sehr gute Wertungen abgesahnt und wurde erst vor 2 Wochen im Preis gesenkt: Für gerade einmal 9,99 Euro erhält man also zig Stunden puren Rollenspielspaß - ein super Preis/Leistungsverhältnis.

The Witcher: 27,97 Euro
Seitdem das Spiel durch etliche Patches nahezu bugfrei funktioniert, wird es in Fankreisen als bestes Rollenspiel 2007 gehandelt. Wer sich selbst von den Qualitäten der Saga um Hexer Gerald überzeugen möchte, bekommt nun eine günstige Gelegenheit: The Witcher kostet in der schönen original verpackten Version nur noch 27,97 Euro - ein Schnäppchen.


Soviel von Sothis Schnäppchen-Informationsdienst für Heute. Viel Spaß beim Zocken :)

John Rambo
Meine erste Begegnung mit Silvester Stallones Kultfigur John J. Rambo fand auf einem Rummelplatz statt. Dort lag in irgendeinem Verkaufsstand ein Plastik-MG aus (so eines, das beim Drücken des Abzugs laut Ratatatat macht) und auf der Verpackung posierte Mr. Stallone in typisch martialischer Haltung - mit Gewehr, rotem Stirnband, verbissen in die Ferne blickend. Damals wusste ich weder wer Silvester Stallone war, noch wusste ich, was es mit diesem Rambo auf sich hatte. Aber das Plastikgewehr, das mein Vater mir schenkte, fand ich richtig toll.

Wenige Jahre später kreuzten sich abermals unsere Wege. Diesmal ganz so wie es sich gehört: Über die Flimmerkiste. Der Film hieß Rambo 2 - Der Auftrag und das Ganze wirkte auf meinen Klassenkameraden und mich schwer beeindruckend. Beispielsweise als Rambo dieses Mikrofon in die Hand nimmt, seine Fingerknochen dermaßen energisch knacken läßt, dass man befürchten musste, er zerdrücke gleich den Mikrofonstände und dann mit typischer Stallone-Miene in das Mikro presst: "Murdock, ich hol sie mir, ich mach sie kalt!". Das war er also: Silvester Stallone, der absolute Inbegriff des 80er Jahre Actionhelden.

Hello Rambo my old friend, I've come to talk with you again...

Nun treffen wir uns also wieder. Genau 20 Jahre nach seinem letzten Auftritt in Afghanistan. Die Erwartungen sind hoch, die Befürchtungen nicht geringer -- immerhin geht es hier um den Aufstieg oder Fall eine der letzten großen Action-Ikonen unserer Zeit. Es stellen sich also die ersten quälenden Fragen: Rambo, der Kriegsveteran, die alte Kampfsau, der, der selbst zum Krieg wird, um den Krieg zu gewinnen. Wird er auch in Birma unter seinen Feinden aufräumen? Zugegeben, wer den brachialen Trailer gesehen hat, für den stellt sich diese Frage erst gar nicht. Doch genau hier verbirgt sich auch das Restrisiko: Wird John Rambo genau wie der Vorgänger Rambo 3 zu einem Actionspektakel ohne Hirn und Flair mutieren? Wollen wir es nicht hoffen.

Desillusionierter Krieger

Als der Film schließlich beginnt, macht sich langsam Gänsehaut breit. Und das nicht nur, weil man sich auf den Hauptprotagonisten freut. Tatsächlich geht der Film in Sachen Brutalität bereits in den ersten 10 Minuten richtig in die Vollen: Blut spritzt, Körperteile fliegen, Menschen zerfetzen. Einblendungen aus realen Berichterstattungen machen klar, dass Birma ein echter Krisenherd ist und unvermittelt wünscht man sich, dass einer wir Rambo kommt, um dem Treiben Einhalt zu gebieten.

Und dann kommt er wirklich. Nicht beeindruckend, eher desillusioniert und sichtlich gealtert. Als Schlangenjäger und Überlebenskünstler im thailändischen Sumpf. Wenn Stallone untermalt von dieser melancholischen Variante des Rambo-Musik-Themas ins Bild rückt, kommt so etwas wie Wehmut auf. Das ist er also, der große Krieger. Und ja, irgendwie kann man sich vorstellen, warum es Rambo in diese Gegend verschlagen hat, warum er so ein resigniertes Gesicht macht. Es wirkt authentisch und damit fällt mir bereits zu Anfang ein Stein vom Herzen: Rambo IV ist zumindest nicht bloßer Action-Kitsch.

Aufgequollen

Apropos Gesicht: Dass Stallone mit 61 Lenzen kein Jungspund mehr ist, dürfte jedem klar sein. Aber der Unterschied zwischen dem Stallone, der noch vor 15 Jahren den Demolition Man mimte und jenem, der nun als John Rambo auf der Leinwand zu sehen ist, ist geradezu frappierend. Stallone sieht nicht einfach nur gealtert aus, auch das aufgequollene und verbrauchte Gesicht spricht Bände. Ob das dem harten Muskelaufbau-Training und dem nachgewiesenen Missbrauch von Steroiden zu verdanken ist, sei dahingestellt. Den eindrucksvollen Körperbau, den Stallone vor etwa einem Jahr noch in Rocky Balboa zur Schau stellte, bekommt man in Rambo 4 übrigens in keiner Szene zu Gesicht -- mit gutem Grund?

"Wenn man dich dazu zwingt, ist Töten so einfach wie Atmen"

Zurück zum Film. Der begibt sich nun auf bekanntere Pfade: Eine Gruppe amerikanischer Missionare zieht es nach Birma, um der dort unterdrückten Bevölkerung Beistand zu leisten. Dass sie dabei ausgereichnet auf John Rambos Hilfe als Fährmann angewiesen sind, dürfte dem Zuschauer zwar arg konstruiert vorkommen, beschert uns aber immerhin den ersten erwähnenswerten Dialog des Films. Und der geht so:

Rambo: "Nehmen Sie Waffen mit?"
Missionar: "Natürlich nicht!"
Rambo: "Dann werden Sie gar nichts ändern."
Missionar: "Es ist dieses Denken, warum sich auf der Welt nichts ändert."
Rambo: "Scheiß auf die Welt."


Ja, da ist er wieder, unser einsilbrige Anti-Held, Liefererant für unzählige kultige Oneliner. Dass sich Rambo nach einigem Hin und Her schließlich doch noch dafür entscheidet, die Gruppe an den gewünschten Zielort zu schippern, ist wenig überraschend. Genauso vorhersagbar ist die Tatsache, dass die Missionare kurz darauf vom hiesigen Militär verschleppt und in einem Lager unter übelsten Bedingungen gefangen gehalten werden. Und dass in diesem Fall nur noch Rambo helfen kann, ist obligatorisch. Wer sich nun im falschen Film wähnt, liegt irgendwie richtig: In Rambo 2 hieß der Auftrag ebenfalls Gefangene aus einem von Asiaten bewachten Lager mitten im Urwald zu befreien. Neu hingegen ist, dass Rambo diesmal tatkräftige Söldner-Unterstützung erhält.

Alter Tiger mit morschen Zähne

In jedem anderen Rambo-Teil hätte Stallone zu diesem Zeitpunkt bereits einen Killcount von gefühlten 50 Gegnern auf dem Buckel gehabt, doch nicht so bei Rambo 4: Bis auf ein-zwei erwähnenswerte Szenen gibt sich die ehemalige Killermaschine erstaunlich zahm, die Söldner räumen da deutlich mehr ab. Überhaupt wirkt Rambo eher wie ein Mitläufer, denn als Hauptprotagonist. Und genau das zehrt ein wenig an den Nerven des Zuschauers, denn die innere Stimme kreischt einem förmlich ins Gesicht, dass Rambo gleich zum Tier wird und etwa dem aufmüpfigen Söldner-Glatzkopf eins auf die Nase gibt oder mit dem kompletten Feindaufgebot aufräumt.

Und so wartet und wartet und wartet man und dann ist der Film plötzlich zuende. Rambos letzte große Kampfszene auf der Kinoleinwand ist bezeichnend für den ganzen Film: Hinter einem MG-Geschütz verschanzt bläst er zwar noch ein Patroullienboot in die Luft, doch auf den ganz großen Showdown gegen den (ohnehin blassen) Oberbösewicht muss der Zuschauer verzichten. Kein Vergleich mit dem Kampf Mann gegen Kampfhubschrauber, den man noch aus vorherigen Teilen kennt.

Brutalität als neues Markenzeichen

Was der Hauptdarsteller an Kampfszenen vermissen läßt, wird im Film durch extreme Brutalität ersetzt. Einige der Sequenzen sind sogar dermaßen derbe (beispielsweise wenn Rambo einem Gegner die gesamte Kehle rausreißt), dass die Schere angesetzt wurde -- und das, obwohl der Film ohnehin erst ab 18 Jahren zugänglich sind. Mit Abstand am unmenschlichsten ist dabei die Darstellung der Übergriffe des birmanischen Militärs auf die Zivilbevölkerung -- etwa wenn Menschen aufs Übelste verstümmelt oder gar lebensecht mit Flammenwerfern abgefackelt werden.

Dieses Szenen sind ein zweischneidiges Schwert. Natürlich dienen Sie einserseits der Effekthascherei. Andrerseits macht man sich Gedanken. Über Birma, über Gewalt und über ethnische Minderheiten. Und das wollte Stallone nach einigen Aussagen erreichen. Passend dazu auch der traurige, fast resignierte Blick des Halbindianers John James Rambo, der am Ende über das zerstörte Schlachtfeld wandert und aussagen will: Ich kann das alles nicht mehr.

Endlich angekommen

Die letzten 5 Minuten des vergleichsweise recht kurzen Streifens (knapp 90 Minuten) gehören dann auch zu den emotionalsten Momenten des Films. Endlich fühlt man sich mit dem Hauptprotagonisten verbunden, endlich hat man das Gefühl, er ist mit sich selbst im Reinen. Aber natürlich schleicht sich das Gefühl der Wehmut ein, denn während der Abspann läuft und Rambo langsam in der Ferne verschwindet, wird schmerzlich bewusst: Das war der letzte große Auftritt einer Legende des Actiongeschäfts, dem mit John Rambo zwar kein überragender, aber zumindest ein würdiger Abschied gegönnt wurde.

In diesem Sinne: Lebe wohl, alter Veteran!