Seit der neue Titel der Fable-Reihe „Fable: The Journey“ auf der Electronic Entertainment Expo im vergangenen Jahr vorgestellt wurde, scheiden sich die Geister. Viele Fans stehen dem neuesten Werk aus der Feder von Peter Molyneux skeptisch gegenüber. Der Grund dafür: erstmals setzt der Entwickler ausschließlich auf die Steuerung per Kinect. Molyneux, der zwar nicht mehr bei den Lionhead Studios beschäftigt ist, den Titel aber bis zur Veröffentlichung begleitet, verteidigt die Entscheidung für die Bewegungssteuerung.

Molyneux ist es offenbar leid, bei jedem Spiel schon vorher zu wissen, welche Knöpfe man drücken muss, damit das Gefährt sich bewegt, der Charakter seinen Knüppel schwingt oder sich Türen öffnen. Kinect eröffnet da tatsächlich ganz neue Möglichkeiten, denn damit wird der Körper des Spielers zum Controller, natürliche und realistische Bewegungen sollen das Spiel „echter“ wirken lassen. Doch Kinect bzw. die Spiele dafür, stecken noch in den Kinderschuhen. Und so wirkt auch die Steuerung bei „Fable: The Journey“ auf viele eher albern als zukunftsweisend.

Aber worum geht es eigentlich? In „Fable: The Journey“ ist der junge Gabriel auf der Flucht. Mit Pferd und Planwagen durchquert er das bekannte Land, das in Fable-Manier gestaltet ist und Fans begeistern wird. Weniger Begeisterungsstürme löst die Steuerung aus: die Kutsche wird mit einem „Zügelschnalzen“ (einer ruckartigen Bewegung mit beiden Händen) in Gang gesetzt, eine Bewegung beider Hände nach links oder rechts, lenkt das Pferd in die entsprechende Richtung. Überhaupt ist das Pferd ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Es ist nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern treuer Begleiter, den der Spieler mit sanften Worten beruhigen oder mit einem schärferen Tonfall zu mehr Leistung antreiben muss. Die Entscheidungen des Spielers wirken sich in vollem Maße – positiv wie negativ - auf das Tier aus.

Zurück zur Steuerung: verteidigen kann sich Gabriel natürlich auch. Dieses Mal entschied sich Molyneux jedoch gegen Waffen und für Magie. Mit einer Wurfbewegung der rechten Hand werden Feuer- und Energiebälle abgefeuert, die linke Hand steuert eine an Tentakeln befestigte Kugel. Sie dient zum Beispiel dazu, Gegner und Gegenstände umzuwerfen. In beiden Fällen gilt: je heftiger die Bewegung, desto stärker die Wirkung. Nicht nur die auf den ersten Blick alberne Steuerung führt im Vorfeld der Veröffentlichung zu Kritik, sondern auch die Umsetzung für den PC – da das Spiel auf Kinect ausgelegt ist, fürchten viele eine vergleichsweise bescheidene Anpassung für den PC.

Ob diese Kritik gerechtfertigt ist, bleibt abzuwarten. „Fable: The Journey“ erscheint am 4. September 2012. Weiteres Manko: Leider bietet „Falbe: The Journey“ keine Minispiele, da der Teil aber mehr ein alleinstehender Teil außerhalb der eigentlichen Reihe ist, ist die Hoffnung vieler Fans noch nicht gestorben, dass wir im echten Teil 4 zwischen den Abenteuern vielleicht auch mal Poker spielen und damit Geld verdienen können.

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