Descent - Quelle der Finsternis

Descent gehört mittlerweile zu den bekanntesten Dungeon-Crawler-Brettspielen überhaupt und entsprechend üppig ist auch die Auswahl der Erweiterungen, die die Fantasy Flight Games inzwischen auf den Markt gebracht haben. Leider sind die Exemplare besonders in unseren Gefilden recht begrenzt und deshalb schnell vergriffen.

Größtes Opfer dieses Umstand war bislang Quelle der Finsternis, die allererste Descent-Erweiterung, die unter Kennern zwar sehr beliebt, aber eben für lange Zeit nicht verfügbar war. Banges Warten und Hoffen seitens der deutschen Community waren die Folge und umso größer die Erleichterungsseufzer, als die Neuauflage vor rund zwei Wochen endlich wieder in den Regalen der Händler lag.

Ein solches Exemplar habe ich mir natürlich sichern können und so möchte ich auch in gewohnter Manier ein paar Fotos mit Außen- und Inneneindrücken präsentieren. In Kürze folgt übrigens dann auch ein Test zu Quelle der Finsternis (am Sonntag wird nämlich gespielt, harhar).

Damals, als die Erde noch jung war, gab es im Gaming-Bereich keine Polygone. Alles wurde aus feinster 2D-Pixelgrafik zusammengestellt und hatte seinen eigenen Charme. Doch stellt euch vor: Mittlerweile werden sogar Awards mit diesem Namen vergeben. Es ist kaum zu fassen! Aber wisst ihr was, die Idee ist trotzdem gut:

Polyneux bietet den meisten deutschsprachigen Spieleblogs (genaue Regelung bitte durchlesen) an, sich an einem Projekt zu beteiligen, das darauf abzielt, die aktuellen Lieblingsspiele der Gaming-Blogosphäre ausfindig zu machen. Die Aktion läuft unter dem Begriff POLYGON und könnte zu einer recht umfangreichen Geschichte werden – vorausgesetzt, es machen genügend Blogs mit (das könnt ihr jetzt gerne als Aufruf verstehen).

Nun habe ich zwar schon in unserem Weihnachtsspezial 2010 meine Lieblingsspiele des Jahres zum Besten gegeben, aber beim POLYGON läuft die Sache dann doch etwas anderes: Während es bei uns völlig egal war, aus welchem Release-Jahr das Spiel stammt, gibt Polyneux gewisse Einschränkungen vor: Das Spiel muss aus 2010 stammen und es sollen maximal drei Titel aus unterschiedlichen (Plattform-)Kategorien genannt werden.

Das kann (trotz einer gewissen Schnittmenge) durchaus zu anderen Ergebnissen als noch beim Weihnachtsspezial führen, deshalb bin ich nochmal in mich gegangen und präsentiere hiermit meine POLYGON-Nominierungen für das Jahr 2010 (in der weisen Voraussicht, dass es die folgenden Jahre weitere POLYGONe geben wird).

Nominierungen PC:

  • Die Siedler 7
  • StarCraft 2
  • Civilization V

Nominierungen PS3:

  • Heavy Rain
  • God of War III
  • Red Dead Redemption

Nominierungen Handheld/Mobil (Android/iPhone):

  • Sword&Poker 2
  • Game Dev Story
  • Monkey Island 2: Special Edition

Größere Erklärungen spare ich mir an dieser Stelle, weil’s die zu den meisten Spielen ja bereits vor einigen Tagen gab. Wer noch mitmachen möchte, kann dies noch bis Morgen tun. Eine einfache E-Mail an die Veranstalter reicht übrigens aus, falls es die Zeit nicht mehr anders zulässt.

Ich hatte mal gesagt, dass ich mir Call of Duty: Black Ops erst holen werde, wenn das Spiel die 30 Euro-Marke erreicht -- wohl hoffend, dass dies nicht so schnell passieren wird, denn: ICH-HABE-DOCH-KEINE-ZEIT.

Falsch gedacht, denn genau das ist jetzt passiert: Die PC-Version gibt's derzeit bei Amazon für knapp 28 Euro 29 Euro (die PS3-Variante kostet übrigens auch nur 32 Euro, aber Egoshooter und Konsolen - hüstel). Mit dabei ist außerdem noch ein 1 GB-USB-Stick, der sich bestimmt gut auf dem Tapeziertisch deines Flohmarkstandes macht.

Zu den Preisen kommen allerdings noch Ab-18-Versandkosten von 5 Euro. Die USB-Variante ist mittlerweile ausverkauft. Danke an Virtex für den Tipp!

Weihnachtsspezial 2010

Bis spät in die Nacht harrte ich aus, um euch pünktlich um 00:01 Uhr den ersten Teil des Weihnachts-Spezials 2010 präsentieren zu können. Heute folgt Teil 2 mit nicht minder spannenden Rankings und einem guten Mix aus altbekannten und neu hinzu gekommenen Autoren: Sanifox, Gerd (Yitu), Virtex, Divinity. Besonders freut mich allerdings, dass sich Graf ganz spontan in unsere Runde gesellt hat und mit seinen Top5-Ranking zu einem vergleichsweise ungewöhnlichen Thema für willkommene Abwechslung sorgt.

Erinnern darf ich außerdem noch einmal an unser Gewinnspiel -- es gilt weiterhin ein hochkarätiges PC-Spiel für echte Sammler zu ergattern: Ein funkelnagelneues, eingeschweißtes MDK 2 in der Erstauflage. Was müsst ihr dafür machen? Ganz einfach: Schreibt eure Top Five in die Kommentare.

Mehr Informationen zum Gewinnspiel findet ihr unter dem nun folgenden Artikel, zu dem ich euch viel Spaß wünsche. An dieser Stelle sei übrigens nochmal mein Dank an alle Autoren ausgesprochen – diese Gemeinschaftsaktion hat mir irrsinnigen Spaß gemacht und sollte unbedingt im nächsten Jahr wiederholt werden (nächstes Mal mit etwas mehr Vorlauf, versprochen!)

Weihnachtsspezial 2010

Hach, wie ist das schön: Wenn man bedenkt, dass ich vor knapp einer Woche erst auf Idee kam, ein Revival unseres Weihnachts-Spezials zu organisieren und jeder Autor es trotzdem geschafft hat, seinen Artikel zeitnah bei mir abzuliefern, muss ich schon sagen: Tolle Leistung. Vielen Dank an alle, die (wieder oder neuerdings) mitgemacht haben! Überraschend ist in diesem Jahr übrigens, dass sich ganz spontan noch weitere Leser in den illustren Kreis der Autoren hinzugesellt haben – dafür ein ganz dickes thumbs up!

Um was geht es?

Insgesamt zehn Autoren (mich eingeschlossen) haben sich bereit erklärt, hier im Blog Resümee über den Computer- und Videospiele-Markt des in Kürze endenden Jahres zu ziehen und uns ihre persönlichen Top 5 Games für das Jahr 2010 zu verraten – natürlich nicht einfach nur als reine Aufzählung, sondern mit ausführlicher Erklärung zum Warum und Weshalb. Komplettiert wird jeder Beitrag mit jenem Titel,  den jeder Verfasser als seine größte Enttäuschung 2010 ansieht.

Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass es wirklich darum geht, welche Spiele der jeweilige Autor im Jahr 2010 gespielt hat; das Release-Jahr des Games spielt hierbei keine Rolle. Wenn ich also 2010 auf dem totalen SNES-Trip gewesen wäre und Tag und Nacht Legend of Zelda: A Link to the Past gespielt hätte, wäre das unter Umständen in meine Top Five 2010 eingeflossen. Ist aber unrealistisch, weil SNES schon seit Jahren verkauft ;)

Weihnachts-Gewinnspiel

Und weil gerade die Zeit der Geschenke ist, möchte ich das Weihnachts-Spezial mit einem klitzekleinen Gewinnspiel verfeinern: Unter allen Kommentaren, die mir unter diesem Artikel oder dem morgigen zweiten Teil ihre persönlichen Top 5 nennen (gerne auch mit ausführlicher Erklärung), wird ein eingeschweißtes Eurobox-Exemplar (Sammlerwert!) des Klassikers MDK 2 verlost.

MDK 2 
Damit ich die Gewinner anschreiben kann (und kein Schindluder getrieben wird), bitte ich darum, eure E-Mail-Adresse in eurem Kommentar zu hinterlassen. Wer das nicht möchte, kann auch gerne versuchen, sich auf eine andere Art und Weise eindeutig zu identifizieren. Logischerweise darf jeder nur 1x am Gewinnspiel teilnehmen und euer Mindestalter muss 12 Jahre betragen. Einsendeschluss/Ziehung ist der 31.12. um 15 Uhr.

So und jetzt genug geschwafelt. Lasst die Spiele beginnen! Den Anfang machen Rippi, Druzil, Niko, Erdknuffel und meine Wenigkeit. Die Teilnehmer des zweiten Teils werden noch nicht genannt -- das erhöht die Spannung ;o)

Altgediente Dungeon Keeper warten schon mit hängender Zunge auf Kalypsos inoffizielles Remake namens DUNGEONS, welches am 27. Januar in unseren Läden stehen wird.

Vorab informiert uns der Hersteller über die geplante Collectors Edition, die es nicht nur optisch wirklich in sich hat.

dungeons_collectors

Hier mal ein kleiner Auszug aus dem Inhalt:

  • DUNGEONS Vollversion
  • Zweiseitiges DUNGEONS Techtree Poster
  • DUNGEONS Komplettlösung für alle 18 Missionen
  • DUNGEONS Kartenspiel für bis zu zwei Personen mit 134 Karten
  • DUNGEONS Soundtrack CD
  • Exklusive Metallbox
  • Limitiert auf 4.000 Stück inkl. Nummerierung

Einzige Wermutstropfen: Die CE wird es exklusiv und ausschließlich beim Media Markt geben – Kostenpunkt 69,99 Euro.

banner_2010

Werte Spielwiese-Leserschaft,

Sothis Spielwiese erblickte im November 2007 erstmals das Licht der Welt und kann seither auf die stattliche Anzahl von über 400 Artikeln zu allen möglichen und unmöglichen Themen zurückschauen.

Einen besonderen Platz nahmen auf diesem Blog jedoch stets die Computer- und Videospiele ein und so freue ich mich darüber, euch auch in diesem Jahr ein ganz besonderes Projekt ankündigen zu dürfen, an dem wir alle schon im Dezember 2009 mit sehr viel Spaß gearbeitet haben:

Das große Weihnachts-Spezial 2010

Wer sich noch an das letzte Jahr erinnert, wird wissen, um was es hier geht: Befreundete Blogger und Stammleser verraten uns ihre persönlichen Top 5 Games für das Jahr 2010 – natürlich nicht einfach nur als reine Aufzählung, sondern mit ausführlicher Erklärung zum Warum und Weshalb. Komplettiert wird der Beitrag mit dem Titel, den jeder Autor als seine ganz persönliche Spiele-Enttäuschung 2010 ansieht.

Der Clou dabei: Hier geht es gar nicht darum, welche Spiele 2010 erschienen sind, denn solcherlei Aufstellungen gibt es bereits genug im Netz. Nein, wir möchten wissen: Welches Spiel hast DU persönlich 2010 am liebsten gespielt?

Wenn alles klappt, kommen wir in diesem Jahr auf eine Rekordzahl von insgesamt neun Autoren – allesamt Hobbyspieler, die entweder eine Seite oder Projekte zu einem ähnlichen Thema betreiben oder einfach nur interessierte Leser dieses Blogs sind.

Geplant ist der Start des Spezials am 22.12. und da uns hier wieder sehr viele Eindrücke erwarten, splitte ich den gesamten Artikel in zwei Teile. Teil 2 geht einen Tag später, also am 23.12. an den Start.

Und weil ich es im letzten Jahr auch schon so gemacht habe, ziert wieder ein kleines Gewinnspiel die gesamte Aktion. Und dieses Mal ist es was richtig wertvolles: Ein original verpacktes, eingeschweißtes MDK 2 in der Erstauflage. Kenner wissen: Der zweite Teil wurde von Bioware entwickelt. Hier schon mal ein Vorgeschmack.

MDK 2

Nicht wenige Konsoleros halten die Uncharted-Serie für das Beste, was den Next-Gen-Konsolen je passiert ist. Klar, dass die Euphorie in ungeahnte Höhen stieg, als kürzlich Uncharted 3 angekündigt wurde. Und obwohl wir auf die Veröffentlichung noch ein gutes Jahr warten müssen, wird die geifernde Menge schon mit ersten Gameplay-Szenen heiß gemacht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Enjoy!

Letzte Woche präsentierte ich euch an dieser Stelle den erweiterten CGI-Trailer zu Deus Ex 3. Der sagt, so beeindruckend die Rendersequenzen auch sind, leider wenig über die Ingame-Grafik oder das eigentliche Gameplay aus.

Die folgenden Sequenzen schließen diese Lücke und lassen nur einen Schluss  zu: Human Revolution wird in jeder Beziehung bombastisch. Umso schwerer wiegt da die Entscheidung seitens Square-Enix, das Spiel noch weiter Richtung Mitte 2011 zu verschieben.

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>> Tales of Monkey Island kaufen

Der Jahrgang 2009/2010 wird ohne Zweifel als der Zeitpunkt in die Computerspielgeschichte eingehen, an dem mit den Monkey Island-Remakes die vielleicht großartigste Adventureserie aller Zeiten ihren Weg zurück auf die heimischen Monitore fand.

Im Windschatten der Special Editions und vom deutschsprachigen Publikum reichlich unbemerkt, segelte Hauptprotagonist Guybrush Threepwood allerdings noch auf einem zweiten Kahn. Dieser wurde auf den Namen Tales of Monkey Island getauft, von Telltale Games entwickelt und ist, man ahnt es schon, wie schon das Sam&Max-Revival aus gleichem Hause ein Adventure im Episodenformat. Und das sorgt in unseren Gefilden in der Regel für wenig Euphorie, hat der Adventure-Fan doch mit Downloads, englischer Sprache und ewigen Wartezeiten zwischen den einzelnen Episoden zu kämpfen.

Gut also, dass sich der Spieleentwickler Daedalic (Edna bricht aus, A New Beginning) ein Herz fasste, alle Episoden in Text und Sprache ins Deutsche übertrug und zusammen auf eine DVD presste. Und voila, da haben wir ein Produkt, das auch den heimischen Markt anspricht. Die Rahmenbedingungen passen also, stellt sich nur noch die Frage, ob auch die spielerischen Innereien überzeugen können. Und das klärt der nun folgende Test.

Tales of Monkey Island besteht aus insgesamt fünf Einzelepisoden, die über eine zusammenhängende Story verknüpft sind und den Spielfluss deshalb nicht unterbrechen. Der erste Teil, Launch of the Screaming Narwhal, führt euch in einem kurzen Epilog nicht nur in die Story ein, sondern erklärt euch zusätzlich in die grundlegende Bedienung des Spiels. Und die ist leider verkorkst, anders lässt sich das nicht ausdrücken.

Verkorkste Bedienung

Während die gesamte Adventure-Welt dafür sorgt, dass die Spielfigur via standardisierten Point&Click von A nach B kommt, steuert ihr Guybrush entweder umständlich über ein einblendbares Steuerrad, mit dem die Laufrichtung des Piraten vorgegeben wird oder ihr benutzt die nicht minder umständliche Tastaturvariante, könnt in diesem Fall aber trotzdem nicht ganz auf die Maus verzichten. Gegenstände werden entgegen aller Standards nicht miteinander kombiniert, in dem ein Item angeklickt und auf das andere gezogen wird, nein, hier muss man beide in eigens dafür vorgesehene Fächer ziehen und die Kombinationstaste drücken. Klappt es, leuchtet der Bildschirm hell auf. Wenn nicht, darf man sich weiter einen Wolf abklicken.

Zwei Lichtblicke gibt es allerdings: Gegenstände und Personen können immerhin per Point&Click anvisiert werden und Guybrush lässt sich bei längeren Laufwegen dankenswerterweise zum Spurt animieren – das erspart nervige Wartezeiten.

Grafisch durchwachsen, akustisch gut

Wer Sam&Max oder die Wallace&Gromit-Episoden von Telltale bereits kennt, wird wissen, was ihn grafisch erwartet und das sind in erster Linie grobe Polygone, schwache Texturen und staksige Animationen. Technisch macht das Spiel deshalb nicht den besten Eindruck, ist aber auch keine Katastrophe, weil die Präsentation insgesamt trotzdem stimmig ist. Lucasarts hat allerdings ausgerechnet bei den Monkey Island Special Editions gezeigt, wie ein zeitgemäßer Klassiker aussehen kann, wenn man sich etwas Mühe gibt.

Gut gelungen ist hingegen die Musikuntermalung, die das typische Monkey Island-Thema gekonnt aufnimmt. Besonders gefallen hat uns vor allem die Sprachausgabe, welche von Daedalic mit viel Aufwand ins Deutsche gebracht wurde. Da hört sich Guybrush auch wirklich wie ein Guybrush an und allein diese Tatsache sorgt für einen heimeligen Retro-Flash. Nachjustieren ist allerdings bei der Lautstärke angesagt, denn wir hatten das Gefühl, dass die Stimmen deutlich leiser abgestimmt waren als der Soundtrack.

Viel Witz, wenige Kopfnüsse

Wer bei Tales of Monkey Island nach knackigen Rätseln und harten Kopfnüssen sucht, sucht vergebens. Die Serie beschränkt sich auf relativ einfache Kombinationsrätsel und bietet zudem die Möglichkeit, sich kleine Hinweise einblenden zu lassen. Dafür fehlt allerdings eine komfortable Hotspot-Funktion, die dem Spiel trotz aller Seichtigkeit gut getan hätte.

Das Spiel lebt demnach von anderen Qualitäten und das ist in erster Linie der hervorragende Humor, der ja auch schon die Sam&Max-Episoden so speziell machte. Zusammen mit der tollen Sprachausgabe darf sich der Spieler über jede Menge Schenkelklopfer und Gesichtsgrinser freuen.

Durchschnittliche Spielzeit

Die einzelnen Episoden währen nicht lange – im Schnitt spielt man ca. 4 Stunden pro Abschnitt. Das mag nicht viel erscheinen, ist aber in Anbetracht der Gesamtheit aller Episoden eine ordentliche Spieldauer. Zusätzlich darf sich der Käufer an einigen Goodies wie Wallpaper, Concept Arts und Screenshots erfreuen, die sich neben dem Spiel auf der DVD tummeln.

Fazit: Humorvolle Piratensaga

Man nehme Sam&Max, ändere das Setting und siehe da: Tales of Monkey Island ist geboren – überspitzt formuliert, versteht sich. Dennoch lässt es sich nicht leugnen, dass der technische Unterbau des Spiels nicht mehr als taufrisch bezeichnet werden kann, was aber gar nicht mal sonderlich stört, weil die Grafik in sich stimmig ist. Besonders gut gefällt in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete deutsche Sprachausgabe, die einen Großteil des Spielreizes ausmacht.

Fans der harten Knobeleinlagen werden bei dem Episoden-Monkey Island allerdings nicht glücklich, dafür ist der Schwierigkeitsgrad einfach zu seicht, was wiederum Einsteigern (trotz fehlender Hotspot-Anzeige) zugute kommt. Und seien wir mal ehrlich: Die Rätseleinlagen der klassischen Teile waren bisweilen recht absurd, so dass man Monkey Island ohnehin noch nie ein besonders gutes Rätseldesign bescheinigen konnte.

Was also macht den besonderen Reiz der Serie aus? Ganz klar der Humor und der wird auch bei den Tales of Monkey Island ganz groß geschrieben: Grinser, Schenkelklopfer, beherzte Lacher – all das erwartet den Adventure-Fan bei allen fünf Episoden und so möchte jedem, der sich in dieser Beschreibung wiederfindet, dieses Spiel ans Piratenherz legen. Und wer sich weigert, wird augenblicklich gekielholt, arrrrr!

Wertung: 9/12

Weihnachtszeit bedeutet meist auch Schnäppchenzeit. Und da bietet Amazon auch heute wieder ein paar tolle Angebote. Etwa das ausgezeichnete Legend of Zelda: Spirit Tracks für 19,95 Euro auf Nintendo DS (Links zweiter DS-Auftritt übrigens). Oder für Adventurefreunde das hervorragende A New Beginning (kürzlich getestet) für noch einigermaßen schnäppchenhafte 21,96 Euro.

Potentielle World of Warcraft-Neulinge freuen sich indes über das folgende Angebot: Vanilla-WoW wechselt für gerade mal 3,96 Euro den Besitzer. Wer noch weitere 5,96 Euro übrig hat, bekommt das erste Add On The Burning Crusade oben drauf. Etwas teurer wird’s zwar schon mit dem zweiten Add On Wrath of the Lich King, das mit immer noch moderaten 10,96 Euro das Paket allerdings abrundet. Damit fehlt zwar immer noch Cataclysm zum absoluten Glück, aber für den Anfang dürfte das ja erst einmal reichen ;)

Der vielleicht beste Spiele-Trailer der Welt – in der Extended Version. Enjoy.

PS: HD-Fassung anschauen.

Jaaaa, der Sothi kurbelt die Wirtschaft an – und das nicht zum ersten Mal. Doch heuer habe ich vermutlich den Vogel abgeschossen und präsentiere euch mal das Ergebnis der weihnachtlichen Ausbeute – fein kategorisiert nach Konsumgut.

PC- und Videospiele-Konsum

Ich gebe es ja zu: Hin und wieder gönne ich mir ein Computerspiel. Und dann und wann darf’s auch mal ein PS3-Game sein. Doch jetzt stapeln sich zum Weihnachtsfest nicht nur Castlevania: Lords of Shadows (~ 20 Euro) und Vanquish (~ 32 Euro) vor meiner Playstation 3, sondern auch Two Worlds 2 und (seit heute) Fallout: New Vegas (~ 24 Euro) auf meinem Schreibtisch. Besonders letzteres hat es mir angetan und so bleibt nur die Hoffnung auf die Weihnachtsfeiertage – denn vorher komme ich vermutlich zu gar nichts.

Brettspiel-Konsum

So langsam sollte man meinen, dass die Brettspielsucht nachlässt, aber der Rückfall erfolgte vor einer Woche. Da überkam mich nämlich urplötzlich die Lust darauf, mir die (große) Galaxy Trucker-Erweiterung (~ 27 Euro) und das Descent-Add On Schrecken des Blutmeers (~ 40 Euro) zu besorgen – Galaxy Trucker hauptsächlich wegen der 5-Spieler-Funktionalität und die Descent-Expansion weil ich… nun ja… alle Descent-Erweiterungen habe. Und weil ich mal wieder Lust darauf habe, ein ganz neues Brettspiel auszuprobieren, befindet sich Space Alert (~ 30 Euro) bereits auf dem Weg in fränkische Gefilde.

Blu-ray- und DVD-Konsum

In Sachen Film- und Serienkonsum geht’s gemäßigt zu. Lediglich Lost 6 (~ 55 Euro) im Blu-ray-Format lag heute im Briefkasten. Die erste Folge wurde auch bereits eingeschmissen, aber im Moment will der Funke noch nicht so recht überspringen. Sollte mir vielleicht doch mal die 8-Minuten-Schnellfassung anschauen ;)

Masters of the Universe Classics-Konsum

Diese verdammten Figuren! Erst plündern sie mein Portemonnaie und belagern dann auch noch mein Wohnzimmer. Und das gilt insbesondere für die letzten Einkäufe, denn da kam auch aufgrund der CyberMondays einiges zusammen: He-Man (~ 20 Euro), Skeletor (~ 20 Euro), Battle-Cat (~ 30 Euro), King Grayskull (~ 20 Euro) und Grizzlor (~ 20 Euro). Und am 15. Dezember wartet noch Buzz-Off (~ 20 Euro) darauf, über den Atlantik geschippert zu werden

Hardware-Konsum

Von meinem ursprünglichen Plan, mir einen neuen Laptop zu kaufen oder meinen PC mit neuer Hardware aufzurüsten, bin ich erst einmal abgekommen (warum wohl?). Zum gerechten Ausgleich erfüllte ich mir aber mit dem Kauf der Logitech Harmony One (~ 111 Euro) einen lang gehegten Wunsch. Das Gerät ist eine richtig geile Multifunktionsfernbedienung mit Touch Screen und Macrofunktionen und erste Tests lassen vermuten, dass ich mich demnext einer ganzen Armada von Fernbedienungen entledigen werde.

Und weil ich noch etwas Geld übrig hatte, gab’s jetzt noch eine JVC GZ-HM 335 HD-Videokamera (~ 333 Euro) oben drauf – die bekommen allerdings meine Eltern zu Weihnachten.

Huch, schon durch? Hätte schwören können, dass da noch mehr war.

Update vom 07.12.: Amazon hat's nochmal im Preis gesenkt. Jetzt kostet Civ5 nur noch 22,97 Euro - awesome!

Und schon haut das das nächste Spiele-Schnäppchen voll ins Kontor. Ich weiß nicht wie, ich weiß nicht warum, ich weiß nicht wie lang – doch Amazon hat aus irgendeinem Grund die Civilization 5 Special Edition auf 27,97 Euro gesenkt.
Wer auch nur irgend etwas mit Globalstrategie anfangen kann, schlägt bei diesem Hammerpreis zu. Und alle anderen ziehen sich mal ganz schnell meinen Test rein.

Dieses Mal halte ich mich übrigens zurück – aber auch nur weil ich’s schon habe *g*.

Fallout: New Vegas für 25 Euro? Man ey, warum sagt mir das denn keiner?! Wenn ich das Angebot verpasst hätte, hätte ich morgen richtig, aber so richtig schlechte Laune gehabt.

Und das Allerbeste: Die 5 Euro, die normalerweise für den Ab-18-Versand anfallen, schreibt einem Amazon wieder gut. Verrückt! Konsolenversionen für je 10 Euro mehr gibt’s übrigens auch:

Das Angebot dürfte nur noch wenige Stunden anhalten, da dies wohl das fünfte Türchen des Amazon-Adventskalenders widerspiegelt.

Einer der Gründe, warum ich Civilization IV für das beste Civ aller Zeiten halte, ist einem recht irrationalen Grund geschuldet: Dem Civ-IV-Startbildschirm, genauer gesagt die Gesamtkomposition aus Weltkugel, Tag- und Nachtwechsel und der tollen Musik, die bei mir für Gänsehautfeeling sorgte. Vergleicht dies bitte einmal mit dem aktuellen Startscreen von Civilization V und ihr wisst durch welche (kleinen) Gesten ein Entwickler für Atmosphäre beim Spieler sorgen kann.

Heute las ich dann noch folgende Meldung, die belegt, dass ich mit meiner Einschätzung nicht völlig falsch liege: Die Civ-IV-Titelmelodie, die übrigens auf den Namen Baba Yetu hört, wurde jüngst für den wichtigsten Musikpreis der Welt nominiert, die Grammy Awards 2011.

… kann trotzdem nur einer gewinnen. Und ihr dürft erraten, wer am Ende das Rennen macht ;)

Two Worlds 2

>> Two Worlds II kaufen

Reality Pump räumt mit einem Klischee auf: Orks können nett sein! Oder wer würde das Gegenteil behaupten, wenn uns die Grünhäute aus den Klauen eines gemeingefährlichen Tyrannen befreien? Eben! Und so beginnt Two Worlds II erfrischend anders: Mit einem spektakulären Gefängnisausbruch.

Doch vorher setzt der Rollenspielgott stets die Charaktererschaffung voraus und das ist auch bei Two Worlds II nicht anders – allerdings mit einer gewichtigen Einschränkung: Die Vergabe von Charakterwerten oder eine Klassen-/Rassenauswahl sieht das Programm an dieser Stelle nicht vor. Das ändert sich zwar im späteren Spielverlauf, weil der Protagonist bei jedem Levelaufstieg Charakter- und Skillpunkte erhält, doch zu Anfang darf man sich nur für das Äußere des Helden entscheiden und auch hier wird man von der Varianz nicht gerade erschlagen. Positiv betrachtet hat das Ganze einen Vorteil: Man darf sofort ins Spielgeschehen einsteigen.

Eingeleitet wird Two Worlds II von einem recht eindrucksvollen Intro im Herr der Ringe-Stil, das Nicht-Kennern des Vorgängers die Ausgangssituation bedrohlich vor Augen führt. Das Zwillingsschwesterchen des Helden ist nämlich ebenso Gefangene des Oberschurken Gandohar wie unsere Wenigkeit und stellt darüber hinaus die Machtbasis für dessen üble Zauberreien dar. Die Mission ist demnach klar: Ausbrechen, stärker werden, zurückkehren, Obermotz auf die Nase hauen, Schwesterlein in die Arme schließen und auf Two Worlds III warten.

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Das Everquest-Tagebuch geht in die nächste Runde und präsentiert euch den Leidensweg eines jungen Enchanters, der all sein Hab und Gut verliert, weil er seine neugierige Eruditen-Nase zu weit in fremde Angelegenheiten tunken musste. Leid und Everquest – das sind ohnehin zwei Begriffe, die gut zueinander passen. Aber was uns nicht umbringt, macht uns bekanntlich stärker – sonst hätte ich’s doch nie zwei Jahre in WoW ausgehalten ;)

Prolog

Früher, in sehr grauer Vorzeit (Leser meiner Mainseite wissen, dass ich Everquest bereits 1999 zum ersten Mal betrat), war das Geschäft mit dem Mob noch um einiges schwieriger und nervenaufreibender. Aber auch deutlich spannender: Selten konnte mich ein Spiel zu solchen Wutausbrüchen treiben wie dieses, kaum ein anderes Spiel erzeugte aber auch derartige Glücksmomente.

Bei Everquest lagen Freud’ und Leid’ also schon immer eng beinander und all dies verarbeitete ich Beizeiten in einem Tagebuch, das ich im Zuge meiner Account-Reaktivierung in mehreren Teilen präsentieren möchte.

Anzumerken wäre vor der folgenden Lektüre noch, dass es zwischen dem Everquest von damals und jenem, das den Spielern heute zur Verfügung steht, doch deutliche Unterschiede gibt. So war der Verlust der Leiche eine echte Tragödie und es war (ohne Buffs) schier unmöglich, Monstern per pedes zu entkommen. Einzig der rettende Zonenübergang in die nächste Karte war so etwas wie ein Lichtblick, wenn mal wieder ein knallroter Mob hinter uns herwetzte. Und das Reisen war manchmal eine Qual: Everquest kannte in der Urfassung drei Kontinente, die für Normalsterbliche nur per Schiff zu erreichen waren. Und die Dinger ließen sich Zeit: Da stand man dann schon mal locker 20 Minuten und wartete auf das nächste Schiff. Andrerseits muss man auch sagen: Teleporterklassen machten damals halt noch richtig Sinn und das Gefühl durch eine sehr große, sehr gefährliche Spielwelt zu laufen ist trotz aller Risiken bis dato unvergleichlich.

Was allerdings früher, wie auch heute noch gilt: Der Unsichtbarkeitszauber ist recht unzuverlässig und entgleitet dem Spieler gerne mal ohne ersichtlichen Grund – was sehr unangenehme Folgen haben kann ;)

Doch nun lasset das Tagebuch beginnen, das uns zurück in jene Zeit um den April 1999 führt.

Das Schwarze Auge – wer würde mit diesem altehrwürdigen Franchise je etwas anderes verbinden als ein Rollenspiel? Doch Daedalic, die Entwickler des hervorragenden A New Beginning, machen es möglich: Aus der DSA-Lizenz wird ein Adventure gebastelt.

Wir sind sehr stolz, mit unserem Spiel ein Teil der Welt von Das Schwarze Auge zu werden, so Carsten Fichtelmann, Geschäftsführer von Daedalic Entertainment. „Mit Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten werden Spieler tief in die Welt von Aventurien eintauchen, eine fantastische Geschichte erleben und Landstriche erkunden, die noch nie in einem DSA-Computerspiel erforscht wurden. […] Es freut uns außerordentlich […] mit einem spannenden Adventure dem Spieluniversum DSA ein neues Kapitel hinzuzufügen, so Dr. Stefan Blanck, Geschäftsführer der Chromatrix GmbH.

Als semi-professioneller Pen&Paper-Spieler (hey, ich hatte zumindest mal das Basisspiel!) und passionierter Besucher der Nordland-Trilogie bin ich sehr sehr gespannt.

Bei Kinect ist stets voller Körpereinsatz gefragt. Aber dass es gleich so schweißtreibend wird, hätte ich ja nie vermutet. Und dabei wollte ich mir das Ding sowieso nicht zulegen – das hat sich jetzt wohl erledigt! Danke @Superlevel!

Abgesehen davon ist, scheint Kinect eine Gefahr für das leibliche Wohl zu sein.

>> Zu meinem Two Worlds II-Test

Wer sich schon einmal das Two Worlds 2-Handbuch vorgenommen hat, dürfte bereits festgestellt haben, dass es da einige essentielle Wissenslücken in Bezug auf die Symbole gibt, mit denen die Gegenstände des Spiel versehen sind. Das ist in sofern doppelt tragisch, als dass es die Entwickler leider versäumten, einen entsprechenden Tooltip einzublenden, der die Bedeutung der Icons erklärt. Abhilfe schafft die folgende Grafik.

Der aktuelle Monat ist in Sachen Heft-DVD-Vollversionen recht gelungen. Hier der Überblick für November/Dezember 2010:

MagazinAusgabeVollversion
Gamestar XL 01/11 Agatha Christie: Das Böse unter der Sonne, Drakensang Gold (XL)
PC Games 12/10 Tomb Raider: Anniversary
Computerbild Spiele Gold   12/10 The Westerner 2, Race 07, Gothic 3 + Götterdämmerung (Gold)
PC Action 12/10 Armed Assault

Bin im Moment von Two Worlds II sehr angetan, aber ein wenig Feinschliff kann es durchaus noch vertragen. Da passt es ja, dass die Jungs von Reality Pump den ersten kleinen Patch veröffentlicht haben:

Basierend auf den eigenen Erfahrungen und dem Feedback der riesigen Fangemeinde ist ab sofort Update 1.0.1 zum Download verfügbar, welches sich vor allem auf das technische Feintuning konzentriert. Unter anderem werden Probleme beim Teleportieren oder Überschreiten unsichtbarer Map-Grenzen sowie eine falsche Einstellung im Sniper-Modus und einige Multiplayer-Bugs gelöst. Noch vor Weihnachten ist die Fertigstellung eines umfangreichen Gold-Updates geplant. Darin werden beispielsweise die Benutzeroberfläche um einige Funktionen erweitert, KI- und Balancing verbessert sowie zahlreiche weitere Wünsche aus der Community realisiert.

Das Update gibt’s hier und meine Erfahrungen im gewohnt kritisch-kompetenten Gewand (sprich: das Review) präsentiere ich euch in wenigen Tagen bei mir im Blog.

A New Beginning

>> Bestell-Link

Welch Jammertal hatten Adventure-Fans noch vor einigen Jahren zu beklagen: Da war vom Tod des Genres, vom Abgesang einer großen Spielkultur die Rede und alle stimmten unisono in das Klagelied mit ein. Adventures schienen unrettbar verloren und dann kam die Wende – langsam, aber gewaltig. Mit Titeln wie der Ankh-Reihe oder den beiden Geheimakte (Tunguska)-Teilen, die das Herz der Spielerschaft im Sturm eroberten.

Mittlerweile stehen Adventures wieder so hoch im Kurs, dass kaum ein Monat vergeht, an dem nicht ein neuer Titel vorgestellt wird und kaum ein Entwickler der jüngeren Zeit leistete hier wertvollere Arbeit als das Studio Daedalic Entertainment, das mit dem Überraschungshit Edna bricht aus und dem wundervollen The Whispered World schon jetzt zu den festen Größen des Genres gehört.

Der Hamburger jüngstes Baby hört auf den epischen Namen A New Beginning und gehört zu den gesellschaftskritischsten Adventures, die uns Spielern je präsentiert wurden: Bent Svensson, ein desillusionierter norwegischer Wissenschaftler wird aus heiterem Himmel von der jungen Zeitreise-Pilotin Fay aufgesucht, die behauptet, dass die Menschheit in nur wenigen Jahrzehnten von einer riesigen Klimakatastrophe heimgesucht wird, deren Vermeidung einzig in Bents Händen läge.

Ernstes Thema, liebevoll verpackt

Daedalic greift ein brandaktuelles Thema auf, das derzeit Politik und Bevölkerung in Wallung versetzt: Atomenergie. Denn während die Laufzeiten für die hiesigen AKWs just verlängert wurden, steht diese Entscheidung bei A New Beginning noch aus. Mehr sogar: Da Svensson eine vermeintlich alternative Energiequelle in seinen Händen hält, wäre es durchaus möglich, die Zukunft der Menschheit anders zu gestalten, wären da nicht die bekannten Interessen der Großkonzerne, die mit Energie lieber Milliardengeschäfte machen, als diese zu verschenken.

Ernster Stoff also, den die Entwickler jedoch liebevoll verpacken. So kommt das Spiel mit einem ähnlich schönen, handgezeichneten Look daher, der schon The Whispered World so wundervoll in Szene setzte. Zwischensequenzen werden, ganz wie bei einem Comic, in einzelnen Fenstern dargestellt. Das ist ungewöhnlich und vielleicht nicht jedermanns Geschmack, weist aber zumindest auf einen gewissen Mut für neue Formen der Darstellung hin.

Der technische Aspekt

Technisch könnte sich das Spiel indes einen Hauch moderner zeigen: Die Animationen wirken bisweilen etwas hakelig, die Grafik ist relativ niedrig aufgelöst und um die Protagonisten herum bilden sich unschöne Treppchen. Dafür werden die Ohren mit einem wunderbaren Soundtrack verwöhnt, der erfreulicherweise als CD in der aufwändig gestalteten Box liegt. Anders als bei vielen andren Spielesoundtracks gibt es hier tatsächlich das eine oder andere (melancholische) Stück, das man sich tatsächlich auch mal außerhalb des Spieles anhört– sehr schön!

Jeder Dialog ist im Übrigen vertont und hier hat sich das Studio in den meisten Fällen auch sichtlich Mühe gegeben. Trotzdem fällt besonders bei Nebencharakteren immer mal wieder auf, dass nicht alles auf gleichbleibend hohem Niveau ist – störend ist dies allerdings nur in den seltensten Fällen.

Standardisierte Rätselkost

Spielerisch geht A New Beginning keine neuen Wege: Grundsätzlich wird hier die übliche Rätselkost geliefert, die bedingt durch das Szenario etwas spannungsgeladener daher kommt als üblich. Der Ideenreichtum der Aufgaben und deren Lösung halten sich hierbei eine angenehme Logikwaage, auch wenn sich so manches Rätsel als höchst resistente Kopfnuss erweist. Rätsel, in denen mehrere Protagonisten Hand in Hand arbeiten müssen, gibt es kaum – und das, obwohl das Spiel häufig den Hauptcharakter wechselt. Hier hätte man mehr daraus machen können, gerade weil Fay und Bent vielfach zusammenhängen.

A New Beginning

Von Zeit zu Zeit fordert der Titel kleinere Minispiele von uns ab, die zum Teil so seltsam in Szene gesetzt sind, dass man gar nicht genau weiß, was das Spiel von einem verlangt. Das haben wohl auch die Entwickler vorausgesehen und einen Button eingebaut, der jedes Minispiel nach drei Minuten automatisch als gelöst überspringt – eine Funktion, die so mancher Spieler sicherlich dankend in Anspruch nimmt.

Überhaupt hat des Daedalic gut mit den Ungeduldigen gemeint: Mittel Space-Taste lassen sich Hotspot-Punkte anzeigen und per Doppelklick auf einen Ausgang lassen sich lange Laufwege deutlich abkürzen. Das spart Zeit und Nerven.

Unverbrauchtes Szenario

Was am meisten für A New Beginning fasziniert ist das unverbrauchte Szenario und die Art und Weise, wie es die Entwickler geschafft haben, ein ernstes Thema in einem comicartigen Spiel zu realisieren. Da haben wir auf der einen Seite die junge Fay, die in ihrer fast schon naiven Art staunend die Geschehnisse um sich herum betrachtet und damit im direkten Kontrast zum brummig-sarkastischen Bent liegt, der mit seinen trockenen Sprüchen ein ums andere Mal für herzhafte Lacher sorgt.

Auf der anderen Seite springt uns die brandaktuelle Umweltproblematik direkt an, die sich bisweilen knallhart im Spielverlauf äußert und Nebencharaktere im wahrsten Sinne des Wortes auch mal über die Klinge hüpfen lässt.

Bugs, Abstürze oder andere technische Probleme, wie sie in diversen Foren oder Amazon-Rezensionen kundgetan werden, konnten wir während des Tests übrigens nicht feststellen. So kam es während des gesamten Spielsession zu keinem einzigen Absturz und das, obwohl häufig zwischen Desktop und Spiel gewechselt wurde.

Fazit: Wunderbar mutige Mischung

Daedalic ist mal wieder mutig: Nach dem schon sehr ungewöhnlichen Edna bricht aus und dem reichlich melancholischen The Whispered World steht mit A New Beginning abermals ein Adventure in den Startlöchern, das über ein außergewöhnliches und vor allem unverbrauchtes Szenario verfügt. Die Mischung aus Zeitreise-Thematik und Klimakatastrophe bildet den Nährboden für eine höchst interessante Story, die immer wieder Verweise auf reale Geschehnisse einflechtet und damit auch politisch Interessierte in ihren Bann zieht.

Doch keine Sorge: A New Beginning bleibt im Kern ein klassisches Adventure und punktet deshalb mit all den Tugenden, die Fans dieses Genres so lieben: Guter Humor, knackige Rätsel und ein angenehmes Äußeres. Letzteres ist zwar nicht State of the Art, versprüht dank handgezeichneter Hintergründe und Protagonisten einen sehr willkommenen Charme und wagt hier mit der eigenständigen Darstellung der Zwischensequenzen einen innovativen Schritt.

Insgesamt eine wunderbare Mischung ungewöhnlicher Einzelteile, die schön miteinander harmonieren und das Spiel trotz kleinerer Schwächen zu einer sehr empfehlenswerten Gesamtkomposition machen. Kauftipp – auch weil der Packungsinhalt stimmt!

Wertung: 10/12

everquest_hillgiant

Leider einen Tag später als sonst, aber ihr wisst ja: Real Life geht vor. Ist sowieso mein Lieblingsspruch aus früheren MMORPG-Tagen: Wenn einer nicht zum Raid kommen konnte --  Kein Thema! Real Life geht vor. Wenn einer keiner Zeit hatte, bei einer Quest zu helfen – No problem! Real Life geht vor. Jaja, darin waren sich alle einig.

Doch wehe, die Gilde erreichte nicht die Ziele, die sich einige ehrgeizige Mitglieder gesteckt hatten. Dann hatten diejenigen mit viel Real Life plötzlich noch mehr Gelegenheit, sich dem wahren Leben zu widmen, weil sie auf einmal gildenlos waren. Keine Community ist eben so scheinheilig wie die der Online-Rollenspieler :)

Aber zurück zum Thema: Mein Mönch wird langsam an den Nagel gehängt, dafür arbeite ich die besonderen Vorzüge meiner neuen Wunschklasse heraus: Den Enchanter. Man muss wirklich sagen, dass diese Klasse sicherlich zu den besten Erfindungen in der Online-Rollenspiel-Welt zählt, aber auch nicht ganz einfach zu spielen ist.

Prolog

Früher, in sehr grauer Vorzeit (Leser meiner Mainseite wissen, dass ich Everquest bereits 1999 zum ersten Mal betrat), war das Geschäft mit dem Mob noch um einiges schwieriger und nervenaufreibender. Aber auch deutlich spannender: Selten konnte mich ein Spiel zu solchen Wutausbrüchen treiben wie dieses, kaum ein anderes Spiel erzeugte aber auch derartige Glücksmomente.

Bei Everquest lagen Freud’ und Leid’ also schon immer eng beinander und all dies verarbeitete ich Beizeiten in einem Tagebuch, das ich im Zuge meiner Account-Reaktivierung in mehreren Teilen präsentieren möchte.

Anzumerken wäre vor der folgenden Lektüre noch, dass es zwischen dem Everquest von damals und jenem, das den Spielern heute zur Verfügung steht, doch deutliche Unterschiede gibt. So gab es für manche Klassen in der Regel keine Möglichkeit, aus verwinkelten Dungeons zu entkommen, wenn man sie sich einmal in diesen verlaufen hatte. Da half dann meist nur, sich dem Tod zu übergeben. Dumm nur, dass damit sämtliche Ausrüstung futsch war – die lag nämlich bei der Leiche.

Inzwischen hat Everquest mehrere Stufen durchlaufen: Während es einige Zeit so war, dass man bis zum einem bestimmten Level (die ersten zehn?) seine Ausrüstung trotz Tod behielt, ist es mittlerweile so, dass das Equipment gar nicht mehr bei der Leiche verbleibt – ein Umstand, der vor 10 Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

Doch nun lasset das Tagebuch beginnen, das uns zurück in jene Zeit um den April 1999 führt.

Man, ich freu mich echt wie Sau auf Tron Legacy. Schon zig Trailer jetzt gesehen und immer wieder fällt mir vor allem eines auf: Bilder und Musik passen hier fast symbiontisch zusammen. Abgesehen davon gefällt mir Daft Punkt ohnehin sehr gut, aber hier scheint das Duo ein Meisterstück abgeliefert zu haben. Ich denke, das ist der erste Soundtrack seit Gladiator, der mal wieder kaufenswert wäre.

Kleine Kostprobe gefällig?

Und bis Januar ist es ja Gott-sei-dank nicht mehr so lange hin.

Retrogaming Soundtrack Quiz  

Es ist Sonntag Abend, kurz vor 10 und die Äuglein werden langsam schwer. Deshalb mach ich's heute mal ganz kurz: Gewinner des letzten Quiz' war kein Geringerer als der verehrte Sanifox, der mit großer Zuversicht auf den guten alten Patrizier tippte und damit goldrichtig lag.
 

Auflösung zu Quiz 17: Der Patrizier

Und damit begrüßen wir zugleich einen weiteren Neuzugang in unserer Punktetabelle:

Retrogaming Soundtrack Quiz
- Top 5 -
1. Fabu (4 Punkte)
1. DonFalcone (4 Punkte)
3. Druzil (3 Punkte)
4. Sel (2 Punkte)
5. Halikan (1 Punkt)
5. Rippi (1 Punkt)
5. Sanifox (1 Punkt)

Ich bin mir sehr sicher: Wenn ich die folgenden Zeilen schreibe, wird das Spiel vermutlich sofort erraten. Aber: Ich muss es einfach tun, weil ich das Game in meiner Amiga-Zeit geliebt habe.

Kennt hier jemand den Kung-Fu-Film Die 36-Kammern der Shaolin? Die Entwickler des gesuchten Spiels ließen sich von diesem Streifen gehörig inspirieren und bastelten eine (inoffizielle) Adaption, dessen Gameplay sich in zwei Hälften unterteilt: Der erste Part umfasst das Durchlaufen der Kammern der Shaolin; umso besser unser Novice hier abschneidet, umso stärker fallen dessen Charakterwerte aus -- das Gameplay versprühte also leichtes Rollenspielflair. Mit diesem Charakter, dem man passsenderweise auf einer Charakterdisk speichern durfte, ging es dann schließlich in die eigentlichen Kämpfe und damit in den zweiten Gamplay-Part des Spiels.

Sieht man einmal davon ab, dass dieses Spieldesign für einen Martial Arts-Titel der damaligen Zeit schon recht außergewöhnlich ist, so hat es mir doch vor allem die grafische Darstellung angetan. Ich kann mich an kaum einen Titel der 16-Bit-Ära erinnern (die Cinemaware-Spiele vielleicht ausgenommen), der so ein stimmiges, fast schon kinoreifes Grafikdesign auf den Bildschirm zaubern konnte. Passend dazu gesellte sich der wunderschöne Soundtrack. Insgesamt eine tolle Gesamtkomposition, die ein wenig darüber hinwegtäuschte, dass sich die Kampfsequenzen recht unspektakulär und etwas träge spielten. Der folgende Tune stammt aus dem ersten Kampf, den man nach der Trainingsphase absolviert.


Retrogaming Soundtrack Quiz: Teil 17

Letzte Woche berichtete ich bereits darüber, dass es in Kürze eine deutschsprachige Version zu Tales of Monkey Island geben wird und siehe da, schon trifft der erste Trailer ein. Und der macht zumindest eines klar: Die Voice-Lokalisierung scheint sehr gut gelungen zu sein. Doch hört selbst rein.

Ich möchte einmal folgende Anekdote aus meiner Jugend los werden: Es gab mal eine Sendung, die nannte sich Peters Popshow – war so etwas wie die frühzeitliche Form von The Dome. Dort trat ‘89 unter anderem Depeche Mode auf. Der Name und die Musik sagte mir vorher gar nichts, aber den Personal Jesus-Auftritt fand ich damals so geil, dass ich mich seither als Depeche Mode-Anbeter sehe.

Nun gaben Depeche Mode in jener Sendung zwei Songs aus dem legendären Violator-Album zum Besten: Eben jenes Personal Jesus und dann noch einen Song namens Enjoy the Silence, den ich in meinem jugendlichen Leichtsinn absolut öde fand.

Heute, Jahrzehnte später, oute ich mich: Ich liebe Enjoy the Silence. Einer der besten Songs ever. Die größte Meisterleistung, die Martin Gore je komponierte. Das großartigste Lied, dem Dave Gahan je seine Stimme lieh. Ich könnte den Song noch hunderte Male hören und würde immer noch Gänsehaut bekommen.

Nachdem ich heute eine 8-Bit-Version von Enjoy the Silence bei Hoodoohaufen auf 8-Bit gefunden haben, nahm ich das mal zum Anlass für diesen Artikel. Hört sich echt nicht schlecht an, aber ausnahmsweise muss ich mal sagen, dass mir die Chiptune-Version nicht ansatzweise so gut gefällt wie das Original :)

Everquest Tagebuch

Langsam werde ich ja richtig serientreu: Mein Everquest-Tagebuch befindet sich nun schon in der dritten Woche und noch immer kämpft sich mein armer geschundener Mönch durch die verwinkelten Gänge einer brandgefährlichen Gnollhöhle. Doch langsam zeichnet sich ab, dass ein Leben aus Tritten, Handkantenschläge und Erde fressen nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann.

Prolog

Früher, in sehr grauer Vorzeit (Leser meiner Mainseite wissen, dass ich Everquest bereits 1999 zum ersten Mal betrat), war das Geschäft mit dem Mob noch um einiges schwieriger und nervenaufreibender. Aber auch deutlich spannender: Selten konnte mich ein Spiel zu solchen Wutausbrüchen treiben wie dieses, kaum ein anderes Spiel erzeugte aber auch derartige Glücksmomente.

Bei Everquest lagen Freud’ und Leid’ also schon immer eng beinander und all dies verarbeitete ich Beizeiten in einem Tagebuch, das ich im Zuge meiner Account-Reaktivierung in mehreren Teilen präsentieren möchte.

Anzumerken wäre vor der folgenden Lektüre noch, dass es zwischen dem Everquest von damals und jenem, das den Spielern heute zur Verfügung steht, doch deutliche Unterschiede gibt. Das gilt zwar nicht für die Begrifflichkeiten, aber wer in den EQ-Anfangstagen durch Norrath zog, konnte mit Wörtern wie Train, Pullen, Maintank, Damage Dealer, Nuken und all dem Zeug wenig anfangen. Der Grund: Viele Begriffe gab es vorher in keinem anderem Rollenspiel und erlebten in Everquest ihre Geburtsstunde.

Doch nun lasset das Tagebuch beginnen, das uns zurück in jene Zeit um den April 1999 führt.

Civilization V

Fortsetzungen sehr bekannter Spieleserien umgibt meist ein Hauch von Fluch: Entwickelt sich das Spiel nicht entscheidend weiter, stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit der Produktion. Wird das Spielsystem zu stark renoviert, fühlen sich Altveteranen vergrault. Und so tastet sich auch die Civilization-Reihe seit jeher vorsichtig an neue Spielgefilde heran, fügt hier und da neue Spielelemente hinzu und beschränkt sich vornehmlich darauf, die Grafikengine aufzuwerten.

Auf zu neuen Ufern

Doch mit dieser Methodik, die zuletzt mit Civilization 4 perfektioniert wurde, brechen die Entwickler für Teil 5 -- und das lässt sich am stärksten am neuen Kampfsystem festmachen. Vorbei die Zeiten, in denen Einheiten im Dutzend übereinander gestapelt wurden und epische Schlachten um einzelne Städte entbrannten. In die Hexfelder, die die Spielwelt neuerdings überziehen, passt nur noch eine einzige Einheit und selbst Großmetropolen bekommen maximal einen Verteidiger zur Seite gestellt, dürfen dafür allerdings von Anfang an mit Langstreckenwaffen gegen Invasoren vorgehen. Dies hat zur Folge, das Angriffe gegen Städte, sei es durch KI-gesteuerte Barbaren und andere Völker in der Anfangsphase kaum noch gelingen. Insgesamt bewirkt das System, dass einzelne Einheiten an Wert gewinnen – auch deshalb, weil der Unterhalt für jeden gebauten Kampfverband kräftig am Staatssäckel zehrt.

Vereinfachung des Spielsystems

Abgesehen vom Kampfsystem, das insgesamt komplexer als üblich ist und die besten Tugenden (Auflevelsystem!) des Vorgängers übernommen hat, macht Civilization 5 einen simplifizierten Eindruck. Fast wirkt es so, als hätte Firaxis gefallen am Konsolenableger Civilization Revolution gefunden, denn viele Spielmechanismen, die noch durch Civilization 4 und dessen Erweiterungen eingeführt wurden (Religion, Spionagesystem, Aktiengesellschaften), fielen dem Rotstift zum Opfer. Auch das Interface wurde entschlackt, was Anfängern sicherlich zugutekommt, da das Spielsystem übersichtlicher wird: Die Eroberung einer Stadt bringt der gesamten Bevölkerung einen Glücklichskeitsmalus ein, der Bau eines entsprechenden Gebäudes hebt diesen wieder auf. Ursache und Wirkung werden in Civilization 5 auf möglichst einfacher Ebene gehalten.

Civilization V

KI und Diplomatie – Altlasten 5.0

Seit 1999, dem Jahr, in dem der Civ-Ableger Alpha Centauri aus der Taufe gehoben wurde, wünschen sich Fans ein ähnlich gutes und nachvollziehbares Diplomatiesystem für die Civilization-Reihe. Leider zieht sich dieser Makel von Teil zu Teil, ohne dass die Entwickler es jemals geschafft hätten, dies zufriedenstellend umzusetzen. Die Hoffnungen, die in dieser Beziehung auf Civ 5 ruhten, können getrost als gescheitert bezeichnet werden. Die Möglichkeiten, die sich dem Spieler im neuesten Teil bieten, sind nicht etwa vielzähliger, sondern sogar noch gestutzt worden: Konnten früher etwa einzelne Technologien untereinander getauscht werden, so ist dieses jetzt nur noch über das sehr passive Forschungsabkommen möglich. Auch sind die Entscheidungen der KI nicht nachvollziehbarer als früher: Selbst der freundlichst gesinnte Staat erklärt uns mit großer Sicherheit den Krieg, wenn wir unsere Städte zu nah an dessen Grenzen bauen. Darüber hinaus scheinen spielrelevante Schmakazien wie die kulturelle Eroberung angrenzender Städte zusammengestrichen worden sein. In unserem Test funktionierte dies nur noch über einen Großen Künstler – schade.

Globale Strategie mit Questsystem

Den Zeichen der Zeit folgend entschied sich Firaxis dafür, auch dem neuesten Civilization eine Art Questsystem zu spendieren. Dies wurde über die so genannten Stadtstaaten umgesetzt, die zahlreich über die gesamte Spielwelt verstreut sind. Stadtstaaten sind autarke KI-Städte, die niemals auf Expansionskurs gehen, aber deren Loyalität man gewinnen kann. Hierfür gibt eine Reihe Tasks, die sehr simpel gehalten und in den allermeisten Fällen darauf hinaus laufen, generische Stadtstaaten zu vernichten oder nahe gelegenen Barbarendörfer dem Erdboden gleich zu machen. Ist man erst einmal mit einer solchen Stadt verbündet, winken einige Boni -- so darf sich der Spieler etwa von Zeit zu Zeit über eine aktuelle Einheit freuen oder an besonderen Ressourcen partizipieren. Insgesamt spielt dieses Feature aber keine tragende Rolle.

Moderne Zeiten

Technisch macht die Civilization-Reihe einen großen Schritt nach vorne. Zwar kann nicht mehr so außergewöhnlich weit herausgezoomt werden, wie es noch im Vorgänger der Fall war, aber insgesamt ist Civilization 5 der erste Teil der Serie, der wirklich als schön bezeichnet werden kann. Das gilt schon für die Darstellung der Spielkarte und für die Einheitenanimationen, aber insbesondere und vor allem für die Präsentation des KI-Anführers, sobald mit diesem in diplomatischen Kontakt getreten wird. Atmosphärisch klasse sind hierbei nicht nur die wunderbaren animierten Hintergründe, sondern auch die Idee, den Anführer des Gegners in seiner landeseigenen Sprache parlieren zu lassen. Weniger imposant ist hingegen die staubtrockene Präsentation der Weltwunder -- Fans des zweiten Civilization werden die Filmchen noch immer vermissen.

Civilization V

Performancetechnisch macht sich die Grafikpracht bemerkbar: Wer ein gutes Mittelklasse-System besitzt (hier ein C2D E8400 mit GTX 260 und 4 GB Ram) wird sich im Verlauf des Spiels über nervige Pausen bei der Rundenberechnung ärgern.

Fazit: Kein Wohlfühl-Civ, aber trotzdem gut

Es ist kein rational begründetes Gefühl, aber der fünfte Teil macht, obwohl er zu 99% ein echtes Civilization ist, in manchen Teilen den Eindruck eines Civilization Lite, eines Civilization Revolution-Ablegers, der hier und da auf Komplexität getrimmt wurde. Fühlten sich Käufer des Vorgängers noch wie die Besitzer eines Rund-um-Wohlfühl-Pakets, das vom (grandiosen) Hauptmenü bis zum Spielende glücklich machte, muss sich Civilization 5 seine Freundschaft insbesondere bei Veteranen der Serie erst einmal hart erarbeiten. Das mag auch an dem etwas gestutzt wirkenden Interface liegen, das nur noch die wichtigsten Informationen präsentieren soll. Einerseits löblich, andrerseits leicht konsolenartig und damit befremdlich.

Dabei macht das Spiel gar nicht viel falsch: Grafisch ist es eine Augenweide, die Diplomatie-Kiste ist auch nicht schlechter als das schon seit jeher durchwachsene System der Vorgänger, die Stadtstaaten-Implementierung ist eine ganz nette Idee und das neue Kampfsystem ist klar besser als bei jedem anderen Civ-Teil.

Trotzdem: Aufgrund der Tatsache, dass Firaxis an der einen oder anderen Stellschraube gedreht hat, fühlt sich das Spiel bisweilen nicht mehr "richtig" an. Dazu kommt noch eine Kampf-KI, die einen schwächeren Eindruck macht, als das noch beim Vorgänger der Fall war: Noch nie war es so einfach, Civ auf höheren Schwierigkeitsgraden zu gewinnen.

Unterm Strich bleibt allerdings der Spielspaß und dieser ist auch hier auf gewohnt hohem Niveau. Die dreißig Stunden, die mich das Spiel bislang beschäftigt hat, sind dermaßen flott vergangen, dass sich selbst jetzt noch der Eindruck verfestigt hat, den Titel kaum gespielt zu haben. Diese Art von Zeitgefühl vermittelt nur ein Spitzentitel und dieses Prädikat werde ich Civilization 5 mit Sicherheit nicht absprechen. Nur ob die Fans in 10 Jahren noch wohlwollend über das Spiel sprechen werden oder ob das Game bis dahin zu den eher schlechteren Civ-Titeln gezählt wird, wage ich bereits jetzt schon vorauszusehen. Zeigen wird's die Zukunft – für das jetzt und heute spreche ich meine klare Empfehlung aus.

Wertung: 10/12

everquest

Wer seit letzter Woche auf eine Fortsetzung meines Everquest-Tagebuchs hofft, bekommt heute wieder die volle Packung geliefert, denn es ist wieder Everquest-Mittwoch und all die kleinen Abenteuer aus dem Jahre ‘99 wollen doch unbedingt erzählt werden.

Früher, in sehr grauer Vorzeit (Leser meiner Mainseite wissen, dass ich Everquest bereits 1999 zum ersten Mal betrat), war das Geschäft mit dem Mob noch um einiges schwieriger und nervenaufreibender. Aber auch deutlich spannender: Selten konnte mich ein Spiel zu solchen Wutausbrüchen treiben wie dieses, kaum ein anderes Spiel erzeugte aber auch derartige Glücksmomente.

Bei Everquest lagen Freud’ und Leid’ also schon immer eng beinander und all dies verarbeitete ich Beizeiten in einem Tagebuch, das ich im Zuge meiner Account-Reaktivierung in mehreren Teilen präsentieren möchte.

Anzumerken wäre vor der folgenden Lektüre noch, dass es zwischen dem Everquest von damals und jenem, das den Spielern heute zur Verfügung steht, doch deutliche Unterschiede gibt. So ist das Chatsystem mittlerweile komplett umgebaut; es gibt nun einige allgemeine Komfortfunktionen wie grafische Friendslisten (früher war das alles rein textuell), Zonenübergänge sind heute kein Problem mehr und Chaträume können sogar serverübergreifend gestaltet werden. Dass das Interface mittlerweile Automap und Kompass spendiert bekommen hat, veranschaulicht gut, welchen Weg das Spiel genommen hat (im Großen und Ganzen einen guten, wie ich persönlich finde).

Doch nun lasset das Tagebuch beginnen, das uns zurück in jene Zeit um den April 1999 führt.

Mal ein Leckerbissen für alle Adventure- und Retrofans, die die Tales of Monkey Island (die Monkey Island-Wiedererweckung der Sam&Max-Entwickler Telltale) verpasst haben: Daedalic (The Whispered World, A New Beginning) bringt diese in Kürze in einer komplett lokalisierten Fassung mit allen fünf Episoden auf den Markt. Laut Pressemitteilung soll es am 09. November soweit sein.

Daedalic Entertainment veröffentlicht Tales of Monkey Island™, die Fortsetzung der legendären Monkey Island Adventure-Reihe von Telltale und LucasArts, erstmals komplett lokalisiert mit deutscher Sprachausgabe. Die deutsche Version wurde jetzt fertiggestellt, damit steht der Veröffentlichung am 9. November nichts mehr im Weg.
Als besonderen Leckerbissen für Sammler und langjährige Fans veröffentlicht Daedalic eine Version des Spiels im größeren Eurobox-Format der guten, alten Zeit.

Da bin ich doch mal besonders auf die Schachtel gespannt – wird sich sicher im Regal so manch’ eines altgedienten Sammlers gut machen :)

Retrogaming Soundtrack Quiz

Sonntag ist Retrogaming Soundtrack Quiz-Tag. Das war schon immer so und daran wird sich nichts ändern. Dumm ist es allenfalls, wenn man sich immer erst am Montag daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für ein neues Quiz wäre. Da verwundert es auch nicht, dass es zuletzt im Mai etwas zu erraten gab.

Sei's drum, Retrogamer haben naturbedingt ohnehin ein latent anderes Verhältnis zum Thema Zeit. In Quiz #16 musste ein Jump&Run erraten werden, das Level für Level mit überaus schick gemachte Musikuntermalung glänzte.

Der Name dieses Meisterwerks: P.P. Hammer and his Pneumatic Weapon. Der Sieger: Mein alter Kumpel Rippi, der sich den Sieg mit viel List und Tücke erschleichen erkämpfen konnte. Gratulation!

Auflösung zu Quiz 16: P.P. Hammer

Daraus ergeben sich folgende Platzierungen:
 
Retrogaming Soundtrack Quiz
 
- Top 5 -
1. Fabu (4 Punkte)
1. DonFalcone (4 Punkte)
3. Druzil (3 Punkte)
4. Sel (2 Punkte)
5. Halikan (1 Punkt)
5. Rippi (1 Punkt)

Der Song zum folgenden 17. Quiz gehört zu meinen Lieblingstunes auf dem Amiga (jaja, worauf auch sonst) und hat sogar noch einen aktuellen Bezug, drängte sich damit als geradezu für diese Rätserunde auf.

Um nicht zu viel zu verraten, sei maximal hinzugefügt, dass es sich hierbei um die Intromusik des gesuchten Spiels handelt und dass das Intro über eine großartige technische Spielerei verfügte: Da wird nämlich ein relativ großes Bitmap stufenlos von hinten nach vorne gezoomt, was damals für offene Münder sorgte.


Retrogaming Soundtrack Quiz: Teil 17

sentenza

Wer mich emsig auf Twitter verfolgt, weiß es ohnehin schon: Meine Everquest-Viertkarriere ist seit meiner Rückkehr vor wenigen Tage in vollem Gange. Täglich erfreue ich mich an dem süchtig machenden diiing und biing-Sound neue erworbener Level und AA-Points, die mir geradezu zuzufliegen scheinen.

Doch das war nicht immer so. Früher, in sehr grauer Vorzeit (Leser meiner Mainseite wissen, dass ich Everquest bereits 1999 zum ersten Mal betrag), war das Geschäft mit Mob noch um einiges schwieriger und nervenaufreibender. Aber auch deutlich spannender: Selten konnte mich ein Spiel zu solchen Wutausbrüchen treiben wie dieses, kaum ein anderes Spiel erzeugte aber auch derartige Glücksmomente.

Bei Everquest lagen Freud’ und Leid’ also schon immer eng beinander und all dies verarbeitete ich Beizeiten in einem Tagebuch, das ich euch zu Ehren meiner Reaktivierung in mehreren Teilen präsentieren möchte: Jeden Mittwoch, nennt es meinetwegen der Everquest-Tagebuch-Mittwoch, stelle ich einen Auszug aus diesem Journal vor – völlig ungeschminkt und genauso unschuldig wie ich die Situation damals eben empfunden habe.

Früher war alles härter

Anzumerken wäre grundsätzlich noch, dass es zwischen dem Everquest von damals und jenem, das den Spielern heute zur Verfügung steht, doch deutliche Unterschiede gibt.

So verlor man in den Anfangstagen nach jedem seiner Tode die komplette Ausrüstung und musste diese mühevoll aus zum Teil sehr gefährlichen Dungeons bergen. Die Welt war zudem riesig groß und die einzige Möglichkeit, auf bestimmte Kontinente zu gelangen, war entweder der Weg zu Fuß und per Schiffsfahrt – ein überaus langwieriger Prozess. Schneller ging es per Druide oder Wizard – aber die Jungs machten natürlich aus dieser Not ein Geschäft und verlangten horrende Preise. In der heutigen Zeit gibt es quasi zu jedem wichtigen Ort einen Teleporterstein, der eben jene Klassenteleports fast schon wieder obsolet macht.

Wer das Pech hatte, zu oft zu sterben, verlor neben seinen EXPs eventuell noch sein Level und damit dummerweise sogar die Möglichkeit, bestimmte Zaubersprüche zu verwenden – das ist allerdings auch heute noch so. Wer sich verlief, hatte einfach Pech, denn Automap gab es damals nicht (heute schon) und da der Spieler nicht einmal die ungefähre Himmelsrichtung ermitteln konnte, ohne vorher kräftig den Skill Sense Heading geübt zu haben, lief man in großen Gebieten auch gerne mal im Kreis.

Wer die folgenden Zeilen liest, sollte also stets im Hinterkopf behalten: So schwierig und unhandlich Everquest im Vergleich zu Casual-MMORPGs wie WoW und Co. auch wirken mag, so ist das doch alles Kindergeburtstag im Vergleich zu dem, was die Spieler damals erleiden und erarbeiten mussten. Eben echtes Hardcore-Gaming ;)

Also lasset das Tagebuch beginnen, das uns zurück in jene Zeit um den April 1999 führt.

Was würde passieren, wenn der gute alte Mario den Unverwundbarkeitsstern verpasst und dieser stattdessen in die Hände seiner Gegner fällt? Diese und viele weitere Fragen des alltäglichen Lebens beantwortet das folgende Video.

Ich kann mich einfach nicht daran satt sehen: Toller Trailer, genialer Soundtrack. Übrigens stehe ich total auf diese sphärische Weltraumopernmusik, die der X-Komponist mit jedem neuen Teil auffährt.

Da kommen insbesondere Erinnerungen an den allerersten Teil X – Beyond the Frontier hoch, das ich zusammen mit der Erweiterung X-Tension sehr gerne gespielt habe. Und auch was die wunderbare Verpackung angeht kann ich nur immer wieder staunen, wie sorgfältig die Spiele zu Kartonzeiten noch in die Läden gestellt wurden.

Das Ding hat auf jeden Fall einen besonderen Platz in meiner Sammlung hat und wenn ich mich nicht völlig täusche, lag der Packung sogar noch ein richtig gut geschriebener Science Fiction-Roman bei, zu dem ich mir später die Fortsetzung gekauft habe (obwohl ich SF-Geschichten eigentlich überhaupt nicht mag).

Sieht so aus, als ob jetzt alle Teile zusammen und optimiert in so einer Art Sammeledition vorliegen würden – inklusive eines sehr interessanten Buches (X-Enzyklopädie), das die X-Reihe im Detail näher beleuchtet und aus der Feder von Helge Kautz stammt, als jenem Autor, von dem oben genannter Romane stammen.

sothi_everquest

Zu Ehren des House of Thule-Release, der 17. Erweiterung zu Everquest, reaktiviert Sony bis Montag Abend alle derzeit brach liegenden EQ-Accounts – samt und sonders. Da kribbelt es mir schon sehr in den Fingern – mein letzter Besuch im einzig wahren Norrath ist immerhin schon zwei Jahre her und hat mir wie so oft große Freude bereitet.

Um die Entscheidung noch schmackhafter zu machen, hat Sony noch ein bisschen drauf gepackt: Doppelte XP und erhöhte Spawnrate von Bossmobs. Zusätzlich soll es einen ordentlichen Faction-Boost (Ruf) geben.

ich bin grad’ hin- und hergerissen – zumal ich eigentlich noch eine ausgiebige Partie Civilization 5 spielen wollte, ein Ausflug in die schöne Nürnberger Innenstadt angedacht war (es gibt wieder 20% bei Saturn, harhar!) und der eine oder andere Artikel noch geschrieben werden müsste.

Wie ich mich entschieden habe, gebe ich dann live über Twitter bekannt ;)