Jeder "seriöse" MMORPGler rümpft beim Thema privater Server die Nase und verdreht entsetzt die Augen. Und so ganz von der Hand zu weisen ist die Abneigung nicht. Doch was steckt wirklich hinter diesem Phänomen und wie kommt man auf einen solchen kostenlosen Server? Anhand des Beispiels World of Warcraft möchte ich näher auf das Thema eingehen.

Seit es das Konzept der MMORPGs gibt, gibt es die Bezahlform der Abogebühren. Für schnuckelige 12-15 Euro im Monat dürfen sich interessierte Spieler in die unendlichen Welten von World of Warcraft & Co einklinken und bekommen als Gegenleistung nicht nur die Spielwelt, sondern regelmäßig Bugfixes, Content-Patches und natürlich einen reibungslosen Spielablauf dank finanzierter Server-Infrastruktur geliefert. Fast genauso lang allerdings (genauer gesagt: seit Ultima Online) gibt es das Konzept der so genannten FreeShards, kostenloser Privatserver oder Funserver, die geleakte oder nachgebaute Serversoftware verwenden, um einen WoW-Server für lau zu simulieren. Doch ist so etwas überhaupt spieltauglich?

Rückblick auf vergangene WoW Tage

Mein letzter WoW-Besuch liegt schon einige Zeit zurück. Damals, als The Burning Crusade frisch in die Läden kam, wollte ich eine Art Neuanfang wagen. Also wählte ich mit einem Draenei eine ganz neue Rasse mit einem ganz frischen Startgebiet und quälte mich durch insgesamt 15 Level. Quälen ist in diesem Zusammenhang das richtige Wort, denn: der Funke wollte einfach nicht überspringen. Das Leveln, Questen und das Rumgeseiere der NPCs stellte bei mir nur eine Emotion ein, nämlich Langweile. Also wurde das Projekt World of Warcraft lange Zeit auf Eis gelegt und sich anderen Dingen gewidmet.

Selbstversuch: Ich joine einem privaten WoW-Server

Doch das Web hat immer die eine oder andere Überraschung zu bieten. Durch Zufall stieß ich auf eine Liste von Free Servern, die sich allesamt dem Thema World of Warcraft verschrieben hatten. Erstaunt über die schiere Anzahl der hier angebotenen Spielewelten ("Macht da Blizzard eigentlich nichts gegen?") klickte ich mich ein wenig durch und stellte schnell fest: Diese Server existieren wirklich, sie funktionieren wirklich und sie sind auch wirklich bevölkert. Und noch etwas wurde mir klar: Ein solcher Server hat nicht nur den Vorteil, dass er völlig kostenlos ist (was mir eigentlich egal wäre), sondern kann mit ein paar echten Leckerbissen aufwarten.

Dadurch, dass der Server von privaten Usern betrieben wird, haben diese sämtliche Möglichkeiten, Einstellungen an der Software vorzunehmen, die den Server emuliert. So levelt man auf den meisten FreeShards x-mal schneller als bei Blizzards offiziellen Servern. Man erhält deutlich mehr Geld bei jedem getöteten Mob und die Droptable der Bosse ist völlig über den Haufen geworfen. Was das im Einzelnen bedeutet, erkläre ich gleich noch. Besonders interessant ist aber vor allem die Tatsache, dass auch das Levelcap von 70 auf 80 oder teilweise noch höher angehoben wird. Wer schon immer mal solo oder in kleiner Gruppe einen hochlevligen Instanzen- oder Raidboss killen wollte, erhält nun die Möglichkeit dazu.

Privater Server: Vor- und Nachteile

Die Vorteile habe ich ja bereits genannt: Alles, was man macht, geht x-mal schneller von statten, als es im richtigen Spiel möglich wäre. Und durch das Aufheben der Levelcap wird die Spielfigur unheimlich mächtig. Ich bekomme ja nur nicht nur zusätzliche Level, die mir mehr Mana und Lebenspunkte einbringen. Nein, auch der Talentbaum kann weiter ausgebaut werden. Das heißt im Klartext, dass je nach Maximallevel ganze Bäume und noch mehr nahezu komplett ausgebaut werden. Man kann sich sicherlich vorstellen, was für Kampfmaschinen am Ende rauskommen.

Doch das Gameplay kann noch mit einer weiteren Genialität punkten: Bossmobs aus Raidinstanzen wurden deutlich in Ihren Fähigkeiten gestutzt. Spezialmoves etwa, die vorher ganze Raids dem Erdboden gleich gemacht haben, funktionieren nicht mehr. Und so ist es in Kombination mit dem hohen Level möglich, selbst die schwierigsten World of Warcraft Raid-Instanzen mit gerade mal einer Gruppe zu meistern -- beispielsweise durch den Black Temple mit gerade mal 5 Leuten.

Beispiel gefällig?

Kürzlich war ich mit Level 76 und vier weiteren Gildenkollegen im Black Temple, seines Zeichens die höchste, schwierigste und best belohnteste Instanz in World of Warcraft. Man mag es fast nicht glauben, aber mit gerade mal 5 Leuten (einem Druiden, einem Priester, einem Schurken, einem Schamanen und einem Magier) machten wir Obermegaboss Illidan dem Erdboden gleich. Hat zwar etwas länger gedauert (gute 20 Minuten), aber als Illidan
schließlich tot zu unseren Füßen lag, war es trotzdem ein geiles Gefühl.

Noch geiler war allerdings die Tatsache, dass die Loottable bei Endbossen dermaßen hochgedreht ist, dass ein Boss bei jedem Kill immer sämtliche Items droppt, die er auf seiner Table stehen hat. Das heißt in der Praxis: Wer Illidans Sichelklingen (Legendäre Items) in seinen Besitz bekommen möchte, muss ihn lediglich 1x killen. Öfter ist nicht notwendig, außer natürlich es befindet sich noch ein weiterer Krieger oder Schurke in der Gruppe, der die Teile noch nicht hat. Aber dann eben beim nächsten Mal.

Es ist nahezu unglaublich, wie sich meine Ausrüstung durch 1x Black Temple besuchen verändert hat. Als ich den Tempel betrat, war 80% meiner Ausrüstung grün. Als ich den Temple am selben Abend wieder verließ (wir hatten rund 8 Bosse abgefertigt), bestand die Ausrüstung meines Schamanen zu 90% aus epischen (!) Items. Wer es nicht glaubt, hier ein paar Beweisfotos:





Natürlich hat ein privater Server auch ein paar Nachteile. So ist die Emulation nicht immer 100% fehlerfrei. Das heißt, dass die eine oder anderen Quest unter Umständen nicht abschließbar ist oder manche NPCs verbuggt sind. Hier hilft dann meistens nur eins: GM Ticket schreiben und hoffen, dass man auf einem guten Server gelandet ist, bei dem die GMs ihre Arbeit ernst nehmen.

Anleitung: Wie komme ich auf einen Free Server?


Wer wirklich einem privaten WoW-Server beitreten möchte, muss sich zu allererst durch eine riesige Liste von Servern durcharbeiten. Eine solche Liste findet mit den entsprechenden Stichwörtern ganz leicht über Google. Die Liste ist meist aufgeteilt in verschiedene Sprachen, in die XP-Rate (funserver, blizzlike, etc.) und beinhaltet außerdem ein Rating, das ein guter Hinweis darauf ist, wie tauglich der Server in Bezug auf Verfügbarkeit und Spielbarkeit ist.

Besonderes Augenmerk sollte man auf jeden Fall auf die XP-Rate haben, denn diese trägt maßgeblich zu eurem Spielerlebnis bei. Wenn die Rate z.B. als Fun Server deklariert ist, sind die XP Gewinne überhaupt nicht mehr in Relation. Man überspringt die Levelphase quasi im Nu und beginnt mehr oder weniger sofort als Superman. Wer das nicht möchte, ist wahrscheinlich besser damit beraten, sich ein Rating zu suchen, das etwas moderater ist -- beispielsweise einen mit der Bezeichnung high. Auf einem High-Server erhaltet ihr immer noch sehr viel Exps, sehr viel Geld, aber man muss eben trotzdem noch etwas Zeit investieren. Wer sich hingegen für einen Blizzlike Server entscheidet, erhält genau die gleichen Regeln, die auch auf einem offiziellen Blizzard-Server erwarten würde -- nur zahlt er dafür eben keine Monatsgebühren.

Zusammenfassend nochmal:

Funserver = Absurd hohes XP-Rating. Von Null auf Nix zum Superman.
High, Very High = Sehr hohes XP-Rating im Vergleich zu einem offiziellen Server (meist das 5-20fache an Erfahrungspunkten, Geld und Items).
Blizzlike = Regeln genau wie auf den offiziellen Servern ohne Modifizierungen


Die meisten Free WoW-Server hinken den aktuellen Versionen der offiziellen Server um 1-2 Patches hinterher. Daher ist es wichtig, dass ihr euch vorher erkundigt, welche Softwareversion zum Spielen notwendig ist. Eine Seite, die zudem alle bisher verfügbaren Patches auflistet, findet sich unter dieser URL. Jeder private Server bietet desweiteren eine Webseite mit den notwendigen Versions-Informationen an. Außerdem könnt ihr euch auch hier für das Spiel anmelden. Das funktioniert in der Regel ganz einfach: Ihr meldet euch an, erhaltet von dem Server-Betreiber eine E-mail mit einer Seriennummer und könnt mit Hilfe der Seriennummer einen kostenlosen Account auf dem privaten Server anlegen. Dieser Account ist dann sowohl für die Webseite, als auch für das eigentliche Spiel gültig. Wer übrigens daran interessiert ist, selbst einen Server zu erstellen, sollte einmal auf Toats' Blog schauen. Dort wird das sehr anschaulich erklärt.

Gleich geht's los

Habt ihr das alles erledigt, gibt es eigentlich nur noch eine Sache zu erledigen -- nämlich das Modifizieren der realmlist.wtf. Diese Datei befindet sich in eurem WoW-Verzeichnis und muss statt dem offiziellen Server einen Eintrag für den privaten Server beinhalten. Das ist in der Regel nur eine einzige Zeile, die z.B. so aussieht:

set realmlist [servername]

Mehr ist nicht notwendig. Jetzt noch abspeichern und fertig. Wenn alles geklappt hat, loggt ihr euch jetzt mit Hilfe des normalen WoW-Clients und den Account-Daten, die ihr auf der Seite angelegt habt, ein und siehe da: Ihr seid drin!

Meine neue Heimat: Emdaron

Wenn man mich nun fragt, welcher Server aus der ganzen Auswahl der richtige sei, so kann ich nur antworten: Um das zu beurteilen, müsste man alle Server durchgehen und das ist nahezu eine Lebensaufgabe. Ich für meinen Teil habe ich mich auf Emdaron niedergelassen. Hierbei handelt es sich um eine kleine, aber feine deutschsprachige Community, die über ein hilfsbereites GM-Ensemble verfügt und auch in Sachen Erreichbarkeit (rund um die Uhr) und Geschwindigkeit punkten kann. Positiv ist außerdem, dass ein Forum und sogar ein Teamspeak-Server zur Verfügung gestellt wird. Das Einloggen ist nach obiger Anleitung auf diesem Server denkbar einfach und durch folgende Faktoren ist auch ein gewissen Aufwands/Spaß-Verhältnis gegeben.

Hier die Daten eines typischen Freeservers im Detail:
Regeneration rates:

Health = 1.3 x Blizzlike
Mana = 2 x Blizzlike

Drop rates:

Items = 7 x Blizzlike
Money = 40 x Blizzlike

Experience rates:

Kill = 11 x Blizzlike
Quest = 20 x Blizzlike
Explore = 10 x Blizzlike

Probiert es doch einfach mal aus! Ich würde mich außerdem über Kommentare freuen, falls dieser Bericht für euch hilfreich war.
Wer Ego-Shooter liebt und mit dem Kauf eines neuen Titels liebäugelt, wird diesen Winter auf eine harte Probe gestellt, denn derartig viele Hochkaräter haben schon lange nicht mehr um die Gunst der Käufer gebuhlt. Dieser Artikel gibt eine kleine Übersicht über die aktuellen Bestseller.

Crysis, die Orange Box, Kane&Lynch, Unreal Tournament 3, Quake Wars oder Call of Duty 4 -- die Auswahl ist schier erdrückend und jedes Spiel kann auf mindestens gute bis überdurchschnittliche Wertungen in den gängigen Publikationen der letzten 2 Monate zurückschauen. Doch nicht jedes Game ist für jeden Spielertyp geeignet -- Egoshooter ist eben nicht gleich Egoshooter. Um auf die Unterschiede hinzuweisen, habe ich mir einmal die drei wichtigsten Actiontitel dieses Weihnachtsfest herausgesucht.

Crysis
Mix aus freiem Egoshooter und Storyline



Crysis gilt als das derzeit technisch beste Spiel auf dem Markt und jeder, der Crysis auch nur 10 Minuten gespielt hat, wird dies bestätigen können. Seien es nun Poren in der Haut der Protagonisten oder fulminante Lichteffekte, die durch Palmenblätter gefiltert den Boden berühren: Hier wird was für's Auge geboten. Das macht uns Deutsche natürlich besonders stolz, wurde der Titel doch im hessischen Frankfurt entwickelt. Der inoffzielle FarCry-Nachfolger hat aber auch andere Qualitäten zu bieten, allen voran die (zumindest in den ersten Spielstunden) freie Dschungel-Spielwelt, die den Spieler zwar letztlich auch in eine bestimmte Richtung zwingt, aber trotzdem ein Gefühl von Insel-Paradies vermittelt. Anders ausgedrückt: Bevor man dem roten Faden weiter folgt, kann man auch ein Bad nehmen, zu dem Motorboot schwimmen, dessen Fahrer man gerade niedergeschossen hat und eine Runde um den Block drehen.

Ein weiterer Motivationsfaktor des Spiels ist ohne Zweifel die so genannte "Nano-Suite". Hierbei handelt es sich um einen Allround-Techanzug, der den Spieler kurzzeitig unsichtbar, stärker oder schneller macht. Der Anzug gibt dem Spiel eine taktische und vor allem spaßige Komponente mit Coolness-Faktor ("Maximum Strength"), macht es an manchen Stellen aber auch etwas zu leicht - etwa weil man sich unsichtbar meistens nahezu mühelos durch Gegnerscharen metzeln kann.

Verglichen mit FarCry hat das Spiel an Freiheit verloren, dafür an Storyelementen hinzugewonnen. Welche Ausrichtung man letztlich bevorzugt, ist reine Geschmackssache. Sauer aufgestoßen sind vielen Benutzern die hohen Hardware-Anforderungen, die aber differenziert betrachtet werden müssen. So sieht Crysis in 1280x1024 unter hohen Einstellungen wunderschön aus und läuft trotzdem angenehm flott. Wer hingegen höhere Auflösungen oder gar DX 10-Effekte wünscht, wird vor allem unter Vista Probleme bekommen; hier bremst das Betriebssystem gehörig aus und bietet im Gegenzug nicht den erhofften Qualitätsquantensprung. Daher mein Rat: Unter WinXP spielen!

Crysis gilt bei Gamestar als neue Egoshooter-Referenz (94%). Die PC Games schlägt mit ebenfalls 94% in die gleiche Bresche. Die maximale Spielzeit des Games beträgt rund 12 Stunden Spielzeit, bildet also guten Egoshooter-Durchschnitt.

Call of Duty 4 - Modern Warfare
Linearer Egoshooter mit Bombastpräsentation



Die altehrwürdige Call of Duty-Reihe schlägt ein neues Kapitel auf -- und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit Call of Duty 4 werden endlich einmal ausgetrampelte World War 2-Kriegspfade verlassen und sich mehr in Richtung moderner Kriegsführung orientiert -- eben ganz nach dem Motto "Modern Warfare". Dabei verschlägt es den Protagonisten beispielsweise in die ehemalige Sowjetunion oder in den Nahen Osten, wo uns nahezu ganze Armeen vor die Flinte laufen.

Call of Duty 4 ist ein strunzlinearer Shooter, der allerdings bombastisch inszeniert ist. Wer allein die Anfangssequenz auf den Schiff gespielt hat, wird sich beinahe in einem Kinofilm wähnen. Dazu passend wurde die Grafik nahezu in unglaublicher Qualität auf den Bildschirm gebannt -- hier passt von der Gesichtstextur bis hin zur Umgebungsgrafik einfach alles. Und das auch noch vergleichsweise pfeilschnell! Sicherlich: Den Licht- und Schattenspielen eines Crysis hat CoD 4 nichts entgegenzusetzen und es lassen sich auch keine Bäume in 100 Einzelteile zerlegen, aber das alles fällt in der Hektik des Geschehens überhaupt nicht auf, denn hier fliegen wirklich permanent die Fetzen. Da ist es nur recht und billig, dass der Spieler auch soundtechnisch die volle Dröhung aufs Ohr bekommt.

Untermalt wird das alles von einer interessanten Story, die auch während der Missionen den Spielablauf bestimmt. Durch dieses sehr lineare Element steigt die Atmosphäre auf der einen Seite, denn gescriptete Ereignisse wirken immer beeindruckend. Auf der anderen Seite kommt man sich manchmal vor wie auf einem Schießstand: Man ballert und ballert und ballert, aber die Gegnerscharen werden einfach nicht weniger. Das fällt natürlich nicht gerade in die Kategorie Realismus und schmälert zumindest bei mir den Langzeitmotivationsfaktor. Wer mit solcherlei Problempunkten souverän umgehen kann, erhält mit Call of Duty 4 den kinoreifsten Egoshooter, den es derzeit zu kaufen gibt.


Unreal Tournament 3
Schneller Multiplayer-Egoshooter



UT oder Quake? Diese Frage spaltet die Spielernation und das eigentlich zu unrecht, denn im Bereich der schnellen Multiplayer-Shooter rund um Deathmatch, Capture the Flag und Co. gibt es seit dem seligen Quake 3 keine ernsthafte Alternative zur Unreal Tournament-Reihe.

Waren die beiden Vorgänger (UT 03 und UT 04) noch quietschbunt, vollzieht Unreal Tournament 3 (auch wenn's eigentlich Teil 4 ist) eine 180°-Wende: Im neuesten Spross ist der Look dreckig, metallisch, düster. Zwar gibt es immer noch Maps, in denen die Grafik recht idyllisch insziniert ist (allen voran die asiastisch angehauchten Karten), doch die meisten Gegenden, Fahrzeuge und Waffen wirken jetzt deutlich realistischer. Und realistisch heißt eben nicht Bonbon-Grafik. Davon einmal abgesehen kann die im Vorfeld vielgerühmte und inzwischen auch schon oft angewandte Unreal 3-Engine (Bioshock, Gears of War) in vielen Beziehungen punkten - besonders was die Texturedetails der Spielfiguren und ihrer Gerätschaften angeht. Und bleibt dabei selbst auf den höchsten Einstellungen angenehm flott. Trotzdem beschleicht mich gerade bei manchen Umgebungen der "Das hatte im Vorfeld aber irgendwie besser ausgesehen"-Gedanke, was vielleicht dem Grafikstil geschuldet ist.

Wer sich spielerisch satte, schnelle und unkomplizierte Action erhofft, bekommt diese Erwartung 100%ig erfüllt. UT 3 ist der schnellste und geradelinigste Multiplayer-Shooter, der aktuell auf dem Markt zu haben ist. Und unkompliziert heißt beileibe nicht, dass es weniger Spaß macht als ein Battlefield 2 oder Quake Wars, im Gegenteil: Zwar gab es eine Straffung der Spielmodi (es flogen beispielsweise Double Domination und Bombing Run raus), doch damit einher geht eine gleichzeitige Fokussierung auf die verbleibenenden Spielarten: (Team-) Deathmatch, Capture the Flag und auf den neuen Warfare-Modus, der im wesentlichen OnSlaught entspricht und mit einer Prise Bombing Run gewürzt wurde.

Jeder, der mit den Vorgängern vertraut ist, wird sich in UT 3 relativ schnell zurecht finden. Die Waffenauswahl ist im Wesentlichen unverändert und auch im Fuhrpark findet man neben einer Reihe neuer Fahrzeuge (wie den riesigen Dark Walker) auch eine Menge alter Bekannter vor. Das Spielgefühl bewegt sich also in ähnlichen Kreisen wie bei den Vorgänger, auch wenn mir der neueste Ableger noch etwas flotter als noch UT 2004 vorkommt. Hier ist gerade im Mehrspielermodus erstmal kräftiges Üben angesagt, um gegen die ganzen UT-Vollprofis nicht total abzustinken.

Neben dem Hauptmodus, dem Multiplayer, bietet das Spiel eine Solokampagne, die laut Hersteller Epic einen neuen Meilenstein in der Solofunktionalität von Multiplayer-Shootern darstellen soll. Viel mehr als eine Anreihung aller Spielmodi mit netten Zwischensequenzen stellt dieser Modus allerdings nicht dar. Erstaunlich dumm kamen mir übrigens die Bots vor: Auch wenn sie derzeit in jedem Magazin über den Kamm gelobt werden, konnte ich gerade in Bezug auf die Benutzung von Fahrzeugen oder bei dem Beziehen von Stellungen etliche KI-Aussetzer begutachten.

Und so bleibt Unreal Tournament 3 eben das, als was es konzipiert ist: Ein reinrassiger Multiplayer-Egoshooter, der die Konkurrenz das Fürchten lehrt und sicherlich noch lange auf den Festplatten der Spieler verweilen wird. Von den drei hier vorgestellten Spielen stellt der Epic-Titel zumindest für mich das absolute Hightlight dar, daher mein Tipp: Kaufen!
Mittlerweile ist man aus World of Warcraft ja schon so einiges gewohnt: Egal ob Powerleveling Service oder Ingame-Gold Verkauf gegen reale Euro -- das Spiel sprengt inzwischen so ziemlich alle Dimensionen des guten Geschmacks. Doch wer gedacht hat, das mit den Chinafarmern das Ende der Fahnenstange erreicht ist, sieht sich getäuscht. Besonders krank ist dieses Angebot, das ich kürzlich in einem Forum entdeckt habe:

http://www.fatfoogoo.com/PersonalShop/?x=Pah3UcYUoEQ2WRhGFMxvMQ

Hier geht es darum, dass eine Gilde tatsächlich Raidplätze für bis zu 50 Euro pro Teilnehmer verkauft. Um sich das nochmal auf der Zunge zergehen zu lassen: Wer bei einem Raid teilnehmen möchte, muss RL-Geld zahlen!

Zitat aus der Auktion:

Wir bieten Euch hier die einmalige Gelegenheit mit der Gilde "x" (Name geändert) den kompletten Schwarzen Tempel + Hyjal zu clearen. Erlebt alle Encounter live bei uns. Ihr erhaltet für jeden Encounter eine taktische Einweisung. Buffmats werden euch selbstverständlich gestellt.

Man kann davon ja halten, was man will, aber ich glaube nicht, dass es dem Grundgedanken einer Gilde entspricht, Raidtouren gegen echtes Geld zu veranstalten. Doch was meint ihr dazu? Ist so etwas moralisch verwerflich oder würdet ihr selbst für eine solche "Dienstleistung" Geld bezahlen?
 
Jeder "seriöse" MMORPGler rümpft beim Thema privater Server die Nase und verdreht entsetzt die Augen. Und so ganz von der Hand zu weisen ist die Abneigung nicht. Doch was steckt wirklich hinter diesem Phänomen und wie kommt man auf einen solchen kostenlosen Server? Anhand des Beispiels World of Warcraft möchte ich näher auf das Thema eingehen.

Den ganzen Artikel findet ihr hier: http://blog.sothi.de/2007/12/wow-private-server-funserver_26.html

Immer dann wenn es sich draußen so langsam anschickt zu "weihnachten", purzeln die Spiele-Blockbuster fast wie von alleine in die Händler-Regale. Was dafür überhaupt nicht purzelt, sind die Verkaufspreise und so wägt mancher Spieler aus wirtschaftlichen Gründen notgedrungen ab, welchem Game er letztlich den Vorzug gibt. Ist aber gar nicht nötig, sagt euch euer Sothi, denn dank cd-wow.net gibt es aktuelle Spiele zum Spartarif.

Besonders das Action- und Rollenspielgenre ist dieses Weihnachten dermaßen gut besetzt, dass die Entscheidung zwischen den Hochkarätern schwierig fällt. Dabei macht es einem CD WOW relativ einfach: Man entscheidet sich einfach für alles oder zumindest für mehr. Denn das, was an neuen PC-Spielen in deutschen Läden gerne mal 40, 45 oder gar 50 Euro kostet, gibt es bei diesem internationalen Versandhändler für rund 30 Euro. Und dazu noch versandkostenfrei! Wie das geht? Wikipedia erklärt es so:

[...] Die beanstandeten CDs waren zwar legal, jedoch nur für den Verkauf und den Vertrieb in Hongkong lizenziert, sodass die Preise für diesen Markt festgesetzt worden waren.

Ich weiß nicht, ob das immer noch deren Verkaufsphilosophie ist, aber generell gilt, dass die Spiele, die bei CD WOW erstanden werden, die Verkaufsversionen sind, die im englischprachigen Ausland an den Mann gebracht werden. Deutsche Packungstexte oder Anleitungen wird man hier vergebens suchen. Hat aber auch Vorteile, denn: Geschnittene Versionen sind damit passe. Außerdem sind wir glücklicherweise im DVD-Zeitalter gelandet, das uns oftmals die Möglichkeit läßt, in welcher Sprache wir installieren möchten. So hat dann jeder was davon: Derjenige, der möglichst alles im Original haben möchte und derjenige, der lieber in deutscher Sprache spielt.

Crysis und UT 3 für je 32 Euro

Dass es sich hierbei nicht nur um aussortierte Restposten in der Sparvariantenverpackung handelt, kann ich übrigens anhand folgender Beispiele belegen. Vor ungefähr 4 Wochen bestellte ich sowohl Crysis als auch Unreal Tournament 3 für je 31,99 Euro bei CD WOW. Beides topaktuelle Spiele, beides echte Blockbuster und bei uns erst ab 40 Euro aufwärts zu bekommen.

Nach einer kleinen Verschiebung und gut 10 Tagen Lieferzeit sind nun beide Games bei mir angekommen -- in einer schönen DVD-Verpackung, die ungefähr doppelt so breit wie unsere handelsüblichen DVD-Cases ist und natürlich auch DVD-Varianten beinhaltet. Spieltechnisch gibt es auch nichts auszusetzen. UT 3 ist multilingual, Crysis in Englisch -- und ansonsten eben ganz normale Original-Versionen. Meine Kreditkartenabrechnung weist rund 64 Euro aus -- Peantus im Vergleich zu den gut 90 Euro, die ich im Media Markt hätte lassen müssen.

Ist CD WOW also die Universallösung, die man grundsätzlich als erste Anlaufstelle nehmen sollte? Ich würde diese Frage eher mit einem Nein beantworten, denn es gibt Szenarien, bei denen lohnt ein Import nach Deutschland einfach nicht.

Häufigster Grund lieber zu Amazon&Co zu greifen, wäre beispielsweise die Lieferzeit. Eine CD WOW-Lieferung benötigt in der Regel 10 Werktage, also rund 2 Wochen. Darin ist aber noch nicht die Zeit eingeschlossen, die das Spiel möglicherweise bei einem übereifrigen Zollbeamten verbringt. Jemand, der es also ganz eilig hat, mit einem Spiel zu beginnen (klassisches Szenario: Start eines MMORPG, bei dem man von Anfang an dabei sein möchte), sollte von CD WOW eher Abstand nehmen. Auch wer Probleme mit dem Englischen hat (z.B. bei einem komplexen, vieltextigen Rollenspiel), sollte von einem Kauf absehen, denn man weiß eben nie, in welcher Sprache das Spiel vorliegt.

Daher heißt die Devise: Anwendungsfall überlegen und erst dann den richtigen Versender wählen. Immerhin: Wer mal ein Problem mit einer CD WOW-Lieferung hat, kann sich auf den ganz auszeichneten, deutschsprachigen (!) Support verlassen.

Blogger.com ist eine feine Sache: Der Blog ist schnell eingerichtet, die Artikel lassen sich bequem über einen Editor einpflegen und auch sonst bietet das System alle möglichen Annehmlichkeiten, um Usern das Gefühl zu geben, möglichst viel selbst administrieren zu können - und das, obwohl der Blog ja eigentlich auf einem völlig fremden, unerreichbaren Server liegt. Richtig zufrieden sind fortgeschrittene User aber erst, wenn der Blog über die eigene Domain läuft -- und genau diese Funktion ist seit kurzem integriert. Der einzige Haken an der Sache hört auf den Begriff CNAME-Eintrag.

Blogspot erlaubt es, den Blog mit einem simplen Eintrag auf die eigene Domain weiterzuleiten. Beispielweise wird so der Inhalt von sothilein.blogspot.com auf blog.sothi.de weitergeleitet, ohne dass der Leser davon etwas mitbekommt. An für sich eine schöne Sache. Nur: Wer diese Funktion nutzen möchte, muss die DNS Einstellungen für die neue Domain ändern und einen CNAME Eintrag auf ghs.google.com hinzufügen.

Google selbst beschreibt es so:

Falls Sie blog.beispiel.de als benutzerdefinierte Domain-Adresse wählen, sollten Sie einen CNAME-Eintrag erstellen, der mit dem Blog auf ghs.google.com verweist.

Wer seine Domain nun bei einem gängigen Provider wie 1und1 gehostet hat, hat mit Problemen zu kämpfen, denn dort ist es meistens nicht möglich, einen eigenen CNAME Eintrag vorzunehmen. Da ist guter Rat teuer und die Suche nach einem entsprechenden Hoster beginnt. Um diese Suche zu verkürzen, hier meine Lösung: domainFactory.

Bei domainFactory handelt es sich um einen rennomierten Provider, der zwar nicht zu den preiswertesten gehört, aber dafür mit guter Verfügbarkeit, einem Bomben-Support (nur dadurch wusste ich überhaupt, dass Domain Factory CNAME-Einträge anbietet) und einer sehr übersichtlichen Admin-Oberfläche punktet. Viel mehr kann ich zu dem Hoster noch nicht sagen, aber der Eintrag ging sehr einfach von statten und war nur wenige Stunden nach dem Einstellen verfügbar.

Mehr gibt's dazu eigentlich nicht zu sagen. Ich hoffe, ich habe hiermit ein paar Verzweifelten geholfen :)
Alle Welt spielt World of Warcraft. Mittlerweile kann WoW laut Herstellerangaben auf eine Stammspielerschaft von 9 000 000 zahlenden Benutzern blicken und ist somit das erfolgreichste MMORPG - von einigen asiatischen Auswüchsen einmal abgesehen - das derzeit gespielt wird. Da es das Spiel mittlerweile für nicht einmal 12 Euro gibt, wird sich an diesem Trend vorerst auch nichts ändern.

Man kann von WoW halten, was man möchte, aber Erfolg hat es -- sowohl in wirtschaftlicher, als auch in soziologischer Sicht, denn kaum ein Spiel ist in unsere Kultur so intensiv und so dauerhaft eingedrungen wie der von Blizzard inszenierte Zwist zwischen Allianz und Horde. Kein Wunder, dass dem Spiel Jung und Alt verfallen ist und zwischen beiden Gruppierungen zu regen Gedankenaustausch führt -- World of Warcraft verbindet eben.

Gerade die jüngere Schicht hatte es bislang allerdings schwer, an dem Vergnügen teilzuhaben, denn immerhin kostete das Spiel lange Zeit um die 40 Euro (zu dem Preis hab ich es noch gekauft), später dann immerhin noch gute 30 Mücken und das Add On The Burning Crusade war bis vor kurzem ebenfalls nicht unter 30 Euro zu haben. Zählt man nun die monatlichen Gebühren hinzu (rund 13 Euro), kommt ein ordentlicher Batzen zusammen, den so mancher Schüler entweder nicht imstande oder nicht gewillt ist, zu bezahlen.

30 Tage Spielzeit für unter 12 Euro?


Da trifft es sich gut, dass Videndi erst kürzlich die Preise beider Spiele gesenkt hat. Und so staunte ich nicht schlecht, als ich kürzlich die aktuellen Spieleangebote bei Amazon überflog und WoW für gerade einmal 11,95 Euro entdeckte. Da kann man nun World of Warcraft mögen oder nicht, aber das ist ein echter Schnäppchenpreis, der jede Überlegung wert ist. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass in jedem Paket 30 Tage freie Spielzeit enthalten sind und die Verpackung nicht eine billige Plastik-DVD-Hülle ist, sondern immer noch aus dem edlen, aufklappbaren Karton besteht (für Sammler interessant). Passend dazu wurde übrigens auch The Burning Crusade gesenkt. Das kostet jetzt nur noch 19,45 Euro -- was durchaus als Schnäppchen durchgeht.

Ich habe mal beide Angebote für euch zusammengestellt:



Jeder "seriöse" MMORPGler rümpft beim Thema privater Server die Nase und verdreht entsetzt die Augen. Und so ganz von der Hand zu weisen ist die Abneigung nicht. Doch was steckt wirklich hinter diesem Phänomen und wie kommt man auf einen solchen kostenlosen Server? Anhand des Beispiels World of Warcraft möchte ich näher auf das Thema eingehen.

Seit es das Konzept der MMORPGs gibt, gibt es die Bezahlform der Abogebühren. Für schnuckelige 12-15 Euro im Monat dürfen sich interessierte Spieler in die unendlichen Welten von World of Warcraft & Co einklinken und bekommen als Gegenleistung nicht nur die Spielwelt, sondern regelmäßig Bugfixes, Content-Patches und natürlich einen reibungslosen Spielablauf dank finanzierter Server-Infrastruktur geliefert. Fast genauso lang allerdings (genauer gesagt: seit Ultima Online) gibt es das Konzept der so genannten FreeShards, kostenloser Privatserver oder Funserver, die geleakte oder nachgebaute Serversoftware verwenden, um einen WoW-Server für lau zu simulieren. Doch ist so etwas überhaupt spieltauglich?

Rückblick auf vergangene WoW Tage

Mein letzter WoW-Besuch liegt schon einige Zeit zurück. Damals, als The Burning Crusade frisch in die Läden kam, wollte ich eine Art Neuanfang wagen. Also wählte ich mit einem Draenei eine ganz neue Rasse mit einem ganz frischen Startgebiet und quälte mich durch insgesamt 15 Level. Quälen ist in diesem Zusammenhang das richtige Wort, denn: der Funke wollte einfach nicht überspringen. Das Leveln, Questen und das Rumgeseiere der NPCs stellte bei mir nur eine Emotion ein, nämlich Langweile. Also wurde das Projekt World of Warcraft lange Zeit auf Eis gelegt und sich anderen Dingen gewidmet.

Selbstversuch: Ich joine einem privaten WoW-Server

Doch das Web hat immer die eine oder andere Überraschung zu bieten. Durch Zufall stieß ich auf eine Liste von Free Servern, die sich allesamt dem Thema World of Warcraft verschrieben hatten. Erstaunt über die schiere Anzahl der hier angebotenen Spielewelten ("Macht da Blizzard eigentlich nichts gegen?") klickte ich mich ein wenig durch und stellte schnell fest: Diese Server existieren wirklich, sie funktionieren wirklich und sie sind auch wirklich bevölkert. Und noch etwas wurde mir klar: Ein solcher Server hat nicht nur den Vorteil, dass er völlig kostenlos ist (was mir eigentlich egal wäre), sondern kann mit ein paar echten Leckerbissen aufwarten.

Dadurch, dass der Server von privaten Usern betrieben wird, haben diese sämtliche Möglichkeiten, Einstellungen an der Software vorzunehmen, die den Server emuliert. So levelt man auf den meisten FreeShards x-mal schneller als bei Blizzards offiziellen Servern. Man erhält deutlich mehr Geld bei jedem getöteten Mob und die Droptable der Bosse ist völlig über den Haufen geworfen. Was das im Einzelnen bedeutet, erkläre ich gleich noch. Besonders interessant ist aber vor allem die Tatsache, dass auch das Levelcap von 70 auf 80 oder teilweise noch höher angehoben wird. Wer schon immer mal solo oder in kleiner Gruppe einen hochlevligen Instanzen- oder Raidboss killen wollte, erhält nun die Möglichkeit dazu.

Privater Server: Vor- und Nachteile

Die Vorteile habe ich ja bereits genannt: Alles, was man macht, geht x-mal schneller von statten, als es im richtigen Spiel möglich wäre. Und durch das Aufheben der Levelcap wird die Spielfigur unheimlich mächtig. Ich bekomme ja nur nicht nur zusätzliche Level, die mir mehr Mana und Lebenspunkte einbringen. Nein, auch der Talentbaum kann weiter ausgebaut werden. Das heißt im Klartext, dass je nach Maximallevel ganze Bäume und noch mehr nahezu komplett ausgebaut werden. Man kann sich sicherlich vorstellen, was für Kampfmaschinen am Ende rauskommen.

Doch das Gameplay kann noch mit einer weiteren Genialität punkten: Bossmobs aus Raidinstanzen wurden deutlich in Ihren Fähigkeiten gestutzt. Spezialmoves etwa, die vorher ganze Raids dem Erdboden gleich gemacht haben, funktionieren nicht mehr. Und so ist es in Kombination mit dem hohen Level möglich, selbst die schwierigsten World of Warcraft Raid-Instanzen mit gerade mal einer Gruppe zu meistern -- beispielsweise durch den Black Temple mit gerade mal 5 Leuten.

Beispiel gefällig?

Kürzlich war ich mit Level 76 und vier weiteren Gildenkollegen im Black Temple, seines Zeichens die höchste, schwierigste und best belohnteste Instanz in World of Warcraft. Man mag es fast nicht glauben, aber mit gerade mal 5 Leuten (einem Druiden, einem Priester, einem Schurken, einem Schamanen und einem Magier) machten wir Obermegaboss Illidan dem Erdboden gleich. Hat zwar etwas länger gedauert (gute 20 Minuten), aber als Illidan
schließlich tot zu unseren Füßen lag, war es trotzdem ein geiles Gefühl.

Noch geiler war allerdings die Tatsache, dass die Loottable bei Endbossen dermaßen hochgedreht ist, dass ein Boss bei jedem Kill immer sämtliche Items droppt, die er auf seiner Table stehen hat. Das heißt in der Praxis: Wer Illidans Sichelklingen (Legendäre Items) in seinen Besitz bekommen möchte, muss ihn lediglich 1x killen. Öfter ist nicht notwendig, außer natürlich es befindet sich noch ein weiterer Krieger oder Schurke in der Gruppe, der die Teile noch nicht hat. Aber dann eben beim nächsten Mal.

Es ist nahezu unglaublich, wie sich meine Ausrüstung durch 1x Black Temple besuchen verändert hat. Als ich den Tempel betrat, war 80% meiner Ausrüstung grün. Als ich den Temple am selben Abend wieder verließ (wir hatten rund 8 Bosse abgefertigt), bestand die Ausrüstung meines Schamanen zu 90% aus epischen (!) Items. Wer es nicht glaubt, hier ein paar Beweisfotos:





Natürlich hat ein privater Server auch ein paar Nachteile. So ist die Emulation nicht immer 100% fehlerfrei. Das heißt, dass die eine oder anderen Quest unter Umständen nicht abschließbar ist oder manche NPCs verbuggt sind. Hier hilft dann meistens nur eins: GM Ticket schreiben und hoffen, dass man auf einem guten Server gelandet ist, bei dem die GMs ihre Arbeit ernst nehmen.

Anleitung: Wie komme ich auf einen Free Server?


Wer wirklich einem privaten WoW-Server beitreten möchte, muss sich zu allererst durch eine riesige Liste von Servern durcharbeiten. Eine solche Liste findet mit den entsprechenden Stichwörtern ganz leicht über Google. Die Liste ist meist aufgeteilt in verschiedene Sprachen, in die XP-Rate (funserver, blizzlike, etc.) und beinhaltet außerdem ein Rating, das ein guter Hinweis darauf ist, wie tauglich der Server in Bezug auf Verfügbarkeit und Spielbarkeit ist.

Besonderes Augenmerk sollte man auf jeden Fall auf die XP-Rate haben, denn diese trägt maßgeblich zu eurem Spielerlebnis bei. Wenn die Rate z.B. als Fun Server deklariert ist, sind die XP Gewinne überhaupt nicht mehr in Relation. Man überspringt die Levelphase quasi im Nu und beginnt mehr oder weniger sofort als Superman. Wer das nicht möchte, ist wahrscheinlich besser damit beraten, sich ein Rating zu suchen, das etwas moderater ist -- beispielsweise einen mit der Bezeichnung high. Auf einem High-Server erhaltet ihr immer noch sehr viel Exps, sehr viel Geld, aber man muss eben trotzdem noch etwas Zeit investieren. Wer sich hingegen für einen Blizzlike Server entscheidet, erhält genau die gleichen Regeln, die auch auf einem offiziellen Blizzard-Server erwarten würde -- nur zahlt er dafür eben keine Monatsgebühren.

Zusammenfassend nochmal:

Funserver = Absurd hohes XP-Rating. Von Null auf Nix zum Superman.
High, Very High = Sehr hohes XP-Rating im Vergleich zu einem offiziellen Server (meist das 5-20fache an Erfahrungspunkten, Geld und Items).
Blizzlike = Regeln genau wie auf den offiziellen Servern ohne Modifizierungen


Die meisten Free WoW-Server hinken den aktuellen Versionen der offiziellen Server um 1-2 Patches hinterher. Daher ist es wichtig, dass ihr euch vorher erkundigt, welche Softwareversion zum Spielen notwendig ist. Eine Seite, die zudem alle bisher verfügbaren Patches auflistet, findet sich unter dieser URL. Jeder private Server bietet desweiteren eine Webseite mit den notwendigen Versions-Informationen an. Außerdem könnt ihr euch auch hier für das Spiel anmelden. Das funktioniert in der Regel ganz einfach: Ihr meldet euch an, erhaltet von dem Server-Betreiber eine E-mail mit einer Seriennummer und könnt mit Hilfe der Seriennummer einen kostenlosen Account auf dem privaten Server anlegen. Dieser Account ist dann sowohl für die Webseite, als auch für das eigentliche Spiel gültig. Wer übrigens daran interessiert ist, selbst einen Server zu erstellen, sollte einmal auf Toats' Blog schauen. Dort wird das sehr anschaulich erklärt.

Gleich geht's los

Habt ihr das alles erledigt, gibt es eigentlich nur noch eine Sache zu erledigen -- nämlich das Modifizieren der realmlist.wtf. Diese Datei befindet sich in eurem WoW-Verzeichnis und muss statt dem offiziellen Server einen Eintrag für den privaten Server beinhalten. Das ist in der Regel nur eine einzige Zeile, die z.B. so aussieht:

set realmlist [servername]

Mehr ist nicht notwendig. Jetzt noch abspeichern und fertig. Wenn alles geklappt hat, loggt ihr euch jetzt mit Hilfe des normalen WoW-Clients und den Account-Daten, die ihr auf der Seite angelegt habt, ein und siehe da: Ihr seid drin!

Meine neue Heimat: Emdaron

Wenn man mich nun fragt, welcher Server aus der ganzen Auswahl der richtige sei, so kann ich nur antworten: Um das zu beurteilen, müsste man alle Server durchgehen und das ist nahezu eine Lebensaufgabe. Ich für meinen Teil habe ich mich auf Emdaron niedergelassen. Hierbei handelt es sich um eine kleine, aber feine deutschsprachige Community, die über ein hilfsbereites GM-Ensemble verfügt und auch in Sachen Erreichbarkeit (rund um die Uhr) und Geschwindigkeit punkten kann. Positiv ist außerdem, dass ein Forum und sogar ein Teamspeak-Server zur Verfügung gestellt wird. Das Einloggen ist nach obiger Anleitung auf diesem Server denkbar einfach und durch folgende Faktoren ist auch ein gewissen Aufwands/Spaß-Verhältnis gegeben.

Hier die Daten eines typischen Freeservers im Detail:
Regeneration rates:

Health = 1.3 x Blizzlike
Mana = 2 x Blizzlike

Drop rates:

Items = 7 x Blizzlike
Money = 40 x Blizzlike

Experience rates:

Kill = 11 x Blizzlike
Quest = 20 x Blizzlike
Explore = 10 x Blizzlike

Probiert es doch einfach mal aus! Ich würde mich außerdem über Kommentare freuen, falls dieser Bericht für euch hilfreich war.

Weitere Infos:
WoW Gold & WoW Accounts bei RandyRun
Man glaubt es kaum, aber Harrison Ford, mittlerweile schon stattliche 64 Lenze alt, dreht derzeit einen neuen Indiana Jones Film. Der vierte Teil hört auf den Namen Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull und wird für Mai 2008 erwartet. Regie führt wieder Steven Spielberg, das Drehbuch stammt von Indy-Erfinder Georg Lucas.

Wer nun wissen möchte, ob Mr. Ford in seinem Alter noch in der Lage ist, Indy glaubwürdig in Szene zu setzen, kann sich mit diesen jüngst erschienenen Fotos vom Filmset ein eigenes Bild machen.









Unsere Empfehlung:
Foto-Leinwand-Bild Leinwanddruck

Im zweiten Teil meines The Witcher-Reports geht es maßgeblich ums Onanieren, Poppen, Saufen und Prügeln. Und natürlich erhält dieses Live-Review sein angemessenes Fazit.

Das Tutorial führt mich weiter in die Tiefen der Spielmechanik ein. Jetzt gilt es einen magischen Heiltrank für eine verletzte Verbündete zu mixen -- quasi als Vorbereitung in die Alchimie. Hierfür soll ich laut dem Questgeber ein paar Zutaten finden und zusätzlich noch weitere Angreifer aus den oberen Stockwerken vertreiben -- wohlgemerkt nachdem ich gefühlte 8 Stunden geschlafen habe. Meine Mithexer sind demnach entweder besonders faul oder besonders furchtlos.

Beim Heraufsteigen und vor allem später beim Herablaufen der an der linken Seite offenen Wendeltreppe offenbart sich ein weiteres Manko des Spiels: The Witcher baut stark auf künstlichen Begrenzungen auf. Dort, wo man realistischerweise herunterspringen können sollte, läßt mich das Spiel einfach nicht durch. Runterfallen geht nicht, Abkürzen geht auch nicht -- so heißt es oft Schläuchen folgen, während die Spielgrafik eine offene Welt suggeriert. Dass in so einer Spielumgebung auch keine Spielphysik eingebaut ist, versteht sich (zu meinem Leidwesen) fast von selbst.

In den oberen Räumen gibt es schön dekorierte Räume, manipulieren kann man allerdings so gut wie nichts und die wenigen Truhen und Schränke, die sich ausräumen lassen, enthalten Gegenstände, die als wenig aussagekräftiges Miniicons in Geralts Inventar wandern. Mittlerweile habe ich auch eine Axt gefunden, die jetzt munter an meiner rechten Hüfte herunterbaumelt und auf Ihren Einsatz wartet.

Mit all den Zutaten im Gepäck geht es wieder zurück ins Erdgeschoss. Dort soll ich dann den Trank mixen, es heißt also wieder meditieren. Vorher fällt mir aber noch auf, wie grottenschlecht manche Animationen gelungen sind. Besonders die, die in einer Endlosschleife runtergespult werden. So sitzt ein NPC am Tisch und kippt sich wohl einen Schnapps nach dem anderen hinter die Binde. Das ist allerdings die gut gemeinte Interpretation. Tatsächlich befindet sich sein Arm am Schritt und die spartanische Trinkanimation , die sich alle 2 Sekunden wiederholt, erinnert eher an den Kurs „Onanieren bis ER wund wird“. Da wir gerade beim Thema sind: Nachdem ich die Magierin per Trank vor dem sicheren Tod gerettet habe, ist mir die Dame extrem dankbar *augenzwinger*. Insgesamt soll man übrigens mit bis zu 23 Frauen ins Bett steigen könne. Ein Computerspiel-Novum ;)

Schnitt No. 2

Ein paar Gespräche später macht das Spiel wieder einen Schnitt. Diesmal befinde ich mich in einem Dorf und bin auf der Suche nach jenen, die die Hexer-Enklave jüngst überfallen haben. Wie ich da hingekommen bin -- keine Ahnung. Wer die Frau neben mir ist -- keine Ahnung. Aber sie spricht mich, wie scheinbar jeder hier, auf vertraute Art und Weise an. Also wird sie mich wohl kennen. In dem Mini-Dorf laufen außerdem eine Reihe weiterer NPCs herum. Manche haben etwas zu sagen, manche nicht. Die, die etwas zu sagen haben, antworten bisweilen (wie auch schon die NPCs in der Burg) mit wirrem Zeug, das nicht unbedingt etwas mit der Fragestellung zu tun hat. Oder das: In einem Gesprächsfenster kann ich 5 Fragen stellen. Die ersten vier Fragen beantwortet mein Gegenüber brav. Die fünfte Frage lautet sinnesgemäß „Darf ich dir ein paar Fragen stellen?“. Wer hier nach einem Sinn sucht, hat bereits verloren. Interessant ist allerdings die Möglichkeit, sich ganz NPC-Kontakte zu „verpatzen“. Wer sein Gegenüber nicht mit den richtigen Antworten befriedigt, dem kann es passieren, dass dieser den Kontakt sang- und klanglos abbricht. An für sich eine realistische Entscheidung, bei der zu hoffen ist, dass dadurch keine Major Quests verloren gehen.

Auffallend ist auch die Architektur des Ortes: Zwar gibt es einige Türrahmen, nur die dazugehörige Tür fehlt völlig. Stattdessen stößt Geralt beim mutigen Durchlaufen auf eine hölzerne Wand. Die Hauseingänge sind also nur gut gemeinte (!= gut gemachte) Attrappen. Das Gasthaus jedoch läßt sich von mir betreten und wartet mit der für ein Fantasy-Rollenspiel notwendigen Atmosphäre auf: Es ist gut bevölkert, ein Barde sorgt für eine anständige Klangkulisse und in der Ecke prügeln sich ein paar Raufbolde. Letztere lassen sich für Geld sogar zum Kampf herausfordern. Nach nur zwei oder drei Proberunden gebe ich allerdings frustiert auf. Leider ist die Steuerung dermaßen schwammig, dass ich mich unwillkürlich frage, ob sich meine Spielfigur ohne mein Wissen bereits ein paar Gläser Korn hinter die Binde gekippt hat. Also verlasse ich die Schenke wieder, allerdings nicht ohne vorher mein letztes Hab und Gut dem bereits erwähnten Kneipensänger zu spenden, der mir darauf prompt das eine oder andere Ständchen singt. So erhellt meine Miene wieder etwas.

Da ich nun pleite bin, liegt es nahe, sich einmal das Questlog das Spiels anzuschauen. Mittlerweile hat mein Recke eine stolze Anzahl von verschiedenartigen Aufgaben, die in erster Linie ein gewisses Maß an Orientierung erfordern. Die einblendbare Map sollte eigentlich bei diesem Unterfangen helfen, erweist sich aber letztlich als ein wenig störrisch, da sich bei mir der Eindruck festigt, dass sich mein Mappointer trotz längerer Laufwege kaum von der Stelle bewegt. Immerhin: Die Natur sieht sehr einladend aus und so streife ich mehr oder weniger ziellos umehr, bis ich zu einer Höhle komme. Moment mal! Höhle? Da war doch was? Questlog geöffnet und siehe da: Wölfe in einer Höhle töten. Aha! Also mal rein ins Getümmel.

Drinnen angekommen herrscht allerdings gähnende Leere. Außer einer Lagerstätte und einigen mit Geröll verschlossenen Durchgängen bietet dieses Tropfstein-Refugium in erster Linie geballte Langweile. Also lege ich mich 24 Stunden zum Schlafen -- in der Hoffnung, dass bald jemand zurück an die Raststätte kommt. Doch Fehlanzeige, die Dunkelheit bleibt mein alleiniger Begleiter.

Doch Geralt wäre nicht Geralt wenn er nicht besondere Hexerkräfte hätte. Eine davon, oder zumindest die, die ich bislang erhalten habe, läßt Steine und Monster gleichermaßen effektvoll wegfliegen. Hat auch schon mal in einer gescripteten Sequen funktioniert, also warum nicht auch hier? Doch das Ergebnis ist enttäuschend: An keiner Stelle läßt sich etwas bewirken, nicht mal Kieselsteine zeigen sich beeindruckt. Von Physik keine Spur. Das Ganze funktioniert also nur an Stellen, die von den Programmierern extra auserkoren wurden. Derart desillusioniert verlasse ich die Höhle wieder und sehe mich plötzlich einigen grün-schimmernden Geisterwölfen ausgesetzt -- die habe ich schon einmal zu Anfang des Kapitels bekämpfen müssen. Also rein ins Getümmel und kräftig Rundumschläge verteilt.

The Witcher: Das Fazit

Später werde ich mich fragen, ob ich den Kampf falsch angegangen bin, denn überlebt habe ich ihn nicht. Ist aber auch egal, denn The Witcher hinterläßt bei mir nicht viel, das zu einem weiteren Anlauf oder gar zu einem Kauf des Spiels motivieren würde. Liest man die Beiträge einschlägiger Foren, findet man immer wieder begeisterte Spieler, die von der schönen Story und der genialen Atmosphäre des Spiels schwärmen. Beides konnte ich in diesem Produkt nur rudimentär und mit einigen Spaßblockern versehen entdecken. Übrig bleibt ein Third Person-Rollenspiel, das durch Designschnitzer unter seinen Möglichkeiten bleibt -- insbesondere bei dem tollen Hintergrund, den die Buchvorlage bietet.

Den Gamestar-Test, den ich eingangs erwähnte, kann ich sowohl was Wertung, als auch Inhalt der Kritikpunkte angeht, weitgehend unterstützen; fast schon erschreckend, wie überstimmend mein Spieleindruck mit den Eindrücken von Herrn Schmidt einhergeht. Daher bleibt mir eigentlich nur eins zu sagen: Spielt The Witcher Probe, so wie ich es getan habe. Bildet euch euren eigenen Eindruck, bevor ihr 40 Euro im Geschäft lasst. Und wenn’s euch gefällt -- na, dann spricht nichts gegen einen Kauf.

Referenz: The Witcher Review Teil 1


Wie einige vielleicht wissen (andere aber auch nicht), hatte ich gut 1 1/2 Jahre lang eine sehr erfolgreiche Gilde in dem bekannten Online-Rollenspiel World of Warcraft. Die Gilde lautet auf den Namen Nightmare und hatte schon lange vorher ihr Debüt in dem MMORPG-Klassiker Meridian 59.

Als ich dann die World of Wacraft-Division eröffnete, war ich quasi Gründer, Anführer und Raidleader in Personalunion. Außerdem fiel natürlich auch die Adminstration unseres Webauftritts in meinen Aufgabenbereich. Inzwischen ist meine WoW-Karriere aus Zeitmangel beendet und dementsprechend auch meine Gilde inaktiv, aber genau das veranlasst mich zu diesem Posting, denn: Google findet meine Nightmare-Seite immer noch voll supi!

Woran macht man das fest? Nun, jeder kennt den Begriff Nightmare: Englisch für Albtraum, bekannt durch Filme wie Nightmare on Elm Street oder Nightmare before Christmas, weitergeführt mit Spielen wie Nightmare Creatures und und und -- die Liste mit diesem Begriff ließe sich endlos weiterführen.

Gibt man nun Nightmare in Google ein, erhält man ein Suchergebnis von sage und schreibe 60 000 000 Seiten. Wer würde jemals vermuten, dass eine Gildenseite zu einer inaktiven World of Warcraft-Gilde auch nur auf den ersten 10 Seiten erscheinen würde? Wohl kaum jemand. Wenn ich aber nun behaupte, dass die Adresse www.nightmare-wow.de nicht nur auf Seite 1 der Google Rangliste, sondern zugleich auch zweiter Eintrag aller Google-Seiten zum Thema Nightmare darstellt, würde man mich wohl für verrückt erklären.


Aber: Es ist die Wahrheit. Mittlerweile ist die Seite zwar auf Rang 6 gefallen -- ist aber immer noch auf Seite 1. Ein wirklich beachtlicher Erfolg und ein Beweis dafür, dass ich damals wohl recht gute Arbeit geleistet habe. Nicht auszudenken, wie es um das Ranking bestellt wäre, wenn ich die Gilde nicht aufgegeben hätte ;)

Wer es mal selbst ausprobieren möchte, hier der Suchlink: http://www.google.de/search?hl=de&q=Nightmare&btnG=Suche

Außerdem die Referenz zur Gildenseite: Nightmare

Ich bin Beowulf! Ok, ich bin's nicht wirklich, aber es ist zumindest der Satz, der mich gestern Abend nach Verlassen des Kinos am meisten geprägt hat. Und so erahnt man vielleicht, dass dieser neue CGI-Streifen von Helden-Theatralik und Narzissmus nur so trieft. Doch wenn schon, mir ist das mehr als recht, wenn dabei solch ein actiongeladenes Epos herauskommt. Hier also ein kurzes Fazit vom gestrigen Abenteuer für satte 8,40 Euro.


Um es kurz zu machen: Ich fand den Film klasse. Richtig viel Action, tolle Bilder, schöne Atmosphäre, angenehmer Soundtrack und jede Menge Theatralik. Ähnlichkeiten zu "300" ("Das ist Sparta!") sind unverkennbar ("Ich bin Beowulf!").

Für jemanden, der auf solche Filme steht (= me *g*), mit Sicherheit ein Tipp.

Die CGI-Qualität ist schwankend. Manchmal sieht die Optik äußerst realistisch aus (Barthaare, Poren in der Nase etc.), manchmal aber auch einfach nur comichaft -- so hat mir die gealtere Version von Beowulf nicht gefallen. Und auch in den ersten 10 Minuten des Films hatte ich erstmal das Gefühl, in einem Pixar-Film zu sitzen.

Richtig gut ist das Gesicht von Angelina Jolie gelungen -- hier tendiert der Unterschied zwischen CGI und Realität gegen 0. Anthony Hopkins hingegen hätte ich eher an der Synchronstimme als am Aussehen erkannt (gewisse Ähnlichkeiten sind natürlich vorhanden). Insgesamt hat mir die Darstellung der Kulisse und der Protagonisten aber sehr gut gefallen. Den Schritt in Richtung CGI kann ich hier nur unterstützen.

Zum Thema 3D: Ich kenne natürlich nicht den Unterschied zwischen der normalen Kinoversion und der 3D-Variante, die ich gestern gesehen habe, aber die 8,40 Euro für die IMAX-Karte hat sich definitv gelohnt. Sehr zu empfehlen, wenn man mit den Themen Mythologie, Fantasy und Action etwas anfangen kann und nicht zu zart besaitet ist -- Brutalität und Blut sind in Beowulf nämlich feste Bestandteile.

Ach ja, wer hauptsächlich wegen Angelina (Stichwort: Nackedei) ins Kino geht, der wird vielleicht etwas enttäuscht sein. Für Frauen gibt's übrigens auch das eine oder andere Schmankerl' zu sehen. ;)
Alle (Rollenspiel-) Welt redet derzeit von The Witcher. Die einen strafen es ab (wie jüngst in Christian Schmidts Gamestar-Test passiert), die anderen handeln als es Rollenspiel-Offenbarung. Wie bildet man sich also am besten ein Urteil? Richtig, indem man das Spiel einfach mal selbst ausprobiert.


Gleich vorweg: Ich hatte das Spiel lediglich zwei Tage aus der Videothek, kann also nicht beurteilen, wie sich das Game im späteren Verlauf entwickelt. Wohl aber kann ich über die Eindrücke berichten, die darüber entschieden haben, ob ich weitere Zeit und natürlich Geld in The Witcher investieren möchte.

Der erste Eindruck, den das Spiel liefert, ist erst einmal der Patch-Vorgang, der an für sich schon mal leicht buggy zu sein scheint. Obwohl ich nämlich auf den Knopf „Updates“ klicke, den Patch herunterlade und installiere, will er mir bei jedem weiteren Klick auf „Updates“ den gleichen Patch noch einmal herunterladen. Eine Prüfung der aktuellen Spielversion ist bei dieser Routine wohl nicht vorgesehen.

Danach kommt das ausschweifende Intro. Beindruckend ist vor allem die Länge der Sequenz, weniger die technische Ausführung oder Dramaturgie. Die letzten Bilder, die mir das Intro liefert, zeigt meinen Geralt, wie er panisch durch die Pampa rennt, dort zusammenbricht und von ein paar Figuren (Bauern, Jägern oder seinen Häschern?) mitgenommen wird.

Schnitt

Die nächste Sequenz zeigt mich im Inneren einer Festung (mittlerweile Spielgrafik), in der ich wieder recht genesen wirke. Die Personen, die mich zuvor hierhergebracht haben, scheinen mir zumindest wohlgesonnen gewesen zu sein. Tatsächlich wirken die hier ablaufenden Gespräche sogar schon recht vertraut, was mich ein wenig wundert, da ich davon ausgehe, erst wenige Stunden hier verbracht zu haben. Unten im Burghof üben ein paar grimmig dreinblickende Soldaten den Schwertkampf. Was mir an dieser Stelle schon auffällt: Die Gesichtstexturen des langhaarigen alten Anführers sehen recht realistisch aus. Die restliche Grafik befindet sich auch auf gehobenen Niveau, allerdings ohne wirkliche Begeisterungsglotzer wie seinerzeit bei Oblivion zu verursachen.

Plötzlich wird die Burg angegriffen und man involviert mich direkt in den bevorstehenden Kampf. Schon da wird klar: Komplett vergessen scheine ich das Führen eines Schwertes noch nicht zu haben, aber die Kampfmaschine aus dem Intro bin ich wohl auch nicht mehr. Während des Angriffs bekomme ich die wichtigsten Regeln erklärt. So gibt es die Möglichkeit von Kombo-Attacken, die den Nahkampf drastisch verstärken. Dieses Feature entpuppt sich allerdings lediglich als wiederholtes Klicken zum richtigen Zeitpunkt und mutiert damit mehr zu einer Konzentrationsübung als zur taktischen Komponente. Auch grafisch machen die Kombos selbst nach der dritten Sequenz nicht viel her -- ein wenig enttäuschend.

Zusätzlich wird der Kampf noch durch das Aussuchen des Kampfstils taktisch gewürzt. Eine Schlagvariante für schnelle, für langsame und eine für in Gruppen angreifende Gegner steht zur Verfügung. Ob einem das Feature gefällt oder nicht ist wohl Geschmackssache. Ich selbst hätte es nicht vermisst; das Herumspringen zwischen den Stilen fand ich eher nervig als interessant.

Mängel in Steuerung und Übersicht

Apropros nervig: Das Spiel offenbart schon relativ früh gewisse Mängel in Steuerung und Übersicht. Das Durchschalten der drei Perspektiven erbrachte mir kein echtes Wohlfühl-Ergebnis, wobei mir hier die Third-Person-Variante mit direkter Steuerung über WASD noch am ehesten zusagte. Grundsätzlich fiel mir aber auf, dass Geralts Steuerung leicht schwammig von statten geht und die Reaktionen in Kampfsequenzen in Bezug auf Mausklicks auch nicht immer schlüssig sind (sprich: man klickt drauf, aber es passiert irgendwie nix).

Im Verlauf des Kampfgeschehens schickt mich der Alte mit dem Pferdeschwanz auf eine wichtige Solo-Mission. Etwas verwunderlich zwar, dass er mir und meinen wackeligen Kampfkünsten schon soweit vertraut, aber gut, irgendwie muss das Tutorial ja weitergehen. Ziel: Ein Fallgitter muss geöffnet werden. Beim Gitter angekommen fallen mir zwei Dinge auf: Erstens: Obwohl die Burg-Verteidiger um ihr Leben kämpfen und aus Leibeskräften darum bitten, endlich das Fallgitter zu öffnen, sterben sie einfach nicht. Auch nicht nachdem ich aus einer 30minütigen Essenspause zurückgehrt bin. Zweitens.: Ich bin überhaupt nicht in der Lage das Fallgitter zu öffnen. Es gibt einfach keinen Knopf, der sich aktivieren läßt. Lösung nach langem rumssuchen: Irgendwo auf dem Weg habe ich einen Feind links liegen lassen. So lange dieser noch am Leben war, bleibt auch das Fallgitter funktionslos. Ahja.

Weiter geht’s gegen noch mehr Gegner. Und naürlich warten weitere (Tutorial-)Aufgaben auf ihre Beendigung. Diesmal im Burginneren. Spätestens hier fällt auf: The Witcher birgt eine Menge unangenehmer Ladezeiten. Das Betreten des Burginneren dauert gut 1+ Minute. In der Burg selbst bleibt man vor unerwünschten Loading Screens leider auch nicht verschont, denn hier separieren sich der Keller und die oberen Stockwerke ebenfalls durch eigene Ladesequenzen. Warum das so ist, bleibt nur zu vermuten -- schlampige Programmierung ist nur einer der Begriffe, die mir hierzu einfallen. Nervig ist es allemal.

Hexer unter Hexern

Doch weiter im Geschehen. So langsam wird klar, warum mich alle so gut kennen: Ich bin hier beleibe kein Fremder, sondern ein Hexer unter Hexern. Und dabei dachte ich, ich wäre etwas besonderes. Immerhin muss ich die Mission im Burginneren nicht alleine antreten. Mir wird der junge Witcher-Anwärter Leo zur Seite gestellt, dessen Geschichte reichlich ungeschickt in den Vordergrund getragen wird, so dass jetzt schon klar ist, dass der Jungspund entweder eine ganz große Rolle in The Witcher spielt oder aber sofort über die Wupper geht. 10 Miunten später wird klar: Letzteres ist der Fall. Schlimmer noch: Unser Geralt schaut nur dumm aus der Wäsche und rührt keinen Finger. Später heißt es dann lapidar zum Pferdeschwanz-Mann „Ich konnte ihm nicht helfen“ - kein Wunder, wenn man nur zuschaut.

Einige Kämpfe und Ladescreens weiter erhalte ich meinen ersten Level-Up. Ich soll nun meditieren, um mir neue Fähigkeiten auszuwählen. Der Skill-Screen ist auf den ersten Blick verwirrend, entpuppt sich aber bei genaueren Hinsehen als großzügig angelegt -- hier versteckt sich bestimmt weiteres Spielspaß-Potential für spätere Stufenaufstiege. Kurios: Meditieren/Schlafen geht wohl nicht immer und überall. Lediglich im Dialog mit dem Grauhaarigen steht mir die Funktion zur Verfügung. Seltsam.

Teil 2 folgt in Kürze :)


Satte 293,- Euro für ein bisschen Technik? Hört sich auf den ersten Blick viel an (ist es auch!) und verliert mich Sicherheit irgendwann seinen Reiz, ist aber im Moment das tollste "Spielzeug" der Welt für mich. Und dabei habe ich mir sogar "nur" die 100 Euro günstigere 8 GB-Sparvariante zugelegt, das Geld wächst schließlich nicht auf den Bäumen ;)

Was den iPod Touch so interessant macht, hat beinahe ausschließlich mit Dingen zu tun, die sich nicht um's Musik hören drehen -- und das, obwohl die Kernaufgabe des Geräts explizit das Beschallen der feinfühligen Gehörgänge ist. Doch audiophilen Absichten fröne ich höchstens Nebenbei und wenn mir gerade nichts anderes einfällt. Oder wenn ich mal keine Möglichkeit habe, auf das Display zu schauen -- denn diese 62 x 110 mm haben es wirklich in sich.

Selten sah man solch hochauflösende Perfektion
auf relativ kleinem Raum. Nie hatte es einen edleren Touch (welche elegantes Wortspiel ;), sich ein YouTube-Video anzuschauen. Und überhaupt macht es einfach irre Spaß, mit den Fingern über berührungsempfindliche iPod-Oberfläche zu fahren, um z.B. durch alle MP3-Titel im so genannten "Coverflow"-Modus zu blättern oder sich die Weiten des World Wide Web auch unterwegs anzutun.

Abseits von "bunt & touch" fasziniert mich allerdings besonders ein kleines Feature, für das alleine es sich schon lohnt, den iPod bei jeder kleineren (Fahrt zum Supermarkt) oder größeren Reise mitzunehmen: Der eingebaute Wlan-Detektor. Man einer relativ guten Reichweite ausgestattet, ist jeder handelsübliche iPod Touch in der Lage, Hotspots im Umkreis von gut 15-20 Metern (je nach Signalstärke des Senders) zielsicher auszumachen und auch mit diesen zu konnektieren -- vorausgesetzt, man kennt den WPA/WEP-Key oder die Spots sind offen für jedermann. Letzteres ist erstaunlicherweise gar nicht so selten der Fall. Erfahrungswert: Fährt man mit dem Auto durch die Straße einer mittleren Großstadt, ist mindestens ein Spot von zehn ungesichert.

Ein kleiner Klick würde also bereits genügen und man könnte mittels Safari-Browser die eigene Lieblingsseite aufrufen oder sich einen weiteren Pseudo-lustigen YouTube-Erguss reinziehen. Macht man natürlich nicht, wäre ja böse. Und überhaupt verliert man während der Fahrt ja sowieso die Verbindung. Aber faszinierend ist es letztlich doch -- nicht zuletzt wegen der teils recht fantasievollen Namen Namensgebung mancher Funkschleudern ("Erkans RambaZamba Box").

Also wie ist das nun: der "Touch" kann also surfen, er kann Videos in bestechender Qualität zeigen (auch online), er hat eingebautes Wlan und das "touchen" ist ein neues Lebengefühl. Nur was ist jetzt mit der Musik, dem eigentlichen Kernfeature? Nun, qualitativ ist die Ausgabe der Soundkulisse natürlich, einen guten Ohrenstopfer vorausgesetzt, über jeden Zweifel erhaben. Außerdem verschönern viele witzige&nützliche Features (Coverflow, Sortierfunktionen) den Gesamteindruck. Auch spitze: die Möglichkeit über itunes, ganze Playlisten(plus Fotos, Videos und Podcasts) zu synchronisieren und Songs ein eigenes Albumcover zu spendieren.

Nur für eine Aufgabe ist das Gerät featurebedingt ungeeignet: für das abendliche Joggen oder wenn man keine Möglichkeit hat, das Gerät in der Hosentasche unterzubringen. Dann nämlich stellt sich das große Display als hinderlich heraus und der iPod wird schnell zum klobigen Weggefährten. Überhaupt hat das Display eine große Schwäche: Die Zeiten, in denen man mit einem gezielten Griff in die Hosentasche zum nächsten Lied springen oder die Lautstärke verstellen konnte, sind vorbei. Jetzt ist stets Fummeln am Display angesagt.

Aber mal ehrlich: Genau dieses Fummeln ist es doch, das den Reiz der neuen iTouch-Generation ausmacht, oder? ;)